Donnerstag, 24. April 2014

Die Top 10 des Theaters

Jeden Mittwoch NEU!

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porträt & profil

wlan-tweetup thalia-theaterImmer mehr Theater laden zum Livetwittern
ein. © @ThaliaTheater

23. April 2014

Der digitale Spiralblock

Die sozialmedialisierten Zuschauer der Zukunft werden kaum noch so ticken wie wir. Schon heute fühlt sich mancher Digital Native essentiell eingeschränkt, wenn er im Theater sein Telefon ausschalten soll. Aber das muss er gar nicht mehr überall. Denn an immer mehr Theatern heißt es: Smartphones an! Das Publikum wird zum Livetwittern eingeladen. Was sich auf dem Feld Twitter und Theater tut und wie die Sozialen Medien im Theater funktionieren (könnten), beschreibt Anne Peter.

Mehr Reportagen, Essays, Porträts und Reden

 

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heidelberger stückemarkt

Schwimmenlernen1 280 ThomasAurin u"Schwimmen lernen" © Thomas AurinHeidelberg, 24. April 2014

Wahrheitssucher

Beim Heidelberger Stückemarkt gibt es den NachSpielPreis, ein Wettbewerb, der einen zweiten (oder dritten) Blick auf ein neues Stück wagen will. Drei Inszenierungen gehen ins Rennen: 20 000 Seiten von Lukas Bärfuss, Eine Schneise von Händl Klaus und Schwimmen lernen von Marianna Salzmann. Was genau sie von den Uraufführungen unterscheidet, steht in den Inszenierungsporträts.

Mehr zum Heidelberger Stückemarkt

 

die nachtkritik

dasfest2 560 ju ostkreuz uIn übergroßen Pullovern: "Das Fest" in
Stuttgart © JU_Ostkreuz

Stuttgart, 21. April 2014

Wahrheit ist Arbeit

Thomas Vinterbergs und Mogens Rukovs Film Das Fest war der Gründungsfilm der dänischen Dogma-Bewegung, und auch am Theater hat der Stoff eine lange Karriere hinter sich. Wurde etliche Male inszeniert mit seiner schauerlichen Thematik, den Konflikten in einer hochbelasteten Situation. Christopher Rüping hat sich nun in Stuttgart an die Familienaufstellung gewagt. Mehr von Verena Großkreutz.

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gemein & nützlich – blog

23. April 2014

Kurzer Geburtstagsgruß

romeojuliet1

Letzte Woche widmete ihm die "Zeit" gleich mehrere Seiten anlässlich des 450. Geburtstags, der auf den heutigen Tag datiert ist. Aber warum kompliziert, wenns auch einfach geht: Die Cartoonistin Mya Gosling hat William Shakespares Stücke in dreiteiligen Comicstrips gezeichnet. Webcomics nennt sie diese kurze Form, die seine Dramaturgie auf den Punkt bringen: verliebt, gekrönt, gemordet. Eine Auswahl gibt es auf www.goodticklebrain.com.

Für alle halbseidenen Beobachtungen, die in Theaterkritiken aus guten Gründen keinen Platz finden, gibt es eine Verwendung: die manchmal gemeinen, aber stets nutzlosen Diagramme. Heute: Die Wahrheit über Theaterhomepages & Corporate Design.

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international

nemzetishinhaz 280 wikimediaEuropas Schlachtschiff gegen die Globalisie-
rung? Das Budapester Nationaltheater
© Wikimedia

Budapest, 20. April 2014

Theater vs. Mcdonaldisierung

Das Budapester Nationaltheater versteht sich unter seinem neuen Intendanten Attila Vidnyánszky auch als Bollwerk gegen die Globalisierung, den ihr unterstellten identitätsnivellierenden Sog. Das neue Theaterfestival M.I.T.E.M. präsentierte dort nun – mitten in der Ukraine-Krise – Produktionen von Nationaltheatern: hauptsächlich aus ehemaligen Sowjetrepubliken und einstigen Ostblockstaaten. Ein anderes Theater? Ein anderes Europa? Mehr von Esther Slevogt.

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presseschau

Umbau des widerständigen Menschen

24. April 2014. Eine Serie im Zeit-Feuilleton fragt nach den Folgen des Begriffs vom Neuen Realismus, der unter Philosophen, Künstlern und Architekten die Runde macht. In dieser Woche schreibt Bernd Stegemann darüber, wie das postmoderne Theater wider Willen dem Kapitalismus diene. Denn es verwandele den widerständigen Menschen in eine allzeit reaktionsbereite Service- und Konsumkraft. Mehr in der Zusammenfassung.

"Anfang der 1990er-Jahre habe ich den Film 'Vacas' von Julio Médem gesehen", erzählt Schauspieler Sebastian Blomberg Ulrich Seidler von der Berliner Zeitung im Gespräch über den im letzten Jahr gestorbenen Dimiter Gotscheff. "Er ist erzählt aus dem Blick der Kühe, die irgendwie immer schon da waren und sein werden. (...) Diese Kühe wissen ungeheuer viel, denken sich ihren Teil und schauen dem Geschehen schweigend zu." So eine Kuh sei Mitko, also Gotscheff, gewesen. "So fühlte man sich von ihm angesehen. Mit den liebevollen Augen eines Rinds."

Im Freitag spricht der britische Dramatiker Mark Ravenhill im Interview über William Shakespeare. Ravenhill hält die Beschäftigung mit der historischen Person nicht für produktiv, weil die Idee von Autorenschaft viel weniger ausgeprägt gewesen sei. "Es gibt Stücke, wo andere mitgeschrieben haben. Man sollte sich besser mit dem Inhalt auseinandersetzen, zum Beispiel mit den Kontexten der elisabethanischen und jakobinischen Zeit."

Wie geht es weiter in Dessau? Wann wird die Schauspielsparte geschlossen? Oder gibt es doch noch Rettung? Der Kultur Sachsen-Anhalts widmete sich Deutschlandfunk in einer hitzigen Live-Sendung mit u.a. mit Kultusminister Stephan Dorgerloh, Dessaus Intendant André Bücker und der Dessauer Bürgermeisterin Sabrina Nußbeck. Die Mitteldeutsche Zeitung fasst die Veranstaltung hier zusammen.

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kritikenrundschau

Die Zeitungskritiker von nah und fern sind unzufrieden und kritisieren das Allzubekannte. Wir waren nach der Premiere viel positiver gestimmt.

Überregionales Verständnis, regionale Verachtung; so die Kritik. Wir waren zwiegespalten.

Milde Urteile in den Dresdner Blättern, gar nicht milde reagierten wir.

Mal mehr, mal weniger angetan sind die Damen und Herren der Kritik von Bastian Krafts Pop-Lesart des Schulbuchklassikers. Wir schon.

Die Kritikerin ist amüsiert und angenervt. Ähnlich wir, allerdings mit mehr Schlag zur Unterhaltung.

Die Kritiker sind von der ungestümen Inszenierung angetan. Wie wir.

Die Kritiker aus der Region zeigen sich amüsiert. Wahrscheinlich haben sie genauso wenig verstanden wie wir, das aber kam bei uns etwas positiver an.

Die Kollegen vor Ort sind ziemlich entgegengesetzter Meinung. Wir waren ganz beeindruckt, wenn wir auch ein wenig Kritisches anzumerken hatten.

Die Kritiker aus der Region sind unzufrieden mit der halbherzigen Aktualisierung. Wir hatten auch Kritisches anzumerken.

Der Kritiker aus der Stadt findet den Abend richtig gut. Wir fanden das auch: ein starker Abend.

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debatte

livestream 280 cuvelliers uGleich geht's los: Livestream aus dem Theater.
Foto: Screenshot

16. April 2014

Auf die Plätze, fertig, stream!

Inszenierungen produzieren. Dem Abonnentenpublikum zeigen. Aus! Kein Wunder, dass Stadttheater zunehmend als analoges Auslaufmodell gilt. Doch es könnte sich als Router in der Netzgesellschaft neu verorten. Zum Beispiel, in dem es seine Produktionen per Livestreaming einem größeren Publikum öffnet. Sagt Tina Lorenz, Bloggerin und Kulturpolitikerin für die Piraten.

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bücher

buch politicsofinterweaving1

22. April 2014

Alles ist verflochten

Es gibt in der Theaterwissenschaft ja regelmäßig Opfer zu beklagen. Diesmal ist das Konzept der Interkulturalität dran. Es besagte in etwa: Treffen sich zwei, entsteht etwas Drittes. Doch dieses Konzept ist entgültig abgespielt, zu Gunsten eines neuen Modells: dem der "Verflechtungen von Theaterkulturen". So heißt auch der neue Sammelband The Politics of Interweaving Performance Cultures: Beyond Postcolonialism, der jetzt vom Berliner Forschungskolleg unter Erika Fischer-Lichte herausgegeben wurde. Friederike Felbeck hat ihn gelesen.

Am 23. April jährt sich zum 450. Mal der Geburtstag von William Shakespeare. Daten wie dieses kurbeln natürlich immer auch kräftig die Buchstabenproduktion an. Als ob Shakespeare-Bücher nicht schon viele Regalkilometer füllen würden! Und doch: Neue profunde Bücher gibt es u.a. von Frank Günther, Hans-Dieter Gelfert und Isaac Asimov. Den anschwellenden Tsunami der aktuellen Jubiläumsliteratur hat Rainer Nolden gesichtet.

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