Samstag, 29. November 2014

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die nachtkritik

WarumlaeuftHerrR1 280 JUOstkreuz u"Warum läuft Herr R. Amok?" in München
© JU Ostkreuz

München, 28. November 2014

Spiel mir das Lied vom Biedermann

Mit "Fegefeuer in Ingolstadt" hat die Regisseurin Susanne Kennedy im vergangenen Jahr an den Kammerspielen und auch beim Berliner Theatertreffen einer überaus beklemmenden Form des stillgestellten Steh-Reigens gehuldigt. Lässt sich das noch steigern? Mit Warum läuft Herr R. Amok (nach dem Film von Fassbinder) hat sie es jetzt versucht. Und Michael Stadler restlos überzeugt!

Berlin, 28. November 2014. Tschechow mit Down-Syndrom? Geht denn das? Frank Krug und seine drei Darstellerinnen Nele Winkler, Juliane Götze und Rita Seredßus haben es an den Sophiensaelen gewagt. Doch diese Schwestern wollen nicht einfach nur nach Moskau … Von einem eindringlichen Abend berichtet Christian Baron.

Basel, 28. November 2014. Das berühmte Wirtschaftskrisenstück Kasimir und Karoline von Ödon von Horváth aus dem Jahr 1932 rechnet am Einzelschicksal vor, wie die Ökonomie sich liebeszerstörend in die Beziehungen frisst. Die niederländische Theatermacherin Ulrike Quade hat mit ihrer Compagnie die Geschichte nun mit Puppen und Tänzern in Szene gesetzt. Christoph Fellmann berichtet.

Leipzig, 28. November 2014. Die Frage, wer man ist, kann manchmal schwer zu beantworten sein. Und manchmal führt sie erst recht zur Totalauflösung der Restidentität. Im neuen Stück Die zweieinhalb Leben des Heinrich Walter Nichts von Lukas Linder geht es um Kalamitäten wie diese. Alexandra Wilke hat es uraufgeführt, und Tobias Prüwer sah zu.

Was hat Ellida nur mit dem Wasser? In Henrik Ibsens Die Frau vom Meer, in Emanzipationsfragen durchaus mit der "Nora" verwandt, bleibt das lange in der Schwebe. Dafür geht's zwischen den Eheleuten bald ans Eingemachte. Bei Stephan Kimmig am Deutschen Theater ist vom Wasser nur noch die Dusche übriggeblieben. Für Sophie Diesselhorst blieben weitere Fragen offen.

Ein Mann, der längst die Kontrolle über sein Leben verloren hat, findet im Müll ein Kind. Das verändert alles in Steven Uhlys Romanerfolg Glückskind. Den hat Nicole Oder jetzt am Volkstheater Rostock uraufgeführt. Mit dabei: Juliane Voigt.

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debatte

the wooster groups the emperor jones 280 photo by paula court h"The Emperor Jones" von der New Yorker Wooster Group © Paula Court

26. November 2014

Dein Blackface ist so langweilig!

Das alte Schwarz-Weiß-Denken, das sich im Anmalen von Gesichtern niederschlägt, hat sich auch drei Jahre nach Aufflammen der  Blackfacing-Debatte nicht verflüchtigt. Zeit für einen frischen Zwischenruf: Wie sich das Stadttheater in seinem ästhetischen Umgang mit Andersheit von den Nachbarkünsten inspirieren lassen kann, das beschreibt die Theaterwissenschaftlerin Joy Kristin Kalu.

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kritikenrundschau

Irgendwie kommt den Kritikern die Moral von Ibsens Stück etwas veraltet vor. Und der Zugriff von Stephan Kimmig wirkt auf sie auch nicht sonderlich frisch. Auf uns auch nicht.

Von Setting und Logististik dieser Theaterperformance beeindruckt zeigt sich die Kritik in Funk und Print. Die wir als ziemlich schlaues Infotainment empfanden.

Über leidenschaftliche Grabenkämpfe zwischen Alt und Jung, Poppern und Psychologiefreunden berichtet die Presse und findet Armin Petras' Adaption des Wilhelm-Raabe-Umweltromans – mit einigen prominenten Ausnahmen – ziemlich überzeugend. So wie wir.

Große Begeisterung bei der Kritik über die Dramatisierung des berühmten Romans von Siegfried Lenz. Und doch: etwas fehlt, finden manche. Wir auch.

Ein wenig entgeistert sind sie schon, die Printkolleginnen und -kollegen, in welcher Weise sich dieser hochmögende Stoff durch den Komödienschredder jagen läßt. Aber manche haben dann doch ihre (klammheimliche) Freude daran. Wir allerdings weniger.

Ja, Sandra Hüller, das ist was, sagen die Kritikerinnen zu Tom Schneiders Tanztheaterabend im Werkraum der Münchner Kammerspiele. Aber der Rest? Wir fanden's anregend.

Alle Kritiker können dieser Kombination aus Stücken von Andres Veiel und Mario Salazar etwas abgewinnen, alle erheben auch hier und dort Einwände. Nicht anders als wir.

Eine intensive Flüchtlingsgeschichte hat ein regionaler Kritiker erlebt, genau wie wir.

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bücher

cover selamopera 140

25. November 2014

Jeder Stadt einen Operndolmuş

"Selam Opera!" heißt ein Berliner Projekt, das Musiktheater in Kiezcafés, deutsch-türkische Begegnungsstätten und Altenheime bringt. Die Komische Oper Berlin als Organisatorin versteht sich dabei als lernende Institution, die sich intern umbauen will. Der Band Selam Opera! Interkultur im Kulturbetrieb liefert nun ein Sammelsurium von Texten, die über das Modellprojekt hinaus reichen und zu dem Thema einiges zu sagen haben. Mehr von Elena Philipp.

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presseschau

27. November 2014

Über den Tellerrand

"Besonders als Künstler darf man doch das Thema Diskriminierung und Rassismus nicht totschweigen. Wir müssen offen damit umgehen. Die Kultur sollte Denkanstöße geben und die Menschen anregen, über den Tellerrand hinauszusehen", sagt Thomas Stimmel, der seine Diplomarbeit über "Apartheid im klassischen Gesang" geschrieben hat, der Süddeutschen Zeitung im Interview über sein Arbeitsleben als schwarzer Opernsänger.

Die Wiener Tageszeitung Die Presse meldet, dass der österreichische Kulturminister Josef Ostermayer heute vormittag die neuen bzw. neuen alten Aufsichtsräte der Bundestheater-Holding, des Burgtheaters, der Volksoper, der Staatsoper und der Art for Art benannt hat. "Alles beim Alten gilt ausgerechnet für das Kontrollgremium der Burg", schreibt Judith Hecht. Ostermayer wünsche trotz der Skandale des letzten Jahres dort keinerlei personelle Veränderung.

27. November 2014. Die Welt porträtiert die Theaterfotografin Birgit Hupfeld.

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porträt & profil

holtz konrad wolf preis 2014 280 marcus lieberenz xJürgen Holtz  © Marcus Lieberenz

Berlin, 19. November 2014

Wir können uns nicht ins Bett verkriechen

Wenn es so etwas wie ein Urgestein des deutschen Theaters gibt, dann ist er es: der Schauspieler Jürgen Holtz, geboren 1932, berühmt in Ost und West, ein unbeirrbares, ein streitbares Theatertier. Am Sonntag erhielt Jürgen Holtz den Konrad-Wolf-Preis der Akademie der Künste. Seine Dankesrede, in der er der Kulturnation die Leviten liest, gibt's hier.

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magazinrundschau

collage magazinrundschau 11-14Die Theatermonatsmagazine, diesmal mit
Lettre International

18. November 2014

Sind wir nicht alle ein bisschen Anklam?

Die Stadttheaterdebatte schaut über den Umweg der Niederlande auch im November bei uns vorbei. Mit einem Gastauftritt in der Magazinrundschau ist diesmal auch Lettre International dabei, in dem Alain Badiou theaterphilosophische Vollwertkost auffährt. Außerdem: Einbruch der Performance in die Oper und DDR-Nachwehen. Mehr von Wolfgang Behrens.

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