Simons, Johan

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Begriff Definition
Simons, Johan

Johan Simons, 1946 im niederländischen Heerjansdam geboren, ist Regisseur und seit der Spielzeit 2015/2016 Intendant Ruhrtiennale.

Simons studierte Tanz an der Rotterdamer Tanzakademie und Schauspiel an der Theaterakademie in Maastricht. Viele Jahre war er als Regisseur und Schauspieler in der freien Szene der Niederlande aktiv. 1979 gehörte er zu den Mitbegründern des Wespetheater, das sich vom Werkstheater inspirieren ließ. 1982 gründete Simons das Regiotheater, das 1985 mit dem Theaterensemble Acht Oktober zur Theatergroep Hollandia verschmolz. Als Koregisseur stieß 1987 Paul Koek dazu, der 1993 zweiter künstlerischer Leiter wurde. 2001 fusionierte die Theatergesellschaft Hollandia mit dem Zuidelijk Toneel Eindhoven zu ZT Hollandia. 2000 erhielt Simons für seine innovative Arbeit im italienischen Taormina den Europäischen Theaterpreis. 2014 wurde ihm von der Stiftung Preußische Seehandlung der Theaterpreis Berlin verliehen.

Als Gastregisseur war Simons seit 2001 zunehmend auch in Deutschland erfolgreich. Von 2005–2010 leitete er das NT Gent. Von 2010-2015 war er als Intendant der Münchner Kammerspiele der Nachfolge von Frank Baumbauer. Kurz nach Amtsantritt erläuterte Simons seinen Enthusiasmus für das deutsche Theatersystem.

Im Dezember 2014 erhielt Johan SImons den mit 150.000 Euro dotierten Prins Bernhard Kulturfonds Preis. Der Preisträger kündigte an, satzungsgemäß die Hälfte des Preises an einen Kulturfonds zur Förderung des Theternachwuchses weiterzugeben.

Im Februar 2016 wurde bekannt, dass er ab 2017 die Nachfolge von Anselm Weber am Schauspielhaus Bochum antreten soll.

Texte von Johan Simons auf nachtkritik.de:

Über ein Theater der Nationen - Rede zum 125. Jubiläum des Burgtheaters am Wiener Ring (10/2013)

Nachtkritiken zu Inszenierungen von Johan Simons:

Merlin bei der Ruhrtriennale (9/2007)

Hiob an den Münchner Kammerspielen (4/2008)

Bulger/Die Friseuse Szenische Einrichtung beim Stückemarkt des TT08

Vergessene Strasse bei der Ruhrtriennale (8/2008)

Drei Farben an den Münchner Kammerspielen (3/2009)

Instinct bei den Wiener Festwochen (6/2009)

Kasimir und Karoline (gemeinsam mit Paul Koek) beim Hellenic Festival Epidauros (7/2009)

Kasimir und Karoline (gemeinsam mit Paul Koek) am Schauspiel Köln (12/2009)

Underground/Die Kontrakte des Kaufmanns in Berliner HAU (1/2010)

Hotel Savoy an den Münchner Kammerspielen (10/2010)

Winterreise an den Münchner Kammerspielen (2/2011)

Die Perser an den Münchner Kammerspielen (5/2011)

E la nave va an den Münchner Kammerspielen (9/2011)

Gesäubert /Gier /4.48 Psychose an den Münchner Kammerspielen (1/2012)

Die Straße. Die Stadt. Der Überfall an den Münchner Kammerspielen (10/2012)

Judas an den Münchner Kammerspielen (12/2012)

König Lear an den Münchner Kammerspielen (3/2013)

Onkel Wanja an den Münchner Kammerspielen (4/2013)

Die Straße. Die Stadt. Der Überfall als Gastspiel beim Berliner Theatertreffen (5/2013)

Dantons Tod an den Münchner Kammerspielen (9/2013)

März an den Münchner Kammerspielen (2/2014)

FaustIn and out am Residenztheater München (6/2014)

Die Neger bei den Wiener Festwochen (6/2014), später an den Münchner Kammerspielen und dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg (10/2014)

Diskussion über Rassismus und Johan Simons' Inszenierung "Die Neger" am Hamburger Schauspielhaus (10/2014)

Das schweigende Mädchen an den Münchner Kammerspielen (9/2014)

Deutschstunde am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (11/2014)

Unser Dorf soll schöner werden an den Münchner Kammerspielen (2/2015)

Hoppla, wir sterben! an den Münchner Kammerspielen (4/2015)

Accattone bei der Ruhrtriennale (8/2015)

Das Rheingold bei der Ruhrtriennale (9/2015)

Die Fremden bei der Ruhrtriennale (9/2016)

Der Schimmelreiter am Thalia Hamburg (11/2016)