Mittwoch, 03. September 2014

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Die Top 10 des Theaters

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bücher

cover-lehmann tragoedie 280hoch2. September 2014

Fremd zu sein bedarf es wenig

Was kommt 15 Jahre nach dem "Postdramatischen Theater"? Damals beschrieb Theaterwissenschaftler Hans-Thies Lehmann das "neue" Theater, das weder Textvorlage noch Handlung kennt; inzwischen ein Standardwerk der Theaterwissenschaft. 15 Jahre später nun: Tragödie und dramatisches Theater. Die eigene Gegenposition? Dirk Pilz las die 700 Theorieseiten und hat einige Fragen.

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gemein & nützlich – blog

gun19

2. September 2014

Viel zu extrem

Zurück aus dem Sommerurlaub: die manchmal gemeinen, aber stets nutzlosen Diagramme. In ihnen verarbeiten wir all die halbseidenen Theater-Beobachtungen, die in Theaterkritiken aus guten Gründen keinen Platz finden. Heute: Die Wahrheit über Theater-Grenzgänger.

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die nachtkritik

Werther2 280 PhilippOttendoerfer u"Werther" in Bielefeld © Philipp Ottendörfer

Bielefeld, 1. September 2014

Die Perücke rutscht!

Sich lustig machen über Die Leiden des jungen Werthers ist nicht schwer, das lernt man schon in der Schule. Aber kann Goethes Briefroman so aufs Theater gebracht werden, dass er wahrhaft lustig ist? Mitsamt bitterem Ende? Caroline Stolz macht am Theater Bielefeld die Probe aufs Exempel – mit drei Schauspielern, drei Mikrophonen, drei Perücken, einer Menge Ginkgo-Laub sowie einem Laubpuster. Mehr von Kai Bremer.

Basel, 1. September 2014. Das Theaterfestival Basel ist im Gange. Gestern liefen dort unter anderem der Iwanow des iranischen Regisseurs Amir Reza Koohestani und Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen von Sibylle Berg in der Gorki-Inszenierung von Sebastian Nübling. Zur Festivalübersicht mit allen von nachtkritik.de besprochenen Abenden.

Klingt wie ein frühes Lied der Beatles, ist aber die Unterschrift von Johann Wolfgang Goethe in Briefen an Charlotte von Stein: Your Lover Forever. Weil von Frau von Stein wiederum keine Schreiben erhalten sind, haben 14 Autorinnen Nachdichtungen der Stein'schen Briefe verfasst: Mit dabei Sibylle Berg, Justine del Corte, Kathrin Röggla. Lily Sykes hat den Briefreigen für das Kunstfest Weimar inszeniert. Das kritische P.S. setzt Frauke Adrians.

Das Jahr 1914, das Jubiläum des Weltkriegsausbruchs durchweht zurzeit vielerorts die Spielpläne der Theater. Die Perspektive des Theater-Tanz-Abends I am von Lemi Ponifasio hat allerdings Seltenheitswert. Folgt er doch den Stimmen, die aus Kaiser-Wilhelm-Land herüberschallen, aus den deutschen Kolonien im pazifischen Ozean, die damals ins globale Kriegsgeschehen hineingezogen wurden. Die Erstaufführung bei der Ruhrtriennale sah Friederike Felbeck.

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presseschau

2. September 2014

Abwehrreflex auf Castorf & Co.?

Die Neue Zürcher Zeitung beschäftigt sich ausführlich mit dem Phänomen der Bürgerbühnen und fragt: Sind sie eine Reaktion auf das hochreflexive, dekonstruktive Gegenwartstheater in der Tradition von Frank Castorf? Mehr in der Zusammenfassung.

2. September 2014. In ihrem Theaterblog für den Guardian schreibt Lyn Gardner über die Bedeutung internationaler Koproduktionen für die britische Theaterszene und hebt u.a. Forced Entertainment und die Talliner-Münchner-Londoner Simon-Stephens-Umsetzung "Three Kingdoms" hervor. Link zum Guardian.

Und wieder Neues von den Kommentaren im Netz. Von Anfang an waren die LeserInnen-Kommentare wesentlicher Bestandteil von nachtkritik.de. Inzwischen sind die Wortmeldungen des Publikums längst überall Standard. Aber stehen sich Journalismus und seine Adressaten wirklich auf Augenhöhe gegenüber? Im Netz gibt es seit langem Auseinandersetzungen über die sich in Kommentaren äußernde vox populi. Wir haben uns bemüht, wichtige, neuere Beiträge zusammenzutragen. Hier eine Zusammenfassung.

Die Süddeutsche Zeitung nutzt – wie schon Ende vergangener Woche die Wiener Tageszeitung Die Presse – den Rückblick auf die diesjährigen Salzburger Festspiele, um grundsätzlich an der Ausrichtung des Edel-Festivals zu zweifeln. Hier die Zusammenfassung.

Nachgereicht: Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom Samstag redete Jonathan Meese über die Realität und den Betrieb der Kunst und sagte, dass der Hitlergruß zu ihm gehört wie rote Farbe. Hier der Link zur FAZ.

Das erste Jahr seiner Intendanz am Schauspiel Köln war nicht leicht, aber Stefan Bachmann gibt sich im Interview mit der Kölnischen Rundschau (30.8.2014) entspannt. In Finanzverhandlungen mit der Stadt könnte dem Intendanten ein Gutachten in die Karten spielen, das eine Unternehmensberatung erstellt hat. Mehr in der Zusammenfassung.

Dem Berliner Tagesspiegel gibt Burgschauspielerin Caroline Peters ein schönes Interview über HD-Fernseher und Youtube, die Berliner Volksbühne und die Band-Auftritte bei René Pollesch. Mehr in der Zusammenfassung.

Für die Serie "Thüringen, deine Theater" stellt die Thüringer Allgemeine (30.8.2014) das Theaterhaus Jena im Gespräch mit Ko-Leiter und Geschäftsführer Marcel Klett vor. Das Haus bewegt sich auf der "Grenze zwischen Stadttheater und professioneller freier Szene". Hier der Link zur Thüringer Allgemeinen.

Als Kommunikator und Teamplayer und Liebhaber des Vierspartenhauses porträtiert die "Welt" (30.8.2014) den bisherigen Oldenburger und künftigen Mainzer Intendanten Markus Müller. Mehr in der Zusammenfassung.

In einem letzten gemeinsamen Interview für den Wiener "Standard" (30./31.8.2014) sprechen der scheidende Intendant Alexander Pereira und die Präsidentin des Kuratoriums der Salzburger Festspiele Helga Rabl-Stadler über ihre Konflikte und die Unterdotierung des Festivals – und ziehen Bilanz. Hier der Link zum Standard.

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kritikenrundschau

Eine betont unterhaltsame "Werther"-Inszenierung haben die KritikerInnen in Bielefeld erlebt. Uns fehlten die Zwischentöne.

Was Charlotte von Stein an Goethen geschrieben haben könnte: Tolle Idee, tolle Brief-Fiktionen, finden die anderen Kritiker, aber die Inszenierung genügt nicht. Uns ging's ähnlich.

Nass und schön finden die Hamburger und Berliner (wo die Produktion nach ihrer Kampnagel-Premiere bei Tanz im August gastierte) KritikerInnen dieses japanische "Überfallkommando". Auch wir ließen uns – nicht ungern – überrollen.

Mit einer Ausnahme schaut die regionale Kritik wohlwollend auf den Mix aus quälender Langsamkeit, mythischer Dunkelheit und berückender Bildlichkeit in Lemi Ponifasios "I am". Auch wir folgten dem Abend ein Stück weit.

Technisch spitzenmäßig gemacht, aber das sei auch ein Problem des Abends, denn das Theater muss schauen, wo es bleibt, so der Kritikertenor über Katie Mitchells The Forbidden Zone bei den Salzburger Festspielen und jetzt auch in Berlin. Wir waren milder und sahen bereits in Salzburg einen Abend voller Kraft.

Obwohl sie teilweise auch ein bisschen was dran auszusetzen haben, sind die Damen und Herren Zeitungskritiker am Ende doch alle in den Bann dieser Kriegsgrundbohrung geraten – so wie wir.

Eine erste Kritik senkt entschieden den Daumen ob dieses Gastspiels beim Zürcher Theaterspektakel. So wie wir.

Ein bisschen naiv finden die KritikerInnen das Ganze schon, was die einen aber weniger, die anderen etwas stärker stört. Wir vermissten sozialkritische Tiefenbohrungen.

Von vereinzelten Gänsehautmomenten ist zu lesen, auch manche Einsicht nehmen die KritikerInnen in NRW aus diesem Opern-Lecture-Abend mit. Aber der letzte Funken Begeisterung bleibt aus. Auch wir blieben moderat und ließen uns von der Musik, dort wo sie ganz in den Vordergrund tritt, einnehmen.

Nicht begeistert, aber durchaus angetan schrieb die lokale Zeitungskritikerin von diesem Abend des Big Dance Theater, der die überregionale ebenso wenig überzeugt wie uns.

Gut gemeint, aber schlecht gemacht, so winken die Berliner RadiokritikerInnen ab. Wir waren gewillt, zwei Augen zuzudrücken.

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international

edinburgh fringe 1. – 25. August: The Fringe
© Edinburgh FestivalFringe Society

Edinburgh, 28. August 2014

49.497 Vorstellungen

Das Vereinigte Königreich würde mit der Unabhängigkeit Schottlands etwas großes abgeben müssen: Und zwar das weltgrößte Kunstfestival, das Edinburgh Festival Fringe. Die diesjährige Ausgabe endete soeben. Was bleibt von den läppischen knapp 50.000 Vorstellungen? Andrew Haydon hat zwar nicht alle Shows gesehen, aber trotzdem so einige Perlen gefunden.

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debatte

spielstaetten ruine bad hersfeld 560 c bad hersfelder festspiele uDie Stiftsruine von Bad Hersfeld
© Bad Hersfelder Festspiele

Berlin, 26. August 2014

Ruinöses aus Amazon-Stadt

Dem Intendanten der Bad Hersfelder Festspiele, Holk Freytag, wurde fristlos gekündigt, weil er angeblich die Sparvorgaben der Stadtverwaltung nicht umsetzen wollte. Die gleichzeitig die Ansiedlung von Amazon mit neun Millionen Euro subventionierte. Weder Proteste des Festspiel-Ensembles, noch eine von inzwischen 10.000 Menschen unterschriebene Resolution gegen den Beschluss konnten die Lokalpolitiker bislang umstimmen. Und obwohl die Stadt Bad Hersfeld nur ein Fünftel des Festspiel-Budgets bezahlt, wollen die Politiker der osthessischen 30.000-Einwohner-Gemeinde in Zukunft den Spielplan bestimmen. Ein beispielloser Vorgang in der deutschen Kulturpolitik, meint Frank-Patrick Steckel und hält eine Philippika gegen den Putsch.

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porträt & profil

kill your darlings 280 esther becker fotoc olivia suter xFreischaffend und freischwebend: Esther
Becker  © Olivia Suter

24. August 2014

Grüsse von der Insel

Die Schweiz, das ist "Ja für Mundart im Kindergarten" und "Nein für Zuwanderung", das ist das fehlende "ß" auf der Computertastatur, und üppige Fördermöglichkeiten für freie Theaterschaffende. Die Dramatikerin und Schauspielerin Esther Becker lebt seit elf Jahren als Deutsche in der Schweiz und erzählt wie es sich anfühlt, ein Land lieben zu lernen, das manchmal, aber nur manchmal mit Gegenliebe geizt.

In Oldenburg vergibt das Theater von Winfried Wrede seit einigen Jahren Künstler-Residenzen für Freie Gruppen. Flausen – Young Artists in Residence heißt das Stipendienprogramm. Wrede sammelt Geld bei Stiftungen und Kulturinstitutionen, dafür können die Freien Gruppen frei von Ergebniszwang agieren. Benno Schirrmeister porträtiert das Projekt.

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magazinrundschau

magazin 8 14

21. August 2014

Der Verlust einer Sinnschicht

Saisonbilanzen und Rückzugsgefechte, denen der Bühnentext ausgesetzt ist (und wie Bühnenbildner mit diesem Verlust umgehen) beschäftigen u.a. in diesem Monat die Theatermagazine. So sie überhaupt erschienen und nicht in den Sommerschlaf gefallen sind. Mehr in der Magazinrundschau August von Wolfgang Behrens.

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