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Vorerst gerettet

Schwerin, 10. November 2011. Die Insolvenz des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin ist vorerst abgewendet. Wie  Deutschlandradio Kultur meldet, ergab die Aufsichtsratssitzung am gestrigen Abend, dass das Land Mecklenburg-Vorpommern dem Theater 500.000 Euro Soforthilfe zur Verfügung stellt. Den gleichen Betrag wolle die Stadt über einen vom Land genehmigten Kassenkredit aufnehmen. Damit sei die aktuelle Spielzeit gesichert.

Wie in der gestrigen Meldung umrissen, erhebt die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern weiterhin Forderungen nach Strukturveränderungen. Nach einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung in Halle sollen die benachbarten Landkreise Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim sich als Gesellschafter an der Finanzierung des Theaters beteiligen. Die Landräte Birgit Hesse und Rolf Christiansen (beide SPD) hätten bereits zuvor ihre Bereitschaft dazu signalisiert, allerdings betont, dass der Ausgleich des Kreishaushaltes oberste Priorität habe, wie der NDR auf seiner Webseite meldet.

Außerdem forderte die Landesregierung die Mecklenburgische Staatskapelle in Schwerin solle mit der Norddeutschen Philharmonie in Rostock über eine Fusion verhandeln. Zudem sollen für die Beschäftigten des Mecklenburgischen Staatstheaters neue Haustarifverträge ausgehandelt werden. Es drohten Entlassungen vor allem bei der Staatskappelle.

(Deutschlandradio Kultur / ndr.de / chr)