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die nachtkritik
Hier können Sie werktags ab neun Uhr früh aktuelle Kritiken lesen, am Wochenende ab zehn. Das Datum ist jeweils das der Premiere. Ältere Kritiken finden Sie im Archiv.
Berlin, 8. Februar 2010. "Dieses Stück muss nichts müssen", schreibt Oliver Kluck im Prolog zu Das Prinzip Meese. Aber es will viel: betrachtet, wie die Verwirrung eines Verwirrten als Kunst gefeiert wird. Leistet im Sinne Thomas Manns seinen Zeitdienst. Die Uraufführung von Antú Romero Nunes im Studio des Maxim Gorki Theater will tatsächlich nichts müssen und verleiht dem Kunstsinn lässige Unverbindlichkeit, lobt Dirk Pilz.
Wien, 6. Februar 2010. Danke, Andrea Breth, sagt Reinhard Kriechbaum. Denn Bernard-Marie Koltès' Drama Quai West ist das Stück der Stunde. Und wie real, zugleich aber dunkel
es am Burgtheater ausschaut!
Zürich, 6. Februar 2010. Schwieriges Stück, diese Alkestis von
Euripides. Hörbar nicht von heute, fremd in vielem – und doch ziemlich aktuell.
Zumindest dann, wenn man es wie Karin Henkel in Zürich inszeniert.
Findet Beat Mazenauer.
Chemnitz, 6. Februar 2010. Das globalisierte Lebensgefühl ist ein weites Feld. Weit, wie das Meer und schwer zu durchmessen. Fracht (Nautisches Denken I-IV) hat Ulrike Syha ihr neues Stück genannt, das Dieter Boyer in Chemnitz uraufgeführt hat. Wovon Hartmut Krug berichtet.
Frankfurt, 6. Februar 2010. "Cry, Baby, cry", sangen 1968 Die Beatles auf ihrem Weißen Album. "Schrei, Baby, schrei!" hört sich das nun im Schauspiel Frankfurt
an, wo Roland Schimmelpfennig die Texte für Florian Fiedler übersetzte. Im roten Plüschsessel übte sich Esther Boldt in heiterem Liederraten.
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die anderen
Zu allen Aufführungen, die nachtkritik.de bespricht, fassen wir Kritiken anderer Medien in unseren Kritikenrundschauen zusammen.
9. Februar 2010. Überwiegend angetan, zumindest vom ersten Teil des Abends, zeigen sich die Kritiker von Karin Henkels Züricher Umsetzung der Alkestis von Euripides. Mit tiefenpsychologischer Finesse werde das Tabuthema Tod neu durchdacht. Wir sahen das ähnlich.
8. Februar 2010. Mehr oder weniger tief verneigen sich die Rezensenten vor Andrea Breths Sprechoper-Kunst in Quai West am Wiener Burgtheater, die die meisten allerdings auch angestrengt hat. Über die Vorlage, das Drama von Koltès, ist man uneins: Wurde ihm gar zu viel Ehre angetan? Oder ist es im Gegenteil das "Stück der Stunde"? Wir sagten: Danke!
8. Februar 2010. Die Kritik rätselt. Ein bedeutungsvoll anmutendes Bühnenbild und instruktive Programmhefttexte, ja gut. Aber was wollte Stephan Kimmig mit Schillers Kabale und Liebe
am Deutschen Theater in Berlin erzählen? Heute deutet ein Rezensent die
Inszenierung als Versinnbildlichung der Ich-Krise. Auch
wir begaben uns auf die Suche nach Antworten.
8. Februar 2010. Mit überwiegender Begeisterung nehmen die Kritiker der großen Frankfurter Zeitungen die Bühnenadaption des Weißen Albums der Beatles auf. In Florian Fiedlers Umsetzung der Nachdichtungen von Roland Schimmelpfennig könne man ebenso charmant-einfühlsame wie johnwaynehafte Sänger-Schauspieler erleben. Wir waren kritischer.
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gemein & nützlich
Kommentare, Debatten, Essays, Buchbesprechungen und der Redaktionsblog.
8. Februar 2010.
Redaktionsblog – Ob auf Deutsch oder im englischen Original, die Songs der
Fab Four gehören seit Langem zu den Pop-Basics diverser Inszenierungen. Anlässlich
von Florian Fiedlers Frankfurter Abend zum legendären Weißen Album, mit
deutschen Nachdichtungen von Roland Schimmelpfennung, erinnert sich die
nachtkritik-Redaktion an zehn unvergessene Beatles-Momente im Theater – die
ultimative Fab Ten-Liste.
8. Februar 2010. Aktuelle Debatten auf nachtkritik.de: In Sachen Kabale und Liebe von Stephan Kimmig hat
nach ersten Bekundungen leiser Enttäuschung nun jemand ein Plädoyer für den Abend gepostet. Mancher wendet sich überdies genervt vom Khuon-Bashing ab – gebt dem DT Zeit, Leute! Die jüngste Gob-Squad-Produktion Revolution now! an der Berliner Volksbühne erzeugt Euphorie, weil sie linke Spießer zum Überdenken ihres Revolutionsmülls zwingt. Einer, der den neuen Pollesch-Abend besucht hat, sieht darin einen Anschlag auf alles Gemeinschaftliche. Und aus Frankfurt wird Einspruch gegen die Nachtkritik zu Florian Fiedlers Beatles-Abend Das weiße Album erhoben, allerdings nicht unwidersprochen.
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nachtkritik-Theatertreffen 2010
9. Februar 2010. Es ist hohe Zeit. Rund achttausend LeserInnen haben schon abgestimmt. Noch bis zum 10. Februar Mitternacht läuft das nachtkritik-Theatertreffen. Noch zwei Tage haben Sie Zeit, Ihre Stimmen abzugeben. Die KorrespondentInnen von nachtkritik.de haben Vorschläge gemacht. Jetzt ist es an Ihnen, aus den 36 aufgeführten Inszenierungen die zehn, die Ihnen am wichtigsten sind, am Herzen liegen, schlicht die besten des vergangenen Jahres waren, auszuwählen. Pro Kopf 10 Stimmen und gewinnen kann man auch noch etwas. Jede Stimme hat Gewicht, denn viele Konkurrenten liegen zur Zeit nur ganz knapp auseinander. Hier geht's lang zur Auswahl und zur Abstimmung für das nachtkritik-Theatertreffen 2010.
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porträt & profil
Porträts von SchauspielerInnen und RegisseurInnen, Features über die Profile von Theatern und Initiativen, Essays zu aktuellen Entwicklungen. Gesammelte Stichworte im Glossar.
5. Februar 2010. Am vergangenen Wochenende wurde Katharina Schüttler in Hamburg der Ulrich-Wildgruber-Preis überreicht. In seiner Laudatio erklärt Thomas Ostermeier, warum er diese Schauspielerin für einen seltenen Glücksfall hält und dass die Proben mit ihr Züge von Jam-Sessions haben.
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nachtkritik-krisometer
Informationen, Meldungen und Kommentare zu aktuellen Sparplänen und der Debatte um die finanzielle Situation der Theater und Künstler.
4./5. Februar 2010. Nach Opernchef Uwe Eric Laufenberg hat die Kölner Schauspielintendantin Karin Beier nun ebenfalls einen Offenen Brief geschrieben, in dem sie ihren Einsatz für das Riphahn-Ensemble verteidigt. Auch wirft sie Uwe Eric Laufenberg
und Patrick Wasserbauer, dem geschäftsführenden Direktor der Kölner
Bühnen vor, ihren Brief vom 29. Januar mit ihr nicht abgespochen zu
haben, in dem sie im Namen der Kölner Bühnen für die Neubaupläne eingetreten waren, sowie mit Halbwahrheiten, Spekulationen und falschen Behauptungen zu operieren. In einem dritten offenen Brief stellt sich das Schauspielensemble hinter seine Intendantin.
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vorschau – Februar 2010
Februar 2010. Der fiese Politiker auf der Regierungsbank – das ist ein immergrüner Charakter, den kein Stammtisch missen will! Was würden wir ohne diesen Typus machen? Im Februar etwa gäbe es dann auf nachtkritik.de drei Premierenbesprechungen weniger, denn der Opa aller Theater-Fieslinge, Shakespeares Richard III., wird in Mainz von Intendant Matthias Fontheim, in Basel von Michael Simon und in Nürnberg von Christoph Mehler neu in Szene gesetzt. Sollte das etwa das Stück der Stunde sein?
Shakespeares Nachfahren bemühen sich eifrig ihrerseits zur rechten Zeit das rechte Drama parat zu haben: Der Urahn darf da auch mal Pate stehen, wie etwa bei Professor Lear von Joachim Zelter am Zimmertheater Tübingen. In ihren Titeln geben sich vor allem die zeitgenössischen Autorinnen gerne kurz angebunden: Fracht von Ulrike Syha wird in Chemnitz, Zorn von Nino Haratischwili am Deutschen Theater Göttingen, Nur Nachts von Sibylle Berg am Akademietheater Wien uraufgeführt.
Der männliche Kollege Franzobel fügt seinem knappen Moser immerhin den Untertitel Die Passion des Wochenend-Wohnzimmergottes hinzu (UA im Wiener Theater in der Josefstadt). Nis-Momme Stockmann und Markus Bauer hingegen rufen mit ihren Titeln bekannte Vorbilder auf: Kein Schiff wird kommen (UA in Stuttgart) und Das Schweigen im Walde (UA in Aalen).
Ein wahrer Uraufführungsflash steht dann Ende Februar bevor: RUHR.2010 gibt sich die Ehre und lädt die Besucher zu einer Odyssee Europa durch sechs verschiedene Theater ein. Dabei gibt es neue Stücke von Grzegorz Jarzyna, Péter Nádas, Emine Sevgi Özdamar, Christoph Ransmayr, Roland Schimmelpfennig und Enda Walsh. Und am gleichen Wochenende tritt das Münchener Theater Halle 7 auch noch mit einem Festival Neuer Dramatik in Fernkonkurrenz.
Was Andrea Breth, Frank Castorf, Stephan Kimmig und Dimiter Gotscheff treiben? Hier geht es zur Gesamtvorschau für den nachtkritik-Februar 2010. Kurz ist der Februar, lang ist die Kunst!
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archiv
Hier finden Sie alle auf nachtkritik.de veröffentlichten Beiträge.
Zur Pforte des Archivs führen zwei Wege. Entweder über die Volltextsuche "Suche" (das Feld in der rechten Spalte ganz oben, Sie müssen den Suchbegriff eingeben und auf "Suche" klicken) oder über zwei alphabetische Ordnungen im Menüpunkt "archiv".
Unter "archiv" finden Sie eine alphabetische Gliederung nach Stücktiteln (die auch die bestimmten Artikel der, die das umfassen). Und Sie finden eine alphabetische Liste der Städte mit den dazu gehörigen Theatern, durch die Sie sich bis zum Gewünschten durchklicken können. Wer über das Alphabet suchen geht: nicht wundern, die Ergebnisse werden immer unter der Städteliste angezeigt. Also: scrollen!
Sie können auch das Glossar konsultieren, Unterabteilung des Menüpunkts "Porträt und Profil", und im Aufbau befindlich. Dort sind die Archivinhalte noch einmal alphabetisch und lexikalisch sortiert. Von A wie Achternbusch bis Z wie Zuschauer.
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