Freitag, 18. April 2014

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Die nachtkritik-Charts – oder die beinahe wissenschaftliche1 Antwort auf die Frage:
Was müsste ich eigentlich mal angucken?

 

  1. (1)Molière:
    Die Schule der FrauenRegie: Herbert Fritsch
    Hamburg, Deutsches Schauspielhaus Hamburg
  2. (4)Thomas Bo Nilsson:
    MeatRegie: Thomas Bo Nilsson
    Berlin, Schaubühne Berlin
  3. (2)Yael Ronen & Ensemble:
    Common GroundRegie: Yael Ronen
    Berlin, Maxim Gorki Theater Berlin
  4. (3)Nis-Momme Stockmann:
    Die kosmische Oktave (UA)Regie: Ulrich Rasche
    Berlin, Sophiensaele Berlin
  5. (5)nach Erich Maria Remarques:
    FrontRegie: Luk Perceval
    Hamburg, Thalia Theater Hamburg
  6. (6)Harold Pinter:
    Der HausmeisterRegie: Andrea Breth
    München, Residenztheater München
  7. (-)Henrik Ibsen:
    Die WildenteRegie: Stephan Rottkamp
    Braunschweig, Staatstheater Braunschweig
  8. (-)Liao Yiwu:
    Fräulein Hallo und der BauernkaiserRegie: Max Claessen
    Münster, Theater Münster
  9. (-)Bertolt Brecht:
    Der gute Mensch von SezuanRegie: Antje Schupp
    Ulm, Theater Ulm
  10. (7)Bertolt Brecht:
    Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo UiRegie: Tilmann Köhler
    Dresden, Staatsschauspiel Dresden
  11.  

    1 Die nachtkritik-Charts erfassen die Stimmenvielfalt aus Nachtkritiken, Kritikenrundschauen und Leserbeteiligung in einem Algorithmus. Die zehn Inszenierungen, die aus diesem Zahlenspiel resultieren, sind nicht die größten, stärksten oder tollsten, sondern schlichtweg zehn Theaterabende, die bei Kritik und Publikum in der deutschsprachigen Schweiz, Österreich und Deutschland gerade für verstärkte Aufmerksamkeit sorgen. Die Charts werden ein Mal pro Woche aktualisiert. In Klammern steht die Vorwochenplatzierung. Charts-Tag ist Mittwoch.
    (aktueller Stand: 16. April 2014)




    Kommentare (169)

    1. nachtkritik-Charts: überflüssig und lächerlich
    Eine wirklich absurd überflüssige und fast lächerliche Einrichtung...
    ---- , 04. Mai 2011 - 07:38 Uhr
    2. nachtkritik-Charts: hervorragend und lustig
    Eine ganz hervorragend und lustige Idee.
    chartfan , 04. Mai 2011 - 09:40 Uhr
    3. nachtkritik-Charts: sicherer Weg
    Prognose: weder überflüssig und lächerlich, noch hervorragend und lustig, sondern ein sicherer Weg zu mehr Clicks (gut) und mehr Leserbriefen (auch von Lobbys), die einzelne Inszenierungen auf die Liste hieven wollen. Wetten?
    Th. Rothschild , 04. Mai 2011 - 10:12 Uhr
    4. nachtkritik-Charts: Glückwunsch zum Vierten
    Naja, nicht daß jetzt die "gut"-"prima"-"klasse Abend"-Kommentare, die durch die neuen Kastengrößen eher nahegelegt werden, zu sehr auf den Algorithmus schlagen, sonst werden die diversen Theater noch einige 1-Euro-Jobber anstellen, um Aufführungen ihres Hauses dementsprechend zu pushen etcpp., auch Falk Richter könnte da wieder schwach werden, seine Abende in tausend Zungen selbst zu besprechen. Aber, ernsthaft: Der Rankingflut ist übergenug in diesem Land, es erscheint mir höchst albern, dieses Spiel bei nachtkritik de. auch noch verstärkt zu kultivieren, zumal nachtkritik de. sich vor kurzem noch im "Abstiegskampf" befand; es reicht gerade, wenn in NRW und Hessen die Regional-TTs zu "Exellenztreffen" umfunktioniert werden, ganz dem windschnittigen Zeitgeist (Bologna !) folgend, währenddessen andere Regionaltreffen vielleicht ganz eingestampft werden (siehe Beiträge zum Norddeutschen Theatertreffen): mir wird Stockmanns Tirade gegen das "Bewertungskompetenzgold" vom vorigen Jahr wieder ein wenig sympathischer: auch ein Effekt. Aber, was ich eigentlich schreiben wollte: Glückwunsch zum Vierten, nachtkritik de., ein Alter, in dem "man" meist schon beginnt, "Charts" zu verwerfen..
    Arkadij Zarthäuser , 04. Mai 2011 - 10:22 Uhr
    5. nachtkritik-Charts: Blick wird verengt
    Solche Listen verengen den Blick und verkleinern das Denken. Schade.
    georg , 04. Mai 2011 - 10:39 Uhr
    6. nachtkritik-Charts: Gebt mir ein Leitbild
    Wann kommen eigentlich die facebook-teilen- und find-ich-gut-Buttons, ohne die eine Theaterseite neuerdings auch nicht mehr auskommt? Man müsste mal wieder ins Theater gehen. Ja, aber in welches bloß? Bitte, gebt mir ein Leitbild.
    Stefan , 04. Mai 2011 - 11:12 Uhr
    7. nachtkritik-Charts: das Nachdenken
    "Ein Algorithmus ist eine aus endlich vielen Schritten bestehende eindeutige Handlungsvorschrift zur Lösung eines Problems oder einer Klasse von Problemen." (Wikipedia)
    Frage: Gab es irgendein Problem zu lösen, oder werden Probleme nicht erst dadurch geschaffen, etwas als lösbar erscheinen zu lassen, was in Wirklichkeit aber von endlos vielen anderen Faktoren abhängt? Habt ihr Euch da ein extra Programm schreiben lassen oder wie funktioniert euer Zauber-Algorithmus? Das in Listen Denken lenkt den Menschen vom eigentlichen Nachdenken ab. Und was macht jetzt eigentlich der Theaterbesucher einer Stadt, die hier nicht aufgelistet ist? Muss der sich jetzt mit seinem Scheiß-Theater abfinden oder braucht der sich nur eine Bahncard zu kaufen, um endlich gutes Theater zu sehen? Probleme über Probleme, gut dass es Nachtkritik gibt.

    Hinweis der Redaktion:
    Sehr geehrter Stefan,
    die Liste gibt Links zu Texten, an deren Beschreibungen und Wertungen man - sofern man dem Link folgt - konkret überprüfen kann, was Kritiker und Publikum an dem zugrunde liegenden Abend bewegt, was sie inhaltlich und ästhetisch daran umtreibt. Die Charts sind also einer von mehreren Wegen hin zu einem Nachdenken über das Theater. Sie bewahren für Leser über die Tagesprogramme hinaus diejenigen Abende auf, die eine gesteigerte Aufmerksamkeit erhielten.

    Stefan , 04. Mai 2011 - 11:38 Uhr
    8. nachtkritik-Charts: wie man die Welt organisiert
    Bin mit Platz 1 voll und ganz einverstanden. Diese Produktion ist berührend, erhellend und mitunter irritierend - also alles, was gutes Theater braucht. "Before your very eyes" ist auch mein Liebling des Jahres bislang.
    Ob man solche Listen grundsätzlich braucht, ist umstritten, seitdem die Popliteraten anfingen die Welt nach dem Modell der Charts zu organisieren. Aber wer's nicht mag oder braucht, muss ja nicht diese nachtkritik-Charts anklicken. Die Neugierde lässt's viele dennoch tun. So what.
    Friedhelm Teicke , 04. Mai 2011 - 11:45 Uhr
    9. nachtkritik-Charts: nichts Verengendes gesehen
    @ Georg
    Wenn ich auf dieser Liste Rudolstadt, Gob Squad und das Burgtheater Wien zusammen sehe, dann kann ich nicht finden, dass das den Blick verengt. Oder jedenfalls nicht mehr als die tägliche Feuilletonberichterstattung aus den großen Theatern oder das Theatertreffen mit seiner Leuchtturmpolitik. Warten wir doch mal ab, was sich da tut auf diesen Listen. Die Idee kommt mir ganz lustig vor.
    Hans-Peter Ivo , 04. Mai 2011 - 12:01 Uhr
    10. nachtkritik-Charts: der Klick macht's
    @Redaktion
    Mag ja sein, dass man beim Lesen darauf kommt, aber lesen tut man doch auch ohne Charts, oder etwas nicht? Ich kann daraus keinen Algorithmus ableiten. Es ist schon so wie Th. Rothschild schreibt, der Click macht`s. Das ist letztendlich auch nur eine andere Art von Find-Ich-Gut-Button.
    Stefan , 04. Mai 2011 - 12:39 Uhr
    11. nachtkritik-Charts: gab es je vergleichbar Komisches?
    Nun gut, Lustiges wird es bestimmt geben von Woche zu Woche; dafür sorgt alleine schon eben jener "Algorithmus", der jetzt wahrscheinlich das Coca-Cola-Rezept als geheime Verschlußsache
    ablösen wird (ist auf jeden Fall immer wieder ein bißchen spannend, zu verfolgen, ob sich das "Klick-" und Postingverhalten
    signifikant ändert, aber die Ranking-Flut-Hinweise überwiegen bei mir dennoch): vor allem wird es dann wohl eine sehr ungewöhnliche Chart-Liste werden, da es ja Inszenierungen gibt,
    die auslaufen (beispielsweise die "Hundsprozesse" am 22.5.2011). Soetwas wie "Charts mit Verfallsdatum", und wenn das Stück dann zum TT eingeladen wird mit "Reentryxhance qua TT-Nominierung"- gab es je vergleichbar Komisches ?
    Man stelle sich vor, Herr Pilz bespricht ein Theaterbuch, in dem auch Kritiken älterer Stücke vorkommen, und plötzlich wird wieder verstärkt beispielsweise Steins "Kirschgarten" diskutiert, oder es gibt eine neue Videoedition bestimmter Stücke, die dann wieder aufgefrischt diskutiert werden etcpp.:
    vielleicht sind ein paar Angaben darüber, wie der besagte "Algorithmus" das alles auswurstet, nicht weniger amüsant als das ganze Unternehmen, das ja offenbar auf zur Zeit laufendes Theater verweisen soll (also stimmt dann die "Verfallsdatumsversion" ??) -"nur" auf das von nachtkritik de.
    besprochene ?, oder werden jetzt zur Unterstützung der Charts die Leserkritiken mit Kommentarfunktion versehen ??-.
    Witzig sind ja auch die Klammern mit den Vorwochenplatzierungen: Waren die Kieler "Cäsars" Ihrerzeit auch Top Ten, und wo liegen sie heute ?
    Jetzt interessiert mich das wirklich schon fast..
    Arkadij Zarthäuser , 04. Mai 2011 - 13:07 Uhr
    12. nachtkritik-Charts: blöde Facebook-Statistiken
    Ich finde diese Charts genauso blöd wie die theater- heute- spielzeit -end Ausgaben mit den Menschen des Jahres. Ich dachte, genau davon wollte sich Nachtkritik mal unterscheiden... Ich finde, daß sind blöde Facebookstatistiken.
    Mutti , 04. Mai 2011 - 13:51 Uhr
    13. nachtkritik-Charts: man erhält Anregungen
    @ Stefan

    Daß ich nicht an solche Listen glaube, ist die eine Sache, daß
    "man" Theaterabende gut und gerne auch ohne sie aufzufinden in der Lage sein kann (es gibt vielfältige Möglichkeiten), haben Sie zum Beispiel gerade wieder bewiesen, indem Sie den 1.Mai nutzten, die jetzige Chart-Nr. 6 anzusteuern. Ihre Seite und -nicht zuletzt- der Bolzplatz, wie Sie ihn einst nannten, sind immer wieder einmal gut für eine kleine Empfehlung, auch wenn "man" diese ebenfalls nicht gegen das Eigenerleben und Selbstfinden eines Abends setzen/ausspielen sollte, die wohl das A und O bleiben sollten und bleiben werden; mit einem Wort: man erhält halt Anregungen
    (bei "Die Sorgen und die Macht" und "Schernikau, Sehnsuchtsland" war das für mich sehr hilfreich und schön, sympathisch und wohltuend -soetwas können "wir" ja versuchen, mit anderen "Bolzern" weiterhin zu tun, dann wird man Halle und Chemnitz auch nicht so schnell als "Provinz" abkanzeln, als seien wir alle Römer und nur Rom lebenswert etcpp., im übrigen sind die kleinen Veränderungen auf der Linkliste Ihres und eines "Nachbarblogs" von mir nicht unentdeckt geblieben, eine weitere begrüßenswerte Entwicklung meineserachtens, by the way: "Wo ist eigentlich Flohbär geblieben ???"). Grüße aus dem neuen Internetcafe am Kieler Südfriedhof !
    Arkadij Zarthäuser , 04. Mai 2011 - 14:01 Uhr
    14. nachtkritik-Charts: redundant
    Ich empfinde diese Chartslisten auch irgendwie als redundant. Diese passen zu den Worten von Hartwig Vens, welcher sich in der aktuellen "Spex" auf den britischen Musikjournalisten und Kulturwissenschaftler Mark Fisher und dessen Buch CAPITALIST REALISM beruft. Zitat Vens:

    "Womit wir es heute zu tun haben, ist nicht die INKORPORATION von vormals subversiven Haltungen, Praktiken, Artefakten, sondern ihre PRÄKORPORATION: 'Die Vor-Formatierung und Gestaltung von Wünschen, Bestrebungen und Hoffnungen durch die kapitalistische Kultur.'"

    Ich such mir meine Theaterereignisse lieber selbst aus. Und ob das dann mit irgendwelchen Charts übereinstimmt oder nicht - mir doch egal.
    Britta , 04. Mai 2011 - 14:43 Uhr
    15. nachtkritik-Charts: mehr ein Spiel
    entspannt euch! es gibt auf nachtkritik doch jede menge kritiken und rundschauen, kommentare und so, die charts sind doch nur dazu, was lustiges, mehr ein spiel, das muss man doch nicht so verbissen nehmen,.
    list , 04. Mai 2011 - 14:50 Uhr
    16. nachtkritik-Charts: den Untergang des Theaters ausrufen
    @ list
    Die Verbissenheit ist das Charakteristikum des Nachtkritik-Users. Auch wenn hier 1000 seriöse Angebote gemacht werden, wird sich der User immer auf das "h" von posthum oder auf das kleine spielerische Surplus stürzen, um den Untergang des Theaters und überhaupt aller Kultur auszurufen.
    Hans-Peter Ivo , 04. Mai 2011 - 15:16 Uhr
    17. nachtkritik-Charts: System leuchtet mir nicht ein
    PRÄKORPORATION ist schön, darf ich das mit Vorkauen oder Vorverdauen übersetzen, dann passt es gut. Wir würden demzufolge als Verwerter von Chartlisten Wiedergekäutes in uns aufnehmen. Nun wird ja von Nachtkritik behauptet, dass sich die Chartplatzierung aus der Wertung verschiedener Kriterien und Bewertungen zusammensetzt, also keine reinen Verkaufscharts sind, was im Theater auch kaum machbar wäre und eher verzerrend zu Gunsten großer ausschlagen würde. Mir leuchtet das System trotzdem nicht ein, schon durch die Vorauswahl überhaupt auf Nachtkritik besprochen zu werden, wird eine Präkorporation, oder ich würde mal besser Präqualifizierung sagen, vorgenommen. Ein Nonameprodukt wird nicht sofort von Null in die Top-Ten stürmen, wenn nicht vorher ein bisschen nachgeholfen wird.
    Stefan , 04. Mai 2011 - 15:26 Uhr
    18. nachtkritik-Charts: Unverständnis
    das wort lustig in diesen zusammenhängen ist dermassen unpassend und dann geht doch einfach nochmal dsds in der wiederholung schauen - was sollen solche listen und charts?
    erna , 04. Mai 2011 - 20:37 Uhr
    19. nachtkritik-Charts: nur Premieren der letzten Woche
    das sind doch lediglich die premieren der letzten woche. also, jeden mittwoch, wird ab jetzt noch einmal die liste der premieren der letzten woche als "charts" bekanntgegeben? ist nk das opfer von dubiosen marketingstrategen geworden? so kriegt man das kleine restaurant auch nicht mehr hoch

    (Werte Vanessa,

    "Der gute Mensch von Sezuan" hatte bereits am 14. April Premiere, "ÜberLeben" am 8. April, "Platonow" am 1. April.

    MfG, Georg Kasch für die Redaktion)
    vanessa , 05. Mai 2011 - 00:32 Uhr
    20. nachtkritik-Charts: Wo bleibt die Substanz?
    Willkommen bei der BRAVO.
    Sie entweihen das Theater.
    Sie entweihen die Kunst.
    Die Hitliste widert mich an.
    Die Hitliste ist mir peinlich.
    Wo bleibt die Substanz?
    Wenn Sie Ihre Richtung weiter verfolgen wollen, nehmen Sie sich nun ein Beispiel am Kicker und benoten die Schauspieler und stellen ein Ensemble des Premierenwochenendes zusammen.
    Theatercharts - ich fass es nicht.
    Bitte, lassen Sie in Zukunft die Finger von diesem Metier, schließen Sie Ihre Website.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Max , 05. Mai 2011 - 01:17 Uhr
    21. nachtkritik-Charts: amüsante Untergangsstimmung
    Es ist, wenn ich das richtig verstehe, wenig mehr als eine nette Spielerei. Und geht es beim Theater nicht gerade ums Spielen - auf mehr als einer Ebene? Ich finde es allerdings noch viel amüsanter, wie einige Kommentatoren es schaffen, hierin eine Art Untergang der abendländischen Kultur, des Theaters und der Kunst überhaupt zu sehen. Die Nachtkritik-Charts als Vorbote der Apokalypse - ein wie ich finde hübscher Gedanke.

    PS: Man kann die Gesichtmusuklatur übrigens auch zu anderen Dingen als der Herstellung von Sorgenfalten nutzen...
    Prospero , 05. Mai 2011 - 09:51 Uhr
    22. nachtkritik-Charts: alltägliches Aufmerksamkeitstheater
    In einer auf Ranking versessenen Gesellschaft folgt es einer allgemeinen und weiteren Tendenz kultureller Infantilisierung und bedient das alltägliche Aufmerksamkeitstheater. Der allgemeine und auch zufällige Durchsatz wird plötzlich in Reihenfolge "objektiviert" - als ob es bei Kunst einen solchen Reihenfolgen - Vergleichswert gäbe. ( ganz abgesehen davon, dass die einzelnen Inszenierungen sicher Qualität haben etc....)Schade .

    Peter , 05. Mai 2011 - 10:34 Uhr
    23. nachtkritik-Charts: das Gegenteil von Vielfalt
    Auch ich empfinde die Nachtkritik Charts als befremdlich gerade auf dieser Seite, weil sie den allgemeinen Trend noch befördern, dass eine Produktion dann ein Erfolg ist, wenn sie die größtmögliche Aufmerksamkeit in der (überregionalen) Presse erlangt. Wer in diesen Charts ganz nach oben kommen will, muss eine Uraufführung zu einem möglichst provokativen Thema auf den Spielplan setzen, die Premiere zu einem Skandal ausbauen und möglichst noch den Widerspruch von lokalen Politikern hervorrufen: Daraus resultiert, ganz viel Aufmerksamkeit und vielleicht der Sprung auf die Nummer eins. Wer jedoch am Stadttheater XY einen jungen Regisseur engagiert, der sich anschickt, einen Klassiker aus heutiger Sicht mit ruhiger Hand zu durchdringen, wird es kaum nach ganz oben schaffen. Gerade Nachtkritik geht es doch um die VIELFALT der deutschen Theaterlandschaft, die Einrichtung einer Hitliste (wie ernst sie auch immer gemeint sein mag) verkörpert das genaue Gegenteil. Schade!
    Jack , 05. Mai 2011 - 10:53 Uhr
    24. nachtkritik-Charts: mal genau auf die Liste gucken
    wie man an dieser liste sehen kann, ist das quatsch: keine uraufführung oder provokante themen oder sonstwas, sondern gute inszenierungen offenbar. man muss dann schon mal genau auf die liste gucken und die kritiken lesen, ehe man hier herumschimpft. und ich dachte immer, auf nachtkritik sind leute unterwegs, die lesen können. offenbar nicht, aber blöken kann jeder.
    @jack , 05. Mai 2011 - 12:00 Uhr
    25. nachtkritik-Charts: muss man nicht nutzen
    Ist es denn so dass sich nachtkritik über diese charts definiert? Das scheint mir nicht der fall zu sein, aber einige hier tun so, als ob mit diesen charts der rest der nachtkritik abgeschafft sei. Ich werde mir diese charts vielleicht mal aufrufen, weil ich z.b. diese erste liste ganz interessant finde (kimmig auf 10, ist da die premiere nicht schon ein paar wochen her? 2 x köln, naja, aber immerhin auch leipzig und rudolstadt), und wenn ich keine lust darauf habe, dann rufe ich sie eben nicht auf. Wieso sind denn immer so viele von einem neuen angebot geschockt? Sie müssen es ja nicht nutzen.
    @alle , 05. Mai 2011 - 12:57 Uhr
    26. nachtkritik-Charts: Wahrnehmung und Algorhitmus
    @ 25.: Ach so, und Sie wollen hier jetzt also für "alle" sprechen? Allerdings geht es mir persönlich gar nicht um das "Geschockt-Sein", auch nicht um den "Untergang des Abendlands". Es geht lediglich um die Frage, ob man diese Listen wirklich braucht. Als ob man die Wahrnehmung von Theater in demselben Maße "algorithmisch" objektivieren könnte wie das Toreschießen beim Fussball. Da würde ich mich Peters (22.) Formulierung anschließen.
    Britta , 05. Mai 2011 - 13:31 Uhr
    27. nachtkritik-Charts: Unmöglichkeit und Methode
    Bööh, ich würde hier gerne noch mal reinblöken wollen. Auch ich habe mir die Liste angesehen und war sogar in einigen der Inszenierungen. Das mag ja alles so ganz schlüssig sein und sicher auch einen nette Spielerei. Was aber definitiv nicht sein kann, ist die Platzierung von Christiane Pohles Drei Schwestern in dieser Liste. Wie geht das, bei zwei guten und zwei schlechten Kritiken, 2 Kommentaren und jeder Menge Zuschauer die in der Pause gegangen sind? Ich kann das nachvollziehen auch Berliner Kritiker sind in der Pause gegangen. Die Inszenierung ist schlichtweg misslungen und steht hier auf Platz 6 und Drei Leben nur auf Platz 10!?

    (Anm.
    Verehrter Stefan, ein Zeitfaktor arbeitet gegen alle Inszenierungen, sodass die Charts in Bewegung bleiben. So erklärt sich, dass "Über Leben", das überdurchschnittlich viel Aufmerksamkeit erhielt, aber schon Anfang April erschien, bereits in den unteren Rängen zu finden ist. Die Charts listen nicht das ultimativ Bleibende (wer könnte das auch!), sondern halten aktuell stark beachtete Abende über den Premierentag hinaus im Bewusstsein. Für eine gewisse Zeit. Sie ersetzen also keine Jahresumfragen und ähnliches.
    Gruß von den Redaktions-Chartisten)
    Stefan , 05. Mai 2011 - 13:38 Uhr
    28. nachtkritik-Charts: Zeit und Minderung
    @ Redaktion
    Aha, also auch noch ein Zeitfaktor, wie schlägt der sich denn nieder? Ich weiß ich bin penetrant, aber ist denn eure Formel so geheim wie das Coca-Cola-Rezept, dass man sie hier nicht mal öffentlich machen kann?

    (Lieber Verehrter, Sie sagen es geradeheraus und ganz zutreffend: Coca Cola. Die Ingredienzien der wirklichen Erfolge bleiben geheim. Es ist eigentlich wie beim Theater, da wissen wir ja auch nie warum dies klappt, aber jenes gar nicht. Also: geheim, geheim, geheim.)
    Stefan , 05. Mai 2011 - 14:38 Uhr
    29. nachtkritik-Charts: Cola und Vita-Cola
    Na dann hört mal her, ihr Re(d)Aktion-(Ch)Artisten, dann trinke ich eben ab heute Vita-Cola, da weiß ich wenigstens was nicht drin ist.

    (Lieber verehrter Herr Stefan,
    obwohl es sich bei Vita Cola um den ehemaligen Sponsor des hierorts außerordentlich geschätzten FC Hansa Rostock handelt, können wir nicht wirklich zum Genuss zuraten. Sie wissen ja aus Erfahrung selbst: Der Zitruszusatz verdirbt den Geschmack.
    Mit besten Wünschen
    die Redaktion)
    Stefan , 05. Mai 2011 - 15:41 Uhr
    30. nachtkritik-Charts: Gekleistert und Grabenkrieg
    ach leute, spendet für japan oder fangt ähnlich sinnvoleres mit eurer zeit an ..

    da gibt's dann jetzt also diese charts. nach irgendwelchen kriterien zusammengekleistert, welche zu verraten sich die redaktion zu schade ist.
    diese debatte ist doch jetzt schon genauso enervierend wie der alljährliche tt-grabenkrieg

    wer wissen will, wohin es gehen sollte, schaut in die liste rein und gut is'.
    und wem das alles am allerwertesten vorbeigeht, der lässt es bleiben.
    der mensch ist doch ein selbstbestimmtes dingens und so. your decision. raus in die sonne.
    Miranda , 05. Mai 2011 - 16:42 Uhr
    31. nachtkritik-Charts: Absicht und Ziel
    Jetzt hat diese Bestenliste schon voll ihr Ziel erreicht. Eine Diskussion anzuregen, hoffentlich nicht nur über Sinn und Unsinn solcher Listen. Die Inszenierungen sind es auf jeden Fall wert diskutiert zu werden. Ein Weg den Blick zu weiten und zu denken-wer es will und kann.

    (Lieber Lautreamont,
    bitte, keine Bestenliste. Inszenierungen, die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, trifft es genauer.
    Gruß
    nikolaus merck)
    Lautreamont , 05. Mai 2011 - 17:22 Uhr
    32. nachtkritik-Charts: Ranking und Durchschnitt
    In jedem Ranking steckt ein ökonomischer Verwertungsgedanke, in dem man sich auf eine wie auch immer gehaltene Allgemeinheit bezieht, die das ganze auf seine Verdaulichkeit hin prüft, das bereitet im Zusammenhang mit Kunst und Theater einfach Unbehagen, egal wie spielerisch oder lustig das ist, man fokussiert und Abseitiges oder Schräges fällt mangels infrastruktureller Aufmerksamkeit durch den Rost - man einigt sich auf den konsumierbaren und "angesagten" Durchschnitt...das ist auch in der Musik leider schon gängige Praxis und schlicht Langweilig
    Peter , 05. Mai 2011 - 17:29 Uhr
    33. nachtkritik-Charts: Kwas, Gesichtsmuskeln und 1 Bitte
    Genau. Vita Cola ist gewöhnungsbedürftig, aber nicht ohne Anwert, denn dank des auch mir bekannten Zitruszusatzes erinnert dieses Erfrischungsgetränk (!) gerne einmal daran, daß die Gesichtsmuskulatur noch für andere Übungen gut ist als zum Sorgenfaltenlegen; ich habe letztens erst meinen Lieblings-Kwas gefunden (wie
    schön wäre das, wenn der FC Energie dafür werben könnte, wie schön ist die Pleite von RB Leipzig !!) und brauche jenen Ami-Fusel nicht mehr (aus dem Cola- ins Kwasalter der Geschmacksnerven ?!), weitestgehend. Für meinen Fall geht es ja auch weder um den Untergang des Abendlandes noch den Untergang dieser Seite,da gibt es auf den 1000 seriösen Pfaden gewiß mehr Stoffe, das zu diskutieren, schön, wenn jemand hier die 1000 "seriösen" Pfade sieht, das Spiel dann jenseits von seriös und nochmals seriös, noch nicht einmal um die Frage danach, ob die Seite nachtkritik de. nun qua "Charts" einen Zitrusgeschmack erhält, es ist nun einmal offenbar nur nicht "mein" Spiel (das verkrafte ich), und soll es auf ansteuerbare Inszenierungen verweisen, bindet es schlichtweg durchaus redaktionelle Kraftreserven, darf ich vermuten, auch wenn das strenggenommen auch nicht mein Bier ist: daher mein Hinweis auf "auslaufende Inszenierungen", frei nach dem Motto:
    "Unsere Nr. 1, nur noch diese Woche bzw. zum TT wieder in den "Charts"", und begünstigt vermutlich jenes von Herrn Rothschildt und mir annährend zeitgleich in die Tasten gehauene anzunehmende Postingverhalten: auch das darf ich skeptisch sehen, ohne gleich eine Litanei über Abendlanduntergang und Gesichtsmuskeln zu vernehmen, erst recht nicht von Postern, die ihre Seite -trotz (selbstbekundet) großen Fußballinteresses- klinisch rein von spielerischem Einfluß mir zu halten scheinen.

    (Lieber AZ,
    wissen Sie, Sie würden den gestressten RedakteurInnen und Lesern die Lektüre ungemein erleichtern, wenn Sie Ihrem Plaudern ein wenig Straffung und mehr Kürze angedeihen ließen.
    Herzlicher Gruß
    nikolaus merck für die Redaktion)
    Ahoy Brause , 05. Mai 2011 - 19:56 Uhr
    34. nachtkritik-Charts: nie genug Charts in der Welt
    Ich finde ja immer, es kann nicht genügend Charts in der Welt geben, und hier bei Nachtkritik im Besonderen gefällt mir der ironisch-subjektive Unterton des Scheinobjektiven. Eigene Charts zu erstellen war schon immer eines meiner Hobbies (siehe in meinem Blog), und ich kann's den Nachtkritiklern nicht verdenken, mit mir ein Hobby zu teilen: Prima!
    David Gieselmann , 05. Mai 2011 - 20:14 Uhr
    35. nachtkritik-Charts: Austeilen, einstecken
    Sehen Sie, Herr Merck, da haben Sie es mal wieder, die Sache mit dem Humor, dem Austeilen- und Nicht-Einsteckenkönnen; Sie hätten einfach nur antworten brauchen auf
    einfache Fragen zu dieser Ranking-Liste (der Hinweis auf den Charakter der Charts,
    auf aktuell laufendes Theater zu deuten, stammt von Seiten nachtkritik de.s), anstatt hier anmaßend den Gemeinwillen der Leserschaft zu geben: jetzt verraten Sie ein wenig davon, wie brüchig es um den redaktionellen Spielsinn bestellt ist, zumindestens wenn bestimmte Kräfte dieses Amt verwalten! Die "Gänseparabel" von Kierkegaard, dessen 198. Geburtstag heute ist, paßt gut zu den Charts- senden Sie sie oder senden Sie sie nicht, es ist jetzt tatsächlich mein letzter Beitrag bei
    nachtkritik de. in dieser Spielzeit (zwecks Straffung und Kürze).
    Arkadij Zarthäuser , 05. Mai 2011 - 21:05 Uhr
    36. nachtkritik-Charts: öffentlicher Anspruch
    wenn du das privat machst, ist das doch super, ein Portal ist einfach mit seinem "öffentlichen"
    Anspruch anders konditioniert...
    Peter , 05. Mai 2011 - 21:09 Uhr
    37. nachtkritik-Charts: Kierkegaards nachtkritik-Charts
    "Das Gänsegleichnis" von Sören Kierkegaard zu Zeiten der nachtkritik-Charts

    Ein Haufen schnatternder Gänse wohnt auf einem wunderbaren Hof. Sie veranstalten alle 7 Tage eine herrliche Parade. Das stattliche Federvieh wandert im Gänsemarsch zum Zaun, wo der beredte Gänserich mit ergreifenden Worten ...; um es kurz und leserlich zu machen: Fliegen tun sie nicht !!
    Arkadij Zarthäuser , 05. Mai 2011 - 21:16 Uhr
    38. nachtkritik-Charts: was man nicht schauen muss
    aber bitte auch die top 10 für: "was ich unbedingt nicht angucken muss"! bitte bitte bitte, damit es mal amtlich ist, wieviel müll auch auf den bühnen gegeben wird... ach, gleich eine top 50 dafür. bitteeee!
    ..@.. , 05. Mai 2011 - 23:10 Uhr
    39. nachtkritik-Charts: neu auf Platz 1
    Ich gehe mal davon aus, dass die nächsten Nachtkritik-Charts eine neue Nummer 1 haben: die Nachtkritik-Charts!
    Prospero , 06. Mai 2011 - 08:16 Uhr
    40. nachtkritik-Charts: schauen oder nicht-schauen
    @ ...@... alles was nicht auf der liste ist, mußt du nicht schauen. klar?
    vanessa , 06. Mai 2011 - 08:25 Uhr
    41. nachtkritik-Charts: nicht so wichtig wie der Untergang des Abendlands
    Ich habe gestern zum ersten Mal hier einen Kommentar abgegeben, weil ich die Idee nicht glücklich fand. Heute noch einmal den Fortgang überflogen. Kluge und dumme, nichts sagende und lustige Argumente, das Ergebnis ist unscharf, banal und ermüdend, eben der Durchschnitt - auch eine (Chart) Allegorie auf die Zufälligkeit der Leute, die sich angesprochen gefühlt und geäussert haben. Mir ist es inzwischen egal, der Gegenstand der Erregung verflogen - in meinen Augen hat die Redaktion ein bisschen an Achtung verloren, weil ich den gedanklichen Ansatz billig und falsch finde - das ist weder der Untergang des Abendlandes - noch wichtig - aber es sind ja eh nur die Summen kleiner Schritte, die uns egal sind, die letztlich den Blick verändern. Meine Lust auf Kommentare ist vorerst gestillt. Aber eine interessante Erfahrung.
    Peter , 06. Mai 2011 - 08:42 Uhr
    42. nachtkritik-Charts: Wunschkonzert
    Kierkegaard eignet sich leider nicht für eine Bewertung der "Charts", die Parabel ist eher ein Beispiel für die Differenz von Wunsch und Wirklichkeit. "Das Leben ist eben kein Wunschkonzert", so heisst es etwas knapper beim Volke.
    Die Liste ist doch herrlicher Stoff für Missverständnisse, lieber Herr Merck, es handelt sich natürlich nicht um eine "Bestenliste", sondern nur um eine "Liste der Besten".
    Lautreamont , 06. Mai 2011 - 09:47 Uhr
    43. nachtkritik-Charts: zuviel Zeit?
    aha. dafür soll man also spenden. die überlastete und unterfinanzierte nachtkritik redaktion hat zu viel zeit und installiert aus langeweile alberne gimmiks, anstatt zb mal öfter in aufführungen der freien szene zu gehen oder bessere jungautoren zu casten.
    p.o.p. , 06. Mai 2011 - 10:47 Uhr
    44. nachtkritik-Charts: ich schäme mich
    also wirklich, das ist schon peinlich, sone lieblingsauswahl. wenn es wenigstens eine offene internetwahl gäbe. da fehlen nur noch die 10 (...) inszenierungen, die man auf keinen fall sehen sollte!

    ich schäme mich für euch.
    pionier1 , 06. Mai 2011 - 12:52 Uhr
    45. nachtkritik-Charts: Hilfe!, wie konservativ
    Mein Gott seit sind hier viele Konversativ. Es gibt Kinocharts, Musikcharts.... Warum dann nicht Theatercharts? Ich gehe jedenfalls mit diesen Tabellen um wie mit allen Charts: Ich freue mich sehen zu können, was grade heiß diskutiert wird (ungleich was "in" ist) und mache mir dann selber ein Urteil, welches Stück ich interessant finden könnte. So eine kleine Idee hilft ein bisschen, Theater wieder hip zu machen. Finde es manchmal nervig, dass das Publikumsalter in dem ich sitze meistens dreißig Jahre über dem meinen ist.
    Frank , 06. Mai 2011 - 15:28 Uhr
    46. Charts: verdient
    verdient ganz oben in den charts- zwei wirklich uneingeschränkt empfehlenswerte inszenierungen des maxim-gorki-theaters!
    gorki-fan , 11. Mai 2011 - 11:21 Uhr
    47. nachtkritik-Charts: Mittelakquise als Spiel
    Wieso ? Der TT-Erpulat und die TT-Jelinek- das TT ist doch zum einzigen Hymnus darauf verkommen, gut, wenn Herr Krug im "Freitag" zumindestens an den Hype erinnert und ein wenig für historische Einbettung und Erdung von dat Janze sorgt-, die
    sind doch beide von nachtkritik de. besprochen und beherrschen beinahe die Szenerie (oder täuscht das)- das scheint der Algorithmus, einzig er ?!, anders zu sehen.
    Richtig für mich, was Peter schrieb: Ökonomischer Verwertungszusammenhang- die Charts: das ist Mittelbeschaffung pur, was dahintersteht: Spendinos kleine Schwester !
    Coca-Cola wäre hier ja eher "Theater heute": Wenn deren Club ein Rostocker Spieler gefällt, na, dann wird er halt gekauft, mindestens um ihn geworben: "Freunde fürs Leben" -wie es bei Th
    so treffend heißt- gesucht !, Karrieren (der NachtkritikerInnen) geschmiedet. Nachtkritik ist selbstbewußter geworden, so scheint es, versteht sich selbst wohl fast schon als das neue, jedenfalls als das von morgen, Leitmedium des Theaters: Adieu Regietheater, es lebe das (Nacht-) KritikerInnentheater: Charts sind für einige Gemüter wie der erste Schritt dorthin, Mittelaquise wird als Spiel kaschiert unterdes; man muß das nicht so "ängstlich" sehen, denke ich, kann aber den Einwand einiger hier sehr gut verstehen: die Charts stehen im Umfeld manch anderer Entscheidung der letzten Zeit: nachtkritik de. war beim Friseur..

    (Sehr geehrter Herr Jokovic,
    Die Charts von nachtkritik.de listen jüngst zur Premiere gebrachte und entsprechend aktuell beachtete Inszenierungen; die fraglos viel beachteten Einladungen des Theatertreffens fallen aus dem zeitlichen Raster heraus.
    für die Redaktion Christian Rakow)
    Predrag Jokovic , 11. Mai 2011 - 13:09 Uhr
    48. nachtkritik-Charts: Frage + Antwort
    Wo sind denn jetzt die Wochennummern hin? Gehört es nicht zu einer Chart-Liste, daß ich sehen kann, wie lange sich der eine oder andere Titel schon auf diesem oder jenen Platz hält, aufsteigt oder abrutscht?


    (Werter Leser,
    Sie haben ja Recht, die Vorwochen-Platzierung gehört zu den Charts dazu. Und ab nächsten Mittwoch werden Sie sie bei uns auch finden.
    Schöne Grüße,
    Anne Peter für die Redaktion)
    @Redaktion , 12. Mai 2011 - 11:39 Uhr
    49. nachtkritik-Charts: die Halbwertszeit von Listen
    Eine Liste vom vergangenen Mittwoch, also vom 11. Mai? "Car Wash / Das Gestell" "müsste ich eigentlich mal angucken"? Pech gehabt. Die Doppelvorstellung fand am 7. Mai zum letzten Mal statt. So kurz ist die Halbwertzeit von Listen.

    (Sehr geehrter Herr Rothschild,
    die jüngsten Premieren, nicht die nachfolgende Spielplangestaltung der Theater sind Gegenstand der Charts. Immerhin befindet sich "Das Gestell" weiter im Repertoire des Stuttgarter Hauses.
    Mit den besten Grüßen aus der Redaktion, Christian Rakow)
    Th. Rothschild , 13. Mai 2011 - 07:59 Uhr
    50. nachtkritik-Charts: wenn das Lieblingsgericht aus ist
    Verehrter Herr Rakow, danke für die Auskunft. Und doch ergibt sich die Frage, wie man sich im Sinne der redaktionellen Fußnote "eigentlich mal angucken" soll, was einem die Spielplangestaltung vorenthält? Wie ich es sehe, gibt es zwei Möglichkeiten: Man formuliert den Satz um ("hätte ich eigentlich mal angucken müssen"), oder man nimmt Rücksicht (im Sinne von Vor-Sicht) auf den Spielplan. Das schützt vor herben Enttäuschungen. Die ich immer empfinde, wenn just das Lieblingsgericht, das ich aus der Speisekarte gewählt habe, "aus" ist.

    (Sehr geehrter Herr Rothschild,
    ich kann Ihre Bedenken gut nachvollziehen, aber zum Glück ist das Verschwinden von Inszenierungen kurz nach der Premiere ja doch die große Ausnahme und kommt eigentlich nur bei internationalen Ko-Produktionen vor. So ist "müsste ich eigentlich mal angucken" für das Gros der Stücke zutreffend (und wenn man sehr reisewillig ist sogar für praktisch alle).
    Übrigens müssen die Berliner auf die Wiederkehr der aktuellen Nummer 1 (Gob Squad: Before Your Very Eyes) auch noch einige Zeit warten. Ich weiß gar nicht, ob es da schon Termine gibt. Die nächsten Deutschlandauftritte finden in Düsseldorf am FFT statt.
    Mit den besten Grüßen, Christian Rakow)
    Th. Rothschild , 13. Mai 2011 - 09:09 Uhr
    51. nachtkritik-Charts: Top-10-Überdauerungslänge?
    Liebe Anne Peter ! Ich denke allerdings, daß § 48 nicht die "Vorwochen-Platzierungen"
    ansprach, sondern zusätzlich die Dauer der Toptenplatzierung (Muster: "Die Hundsprozesse" (runter von 2 / 2. Woche)).
    Wäre konsequent für ne Chartliste, auch diese anzugeben, allerdings kam mir gerade
    das "Sommertheater" in den Kopf und ich konnte mich eines Grinsens nicht enthalten,
    wenn es heißen könnte "Au nöff nöff" (fest auf 1/ 8. Woche). Rostock war im Gespräch; für das Sommertheater dort ne gewisse Option, zB. "Fluch der Karibik"
    (mit Gaststar Til Schweiger) aufzulegen. Ich sehe Herrn Rakow dann förmlich vor mir:
    Fahren oder nicht Fahren - das ist hier die Frage ! Zur Not dann halt doch lieber die
    Gedserfähre nach Dänemark oder (Gänse wurden thematisiert) mit der Nils Holgersson nach Schweden !!
    Sordini , 13. Mai 2011 - 20:26 Uhr
    52. nachtkritik-Charts: Charts der verpassten Stücke
    Manmanman,
    ich mag diese Charts ja eigentlich, aber das Problem im Gegensatz zu Kino oder Musik bleibt: ich werde nie die Mittel haben die tollen Stücke zu sehen, da viele soo weit weg sind. Diese Charts bleiben wohl Charts der besten verpassten Stücke für mich :-/...
    Frank , 14. Mai 2011 - 01:02 Uhr
    53. nachtkritik-Charts: Und jetzt noch die Torschützenliste
    Ranking da! Top Ten dort! Casting überall! - Immer mehr steuert das Theater Richtung Wettbewerb. Das Leben ist ja sowieso schon ein Casting, wo du jeder Zeit Angst davor hast, nicht mehr im Re-Call zu sein, sei es bei der Wohnungssuche, bei der Studienplatzbewerbung und nun immer mehr im Theater. Preise, Wettbewerbe, Ausschreibungen und und und. Wie weit unterscheidet sich eigentlich die Struktur des Theaters noch der des Fussballs. Große Namen, viel Geld und der Sport (die Kunst) rückt in den Hintergrund!!!! Schauen wir doch mal, wäre in der Toschützenliste unter den Top Dreien ist ;)
    georgi , 18. Mai 2011 - 06:38 Uhr
    54. nachtkritik-Charts: Nachfrage
    oh, schon wieder keine wochennummern. oder gibt es jetzt ein anderes prinzip?

    (Anm. Sehr geehrte/r Charts-Beobachter/in, wir kümmern uns drum. Bei der Aktualisierung am kommenden Mittwoch werden Sie die Platzierungen der Vorwoche wie gewohnt sehen. Mit freundlichen Grüßen aus der Redaktion, Christian Rakow)
    @redaktion , 26. Mai 2011 - 09:11 Uhr
    55. nachtkritik-Charts: Deshalb spende ich regelmäßig!
    Ups !
    Das sind nicht die Vorwochenplatzierungen, sondern die aktuellen nur gedoppelt.
    Zum Spendenthema vielleicht noch eine Randbemerkung:
    Nachtkritik sagt beharrlich nicht "nachtkritik de. muß sein",
    sondern "es gibt nachtkritik de.: und das ist nicht (!) selbst-
    verständlich"; und ich finde ausdrücklich: Das ist gut so und konsequent, daß Nachtkritik daran festhält.
    Allerdings steht der "Spendenaufruf" (jetzt in einer noch bedrohlicheren Farbe, mir lag, zynisch, "Rotschild" dafür auf den Lippen) mittlerweile solange im Raum, daß ich fürchte, mancher läßt da eher die Flügel hängen, frei nach dem Motto:
    "Es geht wie mit so vielem, damals wie mit unserer "geliebten" Straßenbahn; die schönen Dinge gehen unter und bergab, und der Aufruf steht jetzt schon so lange, spende ich jetzt, so ist das vermutlich nur noch verbranntes Geld, der Tropfen auf dem heißen Stein !"
    Ich werde heute einen kleinen "Dauerauftrag" über 20 Euro im Monat installieren, um meinen Beitrag für diese großartige Seite zu leisten und mache das an dieser Stelle noch einmal publik, weil ich ernsthaft fürchte, daß die Situation im "Sommerloch" sich nicht bessern dürfte. Die Theaterfreunde in Rostock, Wuppertal, Halle etcpp. mögen einmal in sich gehen, ob nachtkritik de. nicht doch eine sehr lobenswerte Rolle bei den Schließungsdrohungen gespielt hat und ob man seinem Theater in der sogenannten Provinz nicht beinahe am besten dient, wenn man diese "Basaltheaterseite" fördert, ob es nicht eh einer Trendwende in Sachen persönlicher Beteiligung
    aus Solidarität in der Gesellschaft geben muß: durch das Verhalten jeweils Einzelner !
    Allerdings mag es auch wieder hilfreich sein, wenn nachtkritik de., wie zu Beginn, Wasserstandsmeldungen bezüglich der Spenden sendet bzw. Signale aussendet, was passieren soll, wenn etwa nur 15000 Euro zusammenkommen etcpp.: ist das Geld, das man gespendet hat, dann einfach nur futsch, oder gibt es Notfallpläne oder Ähnliches. Ich bin mit Herrn Ulf Schmidt zwar nicht der Meinung, daß das Vorgehen von nachtkritik de. sich naiv und unprofessionell ausnimmt und diese Seite gar unübersichtlich ist wie das Cockpit eines Spaceshuttles (gerade ich war vor nachtkritik de. noch nie zuvor im Internet und fand mich spielend leicht auf dieser Seite zurecht), aber einerseits lieferte er ja Zahlen und machte diverse Vorschläge, auf die zu antworten seitens nachtkritik de.s möglicherweise wirklich professioneller gewesen wäre, andererseits schien mir die Angabe von "Wasserstandsmeldungen" zu Beginn von "Spendino" garnicht so wenig vielversprechend anzulaufen: das Grundgefühl bei mir ist eindeutig, daß, wie User "wolfgangk" hier einst schrieb, es sich beim Theater tatsächlich um eine "sleeping Beauty" in etwa handelt: Magazine wie "akt" (Köln) und "Godot" (Hamburg) wirken in diesem Zusammenhang wie ein Fingerzeig, im übrigen auch für Synergien, die den Printmedien zugute kommen: die Brieglebs und Schapers und Kümmels waren wohl selten so präsent wie zu Zeiten nachtkritik de.s ! Will sagen, auch für die Pressehäuser könnte sich eine Spende durchaus rechnen, und mich wundert insofern tatsächlich, daß das Thema immernoch so virulent ist..
    Von 2 auf 4 , 01. Juni 2011 - 10:46 Uhr
    56. Charts, 15.6.2011: Zustimmung
    Völlig zu Recht - Castorfs beste Inszenierung seit fast zehn Jahren!
    Wiener , 15. Juni 2011 - 08:00 Uhr
    57. Charts, 15.6.2011: gute Idee
    Die "Liste" ist eine perfekte Übersicht für Inszenierungen der letzten Zeit, die Nummern sind zusätzlich Diskussionsstoff. Eine gute Idee!
    Lautreamont , 15. Juni 2011 - 10:10 Uhr
    58. Charts, 29.6.2011: In Göttingen
    Göttingen - schaut auf diese Stadt! - Da wird richtig gutes Theater gemacht, wenn man mal vom Jungen Theater absieht
    Gilbert , 30. Juni 2011 - 13:39 Uhr
    59. Charts, 29.6.2011: Nachfrage
    Theater M21?
    @58 , 30. Juni 2011 - 16:37 Uhr
    60. Charts, 29.6.2011: gutes Beispiel
    Antwort:
    sehr gutes Beispiel
    Gilbert , 30. Juni 2011 - 21:00 Uhr
    61. nachtkritik-Charts: Nicht mehr aufrufen
    brian eno frei übersetzt: "nachdenken über musik außerhalb der musik" - hieße für diesen diskurs: "nachdenken über theater außerhalb des theaters". Ein anstoß, ein gedanklicher, der damit beginnt, sich dieser seite (NK), die sich mit voten - geilheit die maske "seriöser berichterstattung" (?!) selbst abreißt und das theater zugunsten des diskurses verrät, endlich endgültig mit mißachtung zu strafen. NICHT MEHR AUFRUFEN!


    nulluhrnachrichten , 01. Juli 2011 - 23:07 Uhr
    62. nachtkritik-Charts: eine Enttäuschung
    "Charts" für Veranstaltungen, die sowieso viel mediale Aufmerksamkeit erfahren? Führt bei nachtkritik jetzt die PR/Anzeigenabteilung die Feder, anstatt des unabhängigen Kulturjournalisten! Was für eine Enttäuschung.

    (Liebe/r danne,
    die Werbeabteilung kümmert sich bei nachtkritik.de um Werbung und "führt nicht die Feder". Ein kleiner Hinweis noch: Die Charts sind Charts, sie geben eine Antwort auf die Frage, was man "eigentlich mal angucken" müsste. Das ist unabhängig davon, welche Inszenierung wie viel Aufmerksamkeit "sowieso" schon erfährt. Und, auch darauf sei hingewiesen: Schauen Sie sich die Charts an, in dieser Woche sind auch einige Inszenierungen vertreten, die nicht "sowieso" schon viel Aufmerksamkeit haben.
    Mit herzlichen Grüßen,
    die Redaktion/dip)
    danne , 06. Juli 2011 - 11:57 Uhr
    63. nachtkritik-Charts: gute Mischung
    "Soldaten" in Göttingen, "Solness" in Wuppertal, "Reicht es nicht" in Weimar, "2401 Objects" in Oldenburg, "Metamorphosen" in Dessau ... sind das wirklich Veranstaltungen, die "sowieso viel mediale Aufmerksamkeit erfahren?" Eher nicht, oder? Ich persönlich finde es eher gut, dass hier große Inszenierungen mit viel Aufmerksamkeit und kleine, eher unbeachtete Inszenierungen gut durchmischt sind. Göttingen knapp hinter der Volksbühne - das ist doch was!!!
    Mnemosyne @danne , 06. Juli 2011 - 12:23 Uhr
    64. Charts, 14.7.2011: erhellend, verwirrend
    Ich versteh die Kommentatoren nicht, die sich über (Un)Sinn und Zweck(losigkeit) von solchen Rankings ereifern. Es gibt diese Systeme und es ist großartig, lustig, erhellend, verwirrend, egal, banal und real, sie auf Theater anzuwenden. Theater geschieht nicht außerhalb, sondern innerhalb dieser Gesellschaft, der antrainiert wird, zu allem eine Meinung abzugeben und jeden auf einen Prioritätenplatz abzustellen.

    http://www.spielplandeutschland.de/die-map/
    Anne Verena Freybott , 14. Juli 2011 - 10:01 Uhr
    65. nachtkritik-Charts: kindisch und schön
    ja, es ist eitel, kindisch, überflüssig und schön; für uns - für euch, für die die es interessiert; ein bisschen- das habt ihr gut gemacht, eine brise lob, eine messerspitze handaufgelegt, wer hat das nicht gern ........
    frankwarneke , 27. Juli 2011 - 09:43 Uhr
    66. nachtkritik-Charts: talentierte Seismographen
    Das glaube ich Ihnen gern, Herr Warneke, dass Ihnen diese Charts gefallen. Die Inszenierung, in der Sie mitwirken ("Eine Nacht im schwedischen Sommer") ist schließlich heute in die Bestenliste gerutscht.
    Ich weiß allerdings nicht, wie in der Theaterpause dieser Algorhitmus zustande kommt. Bei den Nachtkritikern scheint es sich um besonders talentierte Seismographen zu handeln.
    Flohbär , 27. Juli 2011 - 10:23 Uhr
    67. nachtkritik-Charts: zwei mal neu?
    wie jetzt? 2 verschiedene Charts in einer Woche?! Das in Klammern gilt doch in diesem Fall nicht der Vorwoche!?

    (Lieber Leser, das stimmt. Es gab heute Mittag Probleme mit der automatischen Aktualisierung der Charts. Wir arbeiten dran. Die tatsächliche Platzierung in den Charts dieser Woche zeigt jedenfalls die Zahl an, die gerade in Klammern steht. Mit freundlichen Grüßen, Christian Rakow, Redaktion)
    verwirrter Leser , 28. September 2011 - 16:29 Uhr
    68. nachtkritik-Charts: Focus-Algorithmus
    jo fabian auf platz 1 und fritsch auf platz 5? das ist doch der focus-algorithmus von 1998!
    vicki , 02. Oktober 2011 - 09:11 Uhr
    69. nachtkritik-Charts: dummerweise die Männer
    ah ich sehe gerade, über jo fabian hat die mitteldeutsche zeitung und der mdr berichtet und über fritsch alle. die nk-formel muß im zusammenhang stehen mit selten rationalem marktgeschehen. nk denkt schon an die zukunft. an seine zukunft. entschuldigung ladies, ich hätte jetzt gerne "ihre zukunft" gesagt, aber bei nk tun sich immer noch dummerweise die männer hervor. in diesem thread zum beispiel moderierten 4 mal rakow, dip, merck, kasch und eine anne peter. welchem algorithmus gehorcht jetzt das?
    vicki , 02. Oktober 2011 - 09:28 Uhr
    70. nachtkritik-charts: Verschwörungsalgorithmen
    was quatscht die vicki da Witziges? Jo Fabian hat eine bemerkenswerte Inszenierung in Halle geschaffen, offensichtlich scheinen sich einige (durch Klicks) dafür zu interessieren. Nixc Mann/Frau und anderen Verschwörungsalgorithmen.
    Uschi , 03. Oktober 2011 - 15:33 Uhr
    71. nachtkritik-Charts: Frage nach dem Markt
    Vicki, ich verrat Ihnen ein Geheimnis: die 4 genannten "Moderatoren" sind Transsexuelle. Damit wäre die Geschlechterfrage geklärt und Sie können zurückkehren zu ihrem bedenkenswerten Ansatz - der Frage nach dem Zusammenhang von Listen mit dem Markt. Bisher ist nämlich nicht erwiesen, dass dieser Zusammenhang von Frauen kritischer beurteilt wird als von Männern.
    Th. Rothschild , 03. Oktober 2011 - 22:13 Uhr
    72. nachtkritik-Charts: Warum reproduzieren, was läuft?
    Gleich eine Anregung dazu: Aus welchem Grund sollte man sich - nach der einleitenden Bemerkung - eigentlich mal angucken, was "bei Kritik und Publikum in der deutschsprachigen Schweiz, Österreich und Deutschland gerade für verstärkte Aufmerksamkeit" sorgt? Warum soll man reproduzieren, was läuft - also sich in der Tat marktkonform verhalten -, statt genau auf das neugierig zu sein, was noch keine verstärkte Aufmerksamkeit erfährt? Frau Merkel erfährt mehr Aufmerksamkeit als die Milchfrau an der Ecke. Ist sie deshalb interessanter?
    Th. Rothschild , 03. Oktober 2011 - 22:24 Uhr
    73. nachtkritik-Charts: der Teufel und sein Haufen
    Ein Beispiel für viele: In vier Tagen hat am Theater Konstanz eine Bearbeitung von Joseph Conrads "Herz der Finsternis" in der Regie von Andrej Woron Premiere. Ich weiß nichts über die Inszenierung, aber Woron hat immerhin schon ein paar interessante Sachen gemacht, er ist kein Unbekannter (der hätte es noch schwerer). Die Konstanzer Uraufführung steht nicht auf dem Programm der nachtkritik. Ich wage die Prognose: Auch die überregionalen Zeitungen werden sie nicht wahrnehmen. Ist sie deshalb von vornherein weniger anguckenswert als Andreas Kriegenburgs Berliner Bearbeitung der selben Vorlage, die naturgemäß überall besprochen wurde? Die Katze beißt sich in den Schwanz. Die Medien, nachtkritik eingeschlossen, schenken einem Ereignis keine Aufmerksamkeit, und dann verschafft ihm die Mittwochsliste keine Aufmerksamkeit, weil es keine Aufmerksamkeit erfahren hat. Der Teufel scheißt auch hier auf den größten Haufen.
    Th. Rothschild , 04. Oktober 2011 - 07:28 Uhr
    74. nachtkritik-Charts: sensationell
    Sensationell die Charts. Alle Ziele übertroffen und
    "Nachtkritik" findet mal locker 75 Kommentare.
    Zitiert wird das wichtigste Theatermedium auch immer
    häufiger.
    Gratulation zum Mut!
    Lautreamont , 04. Oktober 2011 - 08:18 Uhr
    75. nachtkritik-Charts: darüber spricht kein Mensch
    Wieso eigentlich "Demokratie in Abendstunden" ??? Ich dachte es geht um die am meisten diskutierten Stücke... Über "Demokratie in Abendstunden" spricht doch kein Mensch...
    Adenauer , 05. Oktober 2011 - 07:42 Uhr
    76. nachtkritik-Charts: gestern drüber gesprochen
    Wie seltsam, ich habe über "Demokratie in den Abendstunden" gerade gestern mit einer Freundin gesprochen, obwohl ich bei Hamburg wohne. Bin ich kein Mensch?
    Manfred A. @Adenauer , 05. Oktober 2011 - 08:24 Uhr
    77. nachtkritik-Charts: Sie bleiben Mensch!!!
    Entschuldigung Herr A. - Das ging eigentlich an die NK-Redaktion, weil ich annahm, es kämen nur die Stücke in die "Charts", über die HIER, in diesem Forum, so richtig viel geplaudert wird... und über jene "Demokratie" wurde, zumindest soweit ich das hier überschaue, noch so rein gar nicht diskutiert...
    Aber vielleicht habe ich die "Charts-Spielregeln" einfach nicht verstanden und Sie, werter Herr A. sind und bleiben in meinen Augen unbedingt Mensch !!!

    (Werter Adenauer,

    die Diskussionen, die auf nachtkritik.de über eine Inszenierung geführt werden, sind nur einer von mehreren Faktoren, die in die Charts-Berechnung einfließen. So lässt sich eine Inszenierung nicht "hochreden".

    Mit freundlichen Grüßen, Georg Kasch für die Redaktion)
    Adenauer , 05. Oktober 2011 - 11:04 Uhr
    78. nachtkritik-charts: da bin ich beruhigt
    Liebe Redaktion und lieber Herr Kasch...da bin ich sehr beruhigt das es so kompliziert ist, wie Sie sagen - und nicht so einfach wie ich uninformierter Weise gefürchtet hatte!
    Adenauer , 05. Oktober 2011 - 16:27 Uhr
    79. nachtkritik-charts: beachtliches Theater
    bemerkenswert: dresden und leipzig oben. arkadij zarthäuser hat ja schon an anderer stelle darauf hingewiesen, dass der gern beschworene gegensatz zwischen dresden und leipzig vielleicht nur ein scheinbarer ist. aber es wurde nicht weiter diskutiert. freut mich jedenfalls, dass in sachsen (und auch in sachsen-anhalt: halle) beachtliches theater gemacht wird, ungeachtet kulturpolitischer querelen.
    jack , 05. Oktober 2011 - 17:44 Uhr
    80. Charts und Werbung: Verdacht und Erwiderung
    dresden, freiburg, residenztheater... auf platz 3, 2, 1... das sind doch die theater die bei euch anzeigen schalten. was ist das denn für ein kalkurithmus?

    (Ach, Vicki, wir freuen uns sehr, dass mittlerweile eine ganze Reihe Theater Werbung auf nachtkritik.de schalten, von denen es freilich nicht jedes in die Charts schafft, geschweige denn auf die Plätze an der Sonne. Mit freundlichem Gruß, Christian Rakow für die Redaktion)
    vicki , 18. Oktober 2011 - 00:58 Uhr
    81. Charts: lasst die Leser abstimmen
    natürlich ist es absurd.
    Veröffentlicht doch mal bitte euren "Algorithmus" und aus welchen Quellen er diese "Aufmerksamkeitsstatistik" berechnet.
    Lasst doch die Leser hier selbst mit nem Klick abstimmen, welche Inszenierungen sie spannend finden. Solche Charts sind dann genausowenig repräsentativ - zumindest geben Sie aber nen Eindruck, was die leute hier interessiert...aber klar, das wär wahrscheinlich für die Webmaster hier zu kompliziert..
    Michael Gmaj , 19. Oktober 2011 - 09:54 Uhr
    82. nachtkritik-Charts: bittere Wahrheit
    Diese "Theatercharts" sind eine weitere bittere Wahrheit in schweren Zeiten für das inhaltlich orientierte (Sprech - ) Theater.
    Ganz im Sinne von: 1994... ein schlechtes Jahr: Kurt Cobain und Ayrton Senna sind gestorben, und Justin Bieber wurde geboren.
    Anonymus , 28. Oktober 2011 - 01:36 Uhr
    83. nachtkritik-Charts: ohne Gesang
    @82 mit dem unterschied, dass diese charts nicht singen und tanzen, sondern eher unaufdringlich in der ecke stehen...
    antinomymus , 28. Oktober 2011 - 08:49 Uhr
    84. nachtkritik-Charts: Borkman auf Platz 1?
    Dass es Borkman auf Platz 1 schafft, kann nur an einem auf Abwege geratenen Algorithmus liegen. Borkman wurde, abgesehen von der BIlD-Zeitung, von der überregionalen Presse kaum wahrgenommen. In München interessiert sich für die Inszenierung kaum jemand, erst recht nicht in Österreich oder der Schweiz. Die Premiere im kleinen Prater war nicht einmal ausverkauft, andere Spielstätten haben das Drei- oder Vierfache an Publikum.
    Für eine gute Platzierung reicht es wohl aus, hier im Forum ein großes Getöse zu entfachen. Kaum eine Plattform eignet sich dafür besser als Nachtkritik.
    Flohbär , 02. November 2011 - 19:19 Uhr
    85. Charts: Bremerhaven?
    Faust in Bremerhaven auf Platz 10. Wie soll das funktionieren? In der Kritikenrundschau finden sich zwei Lokalzeitungen, Kommentare gibt es keine... Habe ich ein Kriterium vergessen? Mit der Bitte um eine kurze Rückmeldung der Redaktion! Klaus. C.

    (Sehr geehrter Klaus, sowohl die Nachtkritik als auch die Kritiken in der Rundschau sprechen mit Nachdruck von einem sehenswerten Abend. Daher erhält er in diesen Kategorien recht hohe Werte. Mit freundlichen Grüßen aus der Redaktion, Christian Rakow)
    Klaus , 12. November 2011 - 16:32 Uhr
    86. nachtkritik-Charts: bieten Überblick
    Die Nachtkritik-Charts sind für mich endlich mal Klartext.

    Mich freut der Überblick (grade über die Städte hinweg). Um Details und meine Meinung kann ich mich dann ja selbst kümmern ;)
    Isabella, München , 20. November 2011 - 13:32 Uhr
    87. Charts: Hafen-Geruch
    außer platz eins, riechen die charts nach bremerhafen. oder wilhelmshafen. oder friedrichshafen. oder arkadijs kiel. sorry zarthäusler!
    vicki , 24. November 2011 - 00:24 Uhr
    88. Charts: Ätzendem ausgesetzt
    @ vicki

    Sorry, Vicki ! Bochum, Luzern, Hamburg, München, Frankfurt, Leipzig, ein zweites Mal Berlin, Stuttgart und Oberhausen !!
    Fehlt kaum mehr als Köln, Düsseldorf, Dresden und/oder Hannover oder ein drittes Mal Berlin, vielleicht der "Heimathafen Neukölln". Naja, und Vinge ? Auch irgendwie Ostsee. Also, ich meine: gerade die Nr. 1 ! Aber vielleicht sollte "man" die eher unter "Stallgeruch" diskutieren, der mag sich im "Säurebad" möglicherweise lichten. Komisch, mußte bei "Säurebad" "Basalgericht" denken, als dieser Terminus ins Spiel gebracht wurde; ich muß allerdings irgendwie dann doch hinzufügen, daß "Neulinge" in der Regel gerade nicht von Kommentatoren und Kommentatorinnen allzusehr Ätzendem ausgesetzt waren, währenddessen vielfach mutige Besetzungs-
    entscheidungen jeweils gelobt wurden und eben das Augenmerk oftmals den Umstand würdigte, wenn jemand Neues zu Werke ging (zumal KommentatorInnen und Kommentatoren vor Ort hin und wieder das sogar eher sehen dürften als ein Zugereister, und sei dieser auch Nachtkritikerin oder Nachtkritiker).
    Arkadij Zarthäuser , 24. November 2011 - 12:37 Uhr
    89. charts: witzig
    Freue mich sehr über Ihre witzige Chart-Idee. Sie bringt tatsächlich in Erinnerung, was der oder die Neugierige eigentlich noch alles sehen wollte - dass jeder Theater-Enthusiast darüber hinaus sein eigenes Trüffelschwein sein sollte, bleibt davon unberührt. Man sollte nicht alles so tierisch ernst nehmen... - Danke! Zimsalabim
    Zimsalabim , 18. Dezember 2011 - 15:48 Uhr
    90. Charts: erster Vorschlag Jahres-Top-Ten
    Das sind meine Top 10 (aus 22) Theateraufführungen in diesem Jahr:

    1. Anton Tschechow/Platonow/ Barbara Frey/Thalia Theater Hamburg/Gastspiel Schauspielhaus Zürich

    2. George Tabori/Mein Kampf/Amelie Niermeyer/Schauspielhaus Frankfurt/Main

    3. Uwe Tellkamp/Der Turm/Wolfgang Engel/Deutsches Theater Berlin/Gastspiel Schauspielhaus Dresden

    4. Harry Mulisch/Das steinerne Brautbett/Stefan Bachmann/Schauspielhaus Dresden

    5. Thomas Bernhard/Einfach kompliziert/Claus Peymann/Berliner Ensemble

    6. Karl Schönherr/Der Weibsteufel/Martin Kusej/Residenz Theater München

    7. Jonathan Littel/Die Wohlgesinnten/Armin Petras/Gorki Theater Berlin

    8. Rainer Werner Fassbinder/In einem Jahr mit 13 Monden/Alice Buddeberg/Theater Bremen

    9. Theo van Gogh/Das Interview/Martin Kusej/Marstall München

    10. Henrik Ibsen/Die Wildente/Karin Henkel/Schauspielhaus Frankfurt/Main



    Michael , 28. Dezember 2011 - 14:54 Uhr
    91. Charts: Top 10 von 10?
    @90

    können wir uns vorher darüber einigen, wieviele "tops" jedermann/-frau benennen darf abhängig von den gesehenen? oder darf ich auch meine top ten von 10 gesehenen beisteuern?
    Hans Uwe Zisch , 28. Dezember 2011 - 21:59 Uhr
    92. Charts: Potsdamer statt Dresdener Turm
    lieber michael, schlage ihnen vor, sich den TURM mal in potsdam anzuschauen,oder haben sie es vielleicht schon getan? hätte lust,mich mit ihnen darüber auszutauschen.habe beide aufführungen, dresden und potsdam, gesehen und hätte einen gegenvorschlag für ihre top ten. statt dresden hätte ich den TURM aus potsdam in die top ten gewählt.was halöten sie davon? liebn gruß,der potsdamer ben
    potsdamer , 28. Dezember 2011 - 22:53 Uhr
    93. Charts: unbenommen
    Ich würde sagen das ist Ihnen unbenommen Hans Uwe.
    Michael , 29. Dezember 2011 - 09:24 Uhr
    94. Charts: Potsdam wird nachgeholt
    Hallo Potsdamer, ich habe auch schon viel von der Potsdamer Inszenierung gehört. Ich werde versuchen sie mir im neuen Jahr anzusehen. Im Anschluss daran werde ich Ihnen gerne meine Eindrücke zukommen lassen. Viele Grüße! Michael
    PS: Das Buch ist übrigens auch großartig!
    Michael , 29. Dezember 2011 - 10:34 Uhr
    95. Charts: ganz mein Geschmack
    der erste Kommentar fand diese Liste absurd überflüssig (was auch immer das sein mag) fast lächerlich........das hat mich schon ganz schön geärgert...
    ich finde solche Charts sind immer subjektiv ABER jedesmal wenn ich so eine Chartinszenierung besucht habe, war ich den Charterfindern sehr dankbar, denn ich war fast immer ebenfalls begeistert....
    ich finde die Charts für mich persönlich als sehr nützlich, weil meistens meinem Gesachmack entsprechend..
    DANKE
    georg k , 12. Januar 2012 - 16:41 Uhr
    96. nachtkritik-Charts: Esslinger Fiesco
    Freue mich sehr über den 10. Platz für den Esslinger Fiesco. Umsomehr als ich schon seit zwei Tagen immer mal versucht hab eine positive Meinung zu posten, mich mona und Stuttgarterin anzuschließen, aber der thread geschlossen schien/scheint. Schaut doch bitte mal nach, liebe/r Admin. Irgendwas ist da gestört.

    (Liebe Judith,

    im Redaktionssystem konnte ich keine unterdrückten oder fehlgeleiteten Kommentare von Ihnen zu Fiesco entdecken. Können Sie es bitte einfach nochmal probieren?

    Beste Grüße, Georg Kasch für die Redaktion)
    judith , 15. Februar 2012 - 20:24 Uhr
    97. nachtkritik-Charts: Problem gelöst
    Liebe Redaktion, Danke für die Bemühungen, aber es geht nicht um unterdrückte oder fehlgeleitete Kommentare, es ist gar keine Maske mehr vorhanden zum Kommentare eingeben für den Esslinger Fiesco. Auch die bisherigen Kommentare sind verschwunden.

    (Liebe Judith,

    das Problem war ein technisches und ist gelöst. Sie können jetzt unter der Kritik kommentieren.

    Beste Grüße, Georg Kasch für die Redaktion)
    judith , 16. Februar 2012 - 09:01 Uhr
    98. nachtkritik-Charts: Probleme
    Liebe nachtkriritik-de.-Redaktion !

    Hinter Judiths Problem könnte möglicherweise das nämliche stecken, das mir in Kiel bereits zu schaffen machte. Jetzt sitze ich gerade in Leipzig und wollte zur "Gertrud" in Rendsburg posten (leider hängt sich das auch in Leipzig auf) -gestern gab es dazu eine Kritik von Christoph Munk in der KN, der ich mich gut anschließen kann),ähnlich ging es mir in Kiel noch zu Schwerin (siehe Antwort an Martin Baucks - irgendwie war es mir im Schwerin-Thread gelungen, "durch" die Verwendung des Obotriten-Nicknames , das Stoppen und Neustarten des Postings und "Funktionstastendurchspiel" (ich weiß letztlich nicht, wieso dieses Posting durchkam, folgende dann nicht mehr) einmal "ausnahmsweise" durchzudringen. Vielleicht betrifft es ganz allgemein Postings aus Internet-Cafes ! Und bestimmte Threads, ganz offenbar !! Liebe Grüße aus Leipzig, Ihr AZ

    (Lieber AZ,

    hier handelt es sich um zwei grundverschiedene technische Stränge. Wir bleiben an allen Problemen dran - auch an Ihrem.

    MfG, Georg Kasch für die Redaktion)
    Arkadij Zarthäuser , 16. Februar 2012 - 09:20 Uhr
    99. nachtkritik-Charts: Sich die schönsten Abende zusammenphantasieren
    @ 52: Lieber Frank,
    Jean Paul hat eine wunderschöne Geschichte über das Schulmeistereien Wuz im Auental geschrieben, das nie das Geld hatte, sich alle Bücher zu kaufen, die es lesen wollte. Also kaufte es sich einmal im Jahr den Leipziger Mess-Katalog und schrieb sich die unerreichbaren Bücher selbst: Seinen eignen Werther, seine eigene Kritik der reinen Vernunft, seine eigenen Räuber usw.
    Das ist Kultur. Wo die Realität uns den Zugang versagt, springt die schöpferische Phantasie ein. Man kann sich seine schönsten Theaterabende auch zusammenphantasieren mit Hilfe der Informationen, die man bekommt. Vielleicht sind sie viel schöner und schöpferischer als die Wirklichkeit. Vielleicht sogar viel intelligenter und gesellschaftlich hellsichtiger. Vor allem wird man immer daran erinnert, dass man nicht alles wissen und kennen kann. Wer das weiss, weiss, dass er nichts weiss (oder zumindest nicht die Wahrheit gepachtet oder mit Löffeln gefressen hat). Ich finde übrigens, dass das eine ganz schöne Nebenwirkung der Nachtkritik-Charts ist.

    Außerdem lautet eine meiner Lieblingsmaximen (aus "Fritz Kochers Aufsätze" von Robert Walser): "Ich liebe und verehre Tatsachen." Das ist ein Paradox - bitte. (Es ist ein Kind, das spricht.) Und nichts macht das Paradox von der Liebe zu den Tatsachen und dem kindlichen Leiden an deren Unerreichbarkeit so anschaulich wie Algorithmen.

    P.S.: Und die "Pest" der Menschheit sind natürlich die großen Kinder, die immer noch nicht gemerkt haben, dass Tatsachen Konstruktionen sind und einem ihre "Tatsachen" aufzwingen wollen.
    Guttenberg , 04. April 2012 - 10:56 Uhr
    100. nachtkritik-Charts: in the long run
    @ 99
    Klingt nicht übel: Sich die schönsten Geschichten selbst zusammenreimen !
    Bin auch schon seit geraumer Zeit immer wieder vom Gedanken
    angerührt worden, tatsächlich gewissermaßen so einen "prototheatralen Raum", eine Art "Steinbruch" für wirkliche Inszenierungsgeschehen, hin und wieder ins Netz zu stellen als eine Art "imaginäres Königsberg" (und dem Theatergeschehen dort), "Kritiken" zB. von Abenden und ihrer Wirkung, die es im Grunde "nur" im Kopf der/des Schreibenden gibt: vielleicht hätte das sogar den Effekt, etwaigen etwa "zu hohen" Erwartungen ans Bühnengeschehen realiter auf die Spur zu kommen, typischen "Mißverständnissen" zwischen Produzent und Rezipient zB.. Klar, es gibt schon Schreibende bzw. Abende, die in ungefähr so arbeiten bzw. funktionieren, aber das Internet kann dergleichen freilich mit einem "long run" konfrontieren, den es so zuvor nicht gab; diese Art von "Kunstfeuilleton" könnte sich also von einer "Produzentenseite" versuchen dem zu nähern, wofür in ungefähr der "Wanderlustfond" steht: ich würd soetwas lesen.

    Nur keine Angst vor Hochstaplern in diesem Gewerbe !!

    Eine etwas gezwungene Überleitung, gewiß, aber ich wollte schon vor der morgigen Premiere von "Felix Krulls Erben" (lunatiks) auf ein etwa 12-minütiges Interview von Deutschlandradio Kultur verweisen, das sinnigerweise um 0 Uhr am 1.4. gesendet wurde, ein Interview mit dem Regisseur Tobias Rausch.
    Arkadij Zarthäuser , 04. April 2012 - 14:00 Uhr
    101. Die nachtkritik-Charts: Wie kommt Der eingebildete Kranke auf Platz 3?
    Wie kann die völlig überflüssige Inszenierung von "Der eingebildete Kranke" auf Platz drei einsteigen, obwohl nahezu alle Kritiken zu recht von diesem völligen Überflüssigen Schauspiel wenig angetan waren?
    J.A. , 06. Juni 2012 - 12:25 Uhr
    102. Die nachtkritik-Charts: verlesen
    @ 101 da haben Sie sich wohl verlesen.
    vicki , 06. Juni 2012 - 12:44 Uhr
    103. nachtkritik-Charts: vier Wochen Platz eins
    Lieber J. A.,
    die Charts zeigen ja nicht (unbedingt) die beliebtesten Inszenierungen an, sondern Theaterabende, die für verstärkte Aufmerksamkeit sorgen - ob positiv oder negativ, sei mal dahingestellt.
    Hingewiesen sei aber auch darauf, dass KRIEG UND FRIEDEN in der vierten Woche die Charts anführt, obwohl das Stück schon seit Wochen abgespielt ist.
    Meine Aufruf: Holt es nochmal in den Spielplan, Ruhrfestspiele!
    Sind Sie Dr. Jürgen Alsleben? , 06. Juni 2012 - 16:16 Uhr
    104. nachtkritik-Charts: Google-Test
    @ 102 geben Sie einmal krieg und frieden und hartmann bei google ein, und vergleichen Sie mit den treffern zu ganesh und gladwin (platz zehn der top ten) ! algorithmen sind auch nur menschen.
    vicki , 06. Juni 2012 - 17:07 Uhr
    105. nachtkritik-Charts: Was zeigt der Test?
    @ vicki
    Ich habe das Experiment gemacht, verstehe es allerdings nicht. Was zeigt es?
    Karl Aslan-Zumpart , 06. Juni 2012 - 19:37 Uhr
    106. Die nachtkritik-Charts: für Krieg und Frieden nach Leipzig
    ich würde auch nochmal Krieg und Frieden schauen wollen,
    aber werde wohl den weiten Weg nach Leipzig auf mich nehmen müssen
    Globus Krieg , 07. Juni 2012 - 00:09 Uhr
    107. nachtkritik-Charts: Glückwunsch zu fünf Wochen Platz eins
    Glückwunsch, Krieg und Frieden!
    zum 5. Mal , 13. Juni 2012 - 09:32 Uhr
    108. nachtkritik-Charts: Weltliteratur
    Krieg und Frieden gilt aber auch als eines der bedeutendsten Werke der Weltliteratur - nicht zu vergessen!
    C.A. Hoffmann , 13. Juni 2012 - 10:54 Uhr
    109. nachtkritik-Charts: Krieg und Frieden besonders bühnenfähig?
    @109. Weltliteratur richtig. Aber gute Literatur macht noch lange keine gute Inszenierung. Schon gar nicht wenn's sich um einen Roman handelt. War der andere Hartmann eigentlich mit dem Wiener "Krieg und Frieden" in den Charts? Ist "Krieg und Frieden", wenn's jetzt doch öfter gespielt wird, in besonderer Weise bühnenfähig?
    Nachfrager , 15. Juni 2012 - 10:32 Uhr
    110. nachtkritik-Charts: kommt auf die Inszenierung an
    Na es kommt auf die Inszenierung an. Warum KRIEG UND FRIEDEN von Sebastian Hartmann so gut auf der Bühne funktioniert, steht ja in der entsprechenden Nachtkritik.
    Siehe oben , 15. Juni 2012 - 12:03 Uhr
    111. nachtkritik-Charts: allein die Kritik
    Es kommt nicht auf die Literatur an und es kommt nicht auf die Inszenierung an. Es kommt allein auf die Kritik an. Das weiss doch jeder.
    jedermann , 15. Juni 2012 - 12:53 Uhr
    112. nachtkritik-Charts: vorgemerkt
    @ siehe oben
    Nun, die Kritiken der M.-Hartmann-Inszenierung in Wien waren auch nicht gerade schlecht, nur ist danach nicht allzu viel drüber diskutiert worden. Sicher weil die Inszenierung auch sehr publikumswirksam, ohne viele Ecken und Kanten, ziemlich perfektes Schauspielertheater war. Eine Chartplatzierung hätte sie aber durchaus auch verdient gehabt. Das waren 4 1/2 Stunden sehr gut gemachtes und auch unterhaltendes Theater. Dass das natürlich nicht der Ansatz von S. Hartmann ist, gut und unterhaltsam zu sein, dürfte aber auch klar sein. Wem die schlüssigere und zwingendere Interpretation gelungen ist, kann man natürlich erst im direkten Vergleich feststellen. Also den 20.09. habe ich mir für Leipzig schon im Kalender vorgemerkt.
    Stefan , 15. Juni 2012 - 13:46 Uhr
    113. nachtkritik.de-Charts: verrückt
    @ 103: irgendwie verrückt, dass es nur noch um die erzeugung von aufmerksamkeit geht, oder?
    Rasta , 15. Juni 2012 - 17:23 Uhr
    114. nachtkritik-Charts: Berlin freut sich
    DAS BERLINER ENSEMBLE FÜHRT WEITER DIE CHARTS AN!!! BERLIN FREUT SICH! GLÜCKWUSCH CP!!!
    bertolt b. , 12. Juli 2012 - 12:24 Uhr
    115. nachtkritik-Charts: Sensation
    Ich finde das auch sensationell. Endlich wurde aufs BE geguckt - und schon Platz 1!
    an bert brecht , 12. Juli 2012 - 13:28 Uhr
    116. nachtkritik-Charts: Hollywood
    @ bertolt b.: Wirklich? Ganz Berlin?

    "Jeden Morgen, mein Brot zu verdienen
    Gehe ich auf den Markt, wo Lügen gekauft werden.
    Hoffnungsvoll
    Reihe ich mich ein zwischen die Verkäufer."
    ("HOLLYWOOD")
    Inga , 12. Juli 2012 - 13:44 Uhr
    117. nachtkritik-Charts: Bescheidenheit oder Selbstbescheidung
    Eine weitere Frage: Warum fotografieren sich die Nachtkritiker jetzt eigentlich schon beim Essen von Brotstullen? Siehe das Foto von Simone Kaempf. Ist das die von Frau Merkel geforderte neue Bescheidenheit bzw. Selbstbescheidung? Oder geht es da um etwas anderes, um eine Form der (Fremd-)Ernüchterung, in Bezug auf die Klassenzugehörigkeit?

    "Während nun jene Stoiker, die den Eliten angehören, sich in erster Linie vor übertriebener Liebe zum Leben zu schützen versuchen, machen Sklaven wie Epiktet oder Sklavensöhne wie Juvenal das Gegenteil: Sie versuchen gerade die Liebe zum Leben zu schützen. Darin sind ihre Bemühungen materialistisch. Von den stoischen Aristokraten dagegen möchte man oft mit Brecht sagen: 'Sie haben wohl schon gegessen'.
    Inga , 12. Juli 2012 - 14:22 Uhr
    118. nachtkritik-Charts: Fremd-Ernüchterung
    Zusatz zu 117.: Zitat von Robert Pfaller. Und es ging um die Frage: Selbstbescheidung oder (Fremd-)Ernüchterung.
    Inga , 12. Juli 2012 - 15:28 Uhr
    119. nachtkritik-Charts: metaphorisch gejubelt
    JAwoll! Simon Solberg hat den Größten!
    marlene s. , 10. Oktober 2012 - 10:49 Uhr
    120. Mein Faust, Charts: Glückwunsch
    auch von mir glückwunsch ans centraltheater.
    Ingrid , 21. November 2012 - 12:13 Uhr
    121. nachtkritik-Charts: Wo bleibt das Berliner Ensemble?
    hallo liebe nachtkritik,
    wie werden diese charts nochmal von euch ermittelt? was ihr wollt am be haben mehr kritiken und wesentlich mehr kommentare als die nummer eins jetzt in wien..? wie meßt ihr sonst das interesse?

    Liebe/r User/in, "Was ihr wollt" ist in der Nachtkritik und den Rundschau-Kritiken praktisch durchweg negativ besprochen worden, was auch in die Berechnung einfließt. Daher konnte der Abend nicht so stark punkten wie "Einige Nachrichten an das All" in Wien.
    Mit freundlichen Grüßen
    Die Redaktion
    frage , 28. November 2012 - 11:49 Uhr
    122. nachtkritik-Charts: Nachfrage
    Das ist jetzt aber ein wenig scheinheilig. Immerhin schreibt ihr: "Die zehn Inszenierungen sind nicht die größten, stärksten oder tollsten, sondern schlichtweg zehn Theaterabende, die bei Kritik und Publikum in der deutschsprachigen Schweiz, Österreich und Deutschland gerade für verstärkte Aufmerksamkeit sorgen." - von ausschließlich positiver Aufmerksamkeit ist da ja keine Rede! "Mein Faust" auf Platz 2 wurde ja auch wenig begeistert besprochen.
    @Redaktion , 28. November 2012 - 13:23 Uhr
    123. nachtkritik-Charts: Antwort
    Liebe/r Nachfragende/r, die Charts wollen ja auf die Frage antworten: "Was müsste ich eigentlich mal angucken?". Deshalb fließen qualitative Faktoren auch mit ein. Bei "Mein Faust" lassen selbst die ablehnenden Kritiken erkennen, dass da ein ungewöhnliches Ereignis stattfand. Deshalb konnte der Abend auch im Kritikenfaktor stärker punkten. Mit besten Grüßen, die Redaktion
    Redaktion , 28. November 2012 - 14:55 Uhr
    124. nachtkritik Charts: Faust wird schon abgespielt
    Mein Faust, seit drei Wochen in der Spitze, wird wohl nur fünf Aufführungen erleben, am 26. Januar wirds schon abgespielt. (Fast) jede Zeitung hat darüber geschrieben, aber keiner geht hin? Dafür die ganze Arbeit von Sebastian Hartmann und seinen SchauspielerInnen? Wie wenig Theater doch Beachtung findet - heute. Vermutlich wird auch Heike Makatsch in der Zukunft besseres zu tun haben, als Theater zu spielen. Ein Jammer(tal).
    wolfgangk , 06. Dezember 2012 - 21:05 Uhr
    125. nachtkritik-Charts: Aporien der Kunst
    @124:
    Tja, auch Büchner wurde zu Lebzeiten nicht aufgeführt. Keiner ging hin. An Bild-Zeitungsstandards gemessen also ein Gescheiterter.
    Von Wagners berüchtigten Bayreuth-Pleiten ganz zu schweigen. Die Regierung stürzte über sein Missmanagement (Ludwig II.). Trotzdem lebt heute eine globale Industrie von Bayreuth - Bild-Zeitung und Karl Lagerfeld eingeschlossen.
    Das sind so die Aporien der Kunst, die sich der Kaufmannsverstand nicht erklären kann.
    Guttenberg , 07. Dezember 2012 - 07:51 Uhr
    126. nachtkritik-Charts: Messner am Mount Everest
    "Dafür die ganze Arbeit", sagte Reinhold Messner, als er den Mount Everest bestiegen hatte. Und stieg wieder ab.
    Guttenberg , 07. Dezember 2012 - 07:55 Uhr
    127. nachtkritik-Charts: ohne Sauerstoffgerät
    @ Guttenberg
    Interessanter Vergleich von Messners Everestbesteigung mit der Intendanz Hartmanns. Wobei Leipzig nun nicht gerade der Mount Everest ist. Aber vergleichsweise dünn ist Sebastian Hartmann die Leipziger Luft schon geworden. Ich hoffe, dass sie noch nicht ganz raus ist und freue mich auf ein Wochenende in Leipzig, ganz ohne Sauerstoffgerät.
    Stefan , 07. Dezember 2012 - 09:36 Uhr
    128. nachtkritik-Charts: nicht alles zu verbissen sehen
    @126: Hab zum erstenmal über einen Kommentar schallend gelacht. Vielleicht ist es wirklich besser, nicht alles zu verbissen zu sehen.
    wolfgangk , 07. Dezember 2012 - 09:50 Uhr
    129. nachtkritik-Charts: Festspiel-Arena
    @wolfgangk: Am Centraltheater werden im Januar alle Inszenierungen auf der großen Bühne "abgespielt", weil der Zuschauerraum im Februar zur Leipziger-Festspiel-Arena umgebaut wird.
    miss laine , 07. Dezember 2012 - 10:26 Uhr
    130. nachtkritik-Charts: so geplant
    @wolfgangk
    "mein faust" war von vornherein nur für 6 Vorstellungen geplant, da das Centraltheater Ende Januar dichtg emacht und umgebaut wird.
    Katja , 07. Dezember 2012 - 11:00 Uhr
    131. nachtkritik-Charts: Kulturtechnik
    @128:
    Genau. Einer Welt, die den Verstand verloren hat, kann man nur noch dadaistisch begegnen.

    Als der liebe Gott am 7. Tag sah, was er angerichtet hatte, schuf er die Albernheit als Kulturtechnik.
    Die Sommergäste , 07. Dezember 2012 - 13:01 Uhr
    132. nachtkritik-Charts: Napoleon
    @127:
    DOCH Stefan, Leipzig IST der Mount Everest. Fragt sich nur, in welcher Kategorie.

    Lese übrigens, Hartmann sei Dank, immer noch "Krieg und Frieden" - für mich der Roman der Romane. Da gibt es ein Kapitel (Teil 10, Kap. 26, kurz vor der Schlacht bei Borodino), wo Napoleon sich vor der Geschichte posiert. Groooooooooßartig!!! Da nimmt Tolstoi "The Great Diktator" vorweg, aber wörtlich. Schade, dass Hartmann diese Szene nicht in seine phänomenale Inszenierung reingenommen hat.
    Guttenberg , 07. Dezember 2012 - 13:16 Uhr
    133. nachtkritik-Charts: Lachen
    @ wolfgangk: Das sagen immer nur die, welche nicht die Betroffenen sind. Man kann Lachen nicht einfordern, schon gar nicht schallendes Lachen, wenn es einfach nicht (mehr) lustig ist. Und man kann auch nicht fordern: "Get over it!" Dafür müsste man schon auf einen Menschen zugehen, ihm alles erklären, ihm die Hand geben und sich dafür entschuldigen, dass man ihm die Sprache und mehr genommen hat.

    "Vor allem aber hatte er gesehen, was sie mit Lebendigem, das Sprache hatte, anstellten: Sie waren imstande, es zuzurichten, wie die Freunde und der Vasch die vernunftlosen Tiere zurichteten, die sie aßen. Aus etwas, das denkt, etwas machen, das nur noch ein Ding ist, und ein kaputtes dazu: Das ging. Felsen, Sterne, Lebewesen: Er erinnerte sich dunkel, wie er sie vor ein paar Stunden aus überfließender Seele geliebt hatte, seine ganze Heimat, und ihm wurde klar, daß sie ihm nicht mehr sicher schien." (Dath)

    Und wolfgangk, sind Sie nicht Schaubühnentechniker?
    Inga , 07. Dezember 2012 - 13:48 Uhr
    134. nachtkritik-Charts: Gesinnungsterror
    @133:
    Buh!
    Unfaires Outing!
    Gesinnungsterror!
    Schlimmer, als jemandem die Sprache zu nehmen (schlimm genug!), ist es, ihm die Identität zu nehmen.
    An den Pranger mit Inga!
    Guttenberg , 07. Dezember 2012 - 14:47 Uhr
    135. nachtkritik-Charts: Hartmanns Schicksal
    Liebe Inga,
    daß mir das Schicksal von Sebastian Hartmann in Leipzig weh tut, haben sie aber verstanden? Ich habe Krieg und Frieden in Recklinghausen gesehen, es war wunderbar! Er hat versucht Neues zu machen, neues Publikum zu finden und das Theater in Leipzigs Mitte zu rücken. Er hat um Anerkennung in seiner Heimatstadt gerungen, leider wohl ohne Erfolg und Nachhall. Vielleicht war es auch einfach nur die falsche Stadt?

    Mit dem Theater verbindet mich nur meine Liebe zu ihm und eine Tochter, die unbedingt Schauspielerin werden will.
    wolfgangk , 07. Dezember 2012 - 15:18 Uhr
    136. nachtkritik-Charts: Heiner Müller und der Himalaja
    @ wolfgangk: Also nicht Theatertechniker. Ich wollte mit meinem Kommentar nur darauf hinweisen, dass Hartmanns "Schicksal" im Vergleich zu anderen zerstörten Leben wirklich kein schweres Schicksal ist. Wenngleich ich Ihren Verweis auf den Mount Everest natürlich verstanden habe. Bloß, fehlt das Gefühl zwischen Menschen, fehlt mir der Humor.

    Zum Bergthema als Metapher noch zwei Zitate von Heiner Müller:

    1) Thema Scheidungen in der DDR, 80 Prozent davon von den Frauen eingeleitet. Also der Ehekonflikt aus historischer bzw. politisch-ökonomischer, nicht aus psychologischer Perspektive: "Das würde ich für etwas kühn halten, eine Frau mit dem Himalaja zu vergleichen."

    2) Thema klassische Dramaturgie (FAUST): "Jedes Stück ist, wenn es theaterwirksam ist, nichts anderes als die Beschreibung einer Orgasmuskurve."

    Schön war die Zeit - für Hartmann.

    @ Guttenberg: Geht's noch? Im Klartext, bitte.
    Inga , 07. Dezember 2012 - 17:19 Uhr
    137. nachtkritik-Charts: Leipzig, ein Zauberberg
    Trotzdem schade, daß die Sachen jetzt alle "abgespielt" (abgespult) werden, "Krieg und Frieden" bzw. "Mein Faust" werde ich leider nicht mehr wahrnehmen können; und natürlich wird von der Intendanz Hartmann eine Spur bleiben : es gab in Leipzig nicht nur den "Zauberberg", Leipzig war bei meinen wiederholten Aufenthalten (zuletzt im Zimmer des Wuttkeschen Tatort-Kepler) selbst ein "Zauberberg" ! Als ich einmal den Weg nach Halle zu einer Premiere fand, identifizierte mich der seinerzeitige Nachtkritiker ja sogar mit einem Yeti; naja, so in etwa verhalte ich mich -gefühlt- nun zum "Messner-Hartmann", dem ich zuweilen auf dem Weg zum Gipfel begegnen durfte. Alles Gute fürs Wochende, lieber Stefan !.
    Arkadij, ein Yeti , 07. Dezember 2012 - 19:13 Uhr
    138. nachtkritik-Charts: Kontrastprogramm
    @ Guttenberg, # 132
    Doch, ich bin zwar nicht komplett textsicher, aber ich denke Hartmann hat die Napoleonszene mit Jana Zöll kongenial umgesetzt. Ich habe übrigens auch Krieg und Frieden in der Inszenierung von Matthias Hartmann in Wien gesehen. Das ist sozusagen das Kontrastprogramm für den Bildungsbürger, aber auch für den gestressten Alltagsmenschen, der sich der Lektüre am liebsten entziehen möchte. Da kommt irgendwie jeder auf seine Kosten. Was bei Frank Castorf oder Sebastian Hartmann einfach nicht geht, da sich beide weder um die Befindlichkeit des Reclamlesers noch um die des gelegentlichen Eventguckers kümmern. Sie kompensieren das dann meist mit Querzitaten und einem Hang zur Klamotte. Dem ja Matthias Hartmann im Prinzip auch nicht ganz abhold ist. Für den direkten Vergleich lohnen sich in jedem Falle beide Inszenierungen. Man kann es eh nicht schaffen, Tolstois Roman in Gänze abzubilden. Und dem sind sich gottlob auch beide Regisseure bewusst.
    Stefan , 08. Dezember 2012 - 00:52 Uhr
    139. nachtkritik-Charts: Sand in den Augen?
    Vermute der Zug für diesen Thread ist abgefahren. Abgefahren im doppelten Wortsinne. Noch eine Metapher: Wo ist eigentlich die Kritik vom Sandmann in der Volksbühne, oder hat der Nachtkritiker zu viel Sand in die Augen bekommen und schläft noch?
    Stefan , 08. Dezember 2012 - 10:12 Uhr
    140. nachtkritik-Charts: nicht geplant
    Werter Stefan,

    wie Sie der Monatsvorschau http://www.nachtkritik.de/inde...&Itemid=98 entnehmen können, war keine Kritik zum "Sandmann" geplant.

    MfG, Georg Kasch / Redaktion und Dezemberplaner
    Georg Kasch , 08. Dezember 2012 - 10:36 Uhr
    141. nachtkritik-Charts: schade eigentlich
    @ Georg Kasch
    Aha, dann hatte ich wohl den Sand in den Augen. Schade eigentlich. Sie haben auch Axel Wandkes Dostojewski-Inszenierung auf der Probebühne der Volksbühne verpasst. Übrigens sehr zu empfehlen. Eine tolle Ensembleleistung der Schauspielstudenten, und ein Beweis dafür, dass Dostojewski in seinen frühen Erzählungen einen Blick für das Groteske hatte. Den hat Wandke gut eingefangen.
    Stefan , 08. Dezember 2012 - 11:47 Uhr
    142. nachtkritik-Charts: angekündigter Abschied von Leipzig
    Wieso "Arkadij, ein" und nicht "Arkadij, ein Yeti" ? So hatte ich das, dachte ich, gepostet. Nicht, daß das sehr wichtig wäre, aber hatte die Redaktion Probleme mit dem Ausdruck "Yeti" oder ist das im Datenschneegestöber verschwunden ?? Wie dem auch sei, der Schnee liegt,
    und mit "Schnee" gab es in der Vergangenheit ja tatsächlich so einige Ane(c)kdoten, naja, und wenn in den Threads ua. auch wieder Klarname, Nickname, Dynamik der Postings etcpp. thematisiert wird, andererhand dann es hinsichtlich Leipzigs auf
    "Himalaya" kommt und es da tatsächlich so "Yeti-Sachen" gab, ist es für mich schon recht günstig und ein wenig an der Zeit, durchzuschnaufen, die frische Luft auf mich wirken zu lassen und ein wenig die "Weitewildeweltschau" meiner Leipzigerfahrungen für mich Revue passieren zu lassen, denn daraus ahne ich schließlich dann auch, daß Sebastian Hartmann und seine nunmehr berüchtigte Central-Crew ja nicht einfach aus der Welt sind, sondern es gewiß irgendwo, irgendwie, irgendwann da neue Sachen gibt. Da ich zB. auch "Fanny und Alexander" nicht sah und mit "Schuld und Sühne" auch ein neuer Laberenz am Start ist, der terminlich günstiger liegt für mich,
    werde ich mich wohl im Januar zum Abschied dann tatsächlich noch einmal nach Leipzig aufmachen 11 Monate nach den letzten 11 Nächten. Stefan hat natürlich mit dem jetzigen Wochenende, "Krieg und Frieden" und "Mein Faust", ein glückliches Händchen. Da spontan hinzufahren, lohnt ganz bestimmt, für solche, die unschlüssig sind; "man" kann -leider- davon ausgehen, daß es noch Karten dafür gibt: Freud und Leid liegen da mitunter sehr nah beieinander..

    (Lieber Arkadij, das mit dem "Yeti" muss ein Fehler meinerseits gewesen sein, denn ich habe den Kommentar freigeschaltet. Wo dabei der "Yeti" hingekommen ist: keine Ahnung! Jetzt ist er wieder da. Herzlich wb)
    Arkadij Zarthäuser , 08. Dezember 2012 - 13:59 Uhr
    143. nachtkritik-Charts: volles Haus bei Krieg und Frieden
    @arkadij / 142: gestern Krieg und Frieden, also in Platzkategorie 1 gab es gestern keine drei zusammenhängenden Plätze mehr - und sogar in Kat. 2 nur noch am Rand. schön voll war's, sogar noch am Schluss!
    es hat mir so gut gefallen, dass ich heute Abend noch in "mein faust" gehe
    Robert , 09. Dezember 2012 - 09:47 Uhr
    144. Charts: Top 10 des Jahres
    Auch in diesem Jahr wieder meine Top 10 (aus 27) Theateraufführungen:

    1. Leo Tolstoi/Krieg und Frieden/Matthias Hartmann/Kasino Wien

    2. Hans Fallada/Jeder stirbt für sich alleine/Luk Perceval/Thalia Theater Hamburg

    3. Anton Tschechow/Der Kirschgarten/Luk Perceval/Thalia Theater Hamburg

    4. Moliere/Der Menschenfeind/Ivo van Hove/Schaubühne Berlin

    5. Anton Tschechow/Onkel Wanja/Jürgen Gosch/Deutsches Theater Berlin

    6. Heinrich von Kleist/Prinz von Homburg/Andrea Breth/Landestheater Salzburg

    7. Isaak Babel/Marija/Andrea Breth/Schauspielhaus Düsseldorf

    8. Leo Tolstoi/Die Macht der Finsternis/Michael Thalheimer/Schaubühne Berlin

    9. Henrik Ibsen/Baumeister Solness/Barbara Frey/Pfauen Zürich

    10. Henrik Ibsen/Hedda Gabler/Martin Kusej/Residenztheater München

    Michael , 23. Dezember 2012 - 15:01 Uhr
    145. nachtkritik-Charts: gehört auch dazu!
    meistdiskutierte Inszenierungen? geht es da um Stil und Ästhetik oder auch um Inhalt? Dann gehörte auch der Eisvogel aus Potsdam dazu...schauen wir uns mal das Forum auf nachtkritik dazu an.
    Frank V. , 23. Januar 2013 - 13:50 Uhr
    146. Charts: Platz der Vorwoche
    Eure "Platz der Vorwoche" stimmt immer nicht, wollte ich mal loswerden. Das stimmt eure charts so fahrlässig.

    (Liebe/r LE, danke für den Hinweis. Wir korrigieren den Fehler schnellstmöglich. Mit freundlichen Grüßen, Christian Rakow)
    LE , 12. September 2013 - 00:51 Uhr
    147. Charts: alte Wochenstände?
    kann man eigentlich die alten Charts irgendwo nachlesen?
    Archäologin , 18. September 2013 - 13:40 Uhr
    148. nachtkritik-Charts: Zuruf
    Gratulation nach Leipzig!
    Michel aus HH , 16. Oktober 2013 - 08:15 Uhr
    149. nachtkritik-charts: Link
    Link zum erneuten Chart-Platz 1 - Glückwunsch:

    http://www.youtube.com/watch?v=774cYOpwMww
    Linkin Park , 23. Oktober 2013 - 17:39 Uhr
    150. nachtkritik-Charts: volle Säle
    Platz 1 hier! Und wie man hört: volle Zuschauersäle! Leipzig kommt!
    Lipzig Löwe , 24. Oktober 2013 - 10:45 Uhr
    151. nachtkritik-Charts: knapp 'ne Stunde
    Volle Säle?! Oha!
    wahrscheinlich suchen sich alle Leipziger gerade dieses Stück aus, weil es nur knapp ne Stunde dauert. schnell rein, schnell raus. so nach dem Motto "Theaterpflicht erfüllt - und hinterher schaff ich dann auch noch die neue Folge von Bauer sucht Frau"
    ;-)
    kurz & (schmerz)voll , 24. Oktober 2013 - 14:28 Uhr
    152. nachtkritik-Charts: lange genug
    SICHER! DENN 5 STUNDEN NONSENS UND EITELKEIT HATTEN SIE (ALSO SEHR SEHR WENIGE, WAR JA NIE JEMAND DA) JA NUN LANGE GENUG!
    @ k & voll , 24. Oktober 2013 - 16:20 Uhr
    153. nachtkritik-Charts: Nerv der Zeit
    Was man wohl auf alle Fälle sagen muß: Das Gorki bohrt am Zahn der Zeit. Dreimal in den Topten und lebhafte blogs, Hut ab!
    wolfgangk , 04. Dezember 2013 - 15:25 Uhr
    154. nachtkritik-Charts: schlimm
    Platz fünf für den Rosenkavalier? Würde da nicht der Name Christoph Waltz stehen, würde kein Hahn danach krähen! Es ist schlimm! Sehr schlimm!
    DasIch , 18. Dezember 2013 - 10:01 Uhr
    155. nachtkritik-Charts: mutiges Gorki-Theater
    Respekt für das Maxim Gorki Theater! Mutig durchgezogen, belohnt, zurecht!
    Marc , 23. Dezember 2013 - 14:14 Uhr
    156. nachtkritik-Charts: persönliche Top 10 2013
    Auch in diesem Jahr wieder meine Top 10 (aus 22) Aufführungen:

    1. Anton Tschechow/Platonow/Bosse/Thalia Hamburg
    2. Bernhard/Der Ignorant und der Wahnsinnige/Bosse/Burg Wien
    3. Tschechow/Onkel Wanja/Henkel-Simons/Kammerspiele München
    4. Bernhard/Wille zur Wahrheit/Reese/Schauspiel Frankfurt
    5. Ibsen/Gespenster/Bösch/Akademietheater Wien
    6. Christa Wolf/Der geteilte Himmel/Köhler/Schauspiel Dresden
    7. Nestroy/Lumpazivagabundus/Hartmann/Salzburg Festspiele
    8. Tschechow/Onkel Wanja/Borgmann/Schauspiel Stuttgart
    9. Dostojewski/Die Brüder Karamasow/Perceval/Thalia Hamburg
    10. Shakespeare/Hamlet/Ostermeier/Schaubühne Berlin
    Michael , 28. Dezember 2013 - 15:15 Uhr
    157. nachtkritik-Charts: restaurative Top Ten
    Entschuldigen Sie, Michael! Aber Ostermeiers Hamlet ist von 2009 oder 2010. Ihre Liste ist in etwa so restaurativ wie ein spätromantisches Gedicht von 2014. Ohne irgend etwas von 2013.
    LE , 18. Januar 2014 - 02:59 Uhr
    158. Charts: Little Foxes vermisst
    Hä? Und wo sind die "Little Foxes"? Platz 11?
    Fuchs , 22. Januar 2014 - 08:58 Uhr
    159. nachtkritik-Charts: Stimmenvielfalt
    1 Die nachtkritik-Charts erfassen die Stimmenvielfalt aus Nachtkritiken, Kritikenrundschauen und Leserbeteiligung in einem Algorithmus. Die zehn Inszenierungen, die aus diesem Zahlenspiel resultieren, sind nicht die größten, stärksten oder tollsten, sondern schlichtweg zehn Theaterabende, die bei Kritik und Publikum in der deutschsprachigen Schweiz, Österreich und Deutschland gerade für verstärkte Aufmerksamkeit sorgen. Die Charts werden ein Mal pro Woche aktualisiert. Charts-Tag ist Mittwoch.
    (aktueller Stand: 19. Februar 2014)

    Liebe NK-Stimmungseinfänger, die Stimmenvielfalt ist nach wie vor ein Witz, oder?
    @ , 19. Februar 2014 - 07:31 Uhr
    160. Charts: wieder da
    zum "Löwen im Winter", Platz 2. Gratulation an Hartmann und sein Team, die es wieder mal in die Nachtkritik-Charts geschafft haben!
    Anmerkender , 05. März 2014 - 11:54 Uhr
    161. Charts: gelber Engel von nachtkritik.de
    Die Top 10 sind der gelbe Engel von Nachkritik. Fristch landet mit 2 Rezensionen, davon einer lokalen und vier Posts auf dem ersten Platz.Wahnsinnige Aufmerksamkeit! Dass das Fristch Theater skandalos verblödet ist ja nicht wichtig. Fristch gib den gelben Theaterengel zurück!
    Ferdi , 09. April 2014 - 16:03 Uhr
    162. Charts: was heißt das genau?
    liebe nachtkritik,
    ich verstehe das auch nicht. wie ortet ihr denn die höchste aufmerksamkeit? fritsch jetzt mit zwei kritiken und 7 kommentaren schlägt alles andere?
    was heißt den stimmenvielfalt genau? sind die klicks auf die kritik gezählt und wiegen die mehr als die zeitungskritiken??
    Hä? , 09. April 2014 - 23:03 Uhr
    163. Charts: Platz eins?
    Würde mich auch sehr interessieren wie es Fritsch auf Platz eins schafft.
    Gilt der Hospitanten Vorbericht auch schon als Kritik und Kommentar?
    Oder entscheidet einfach der Diensthabende Redakteur?
    Mit der Bitte um Antwort.

    (Sehr geehrter (r) Pinke, Pinke,
    die Platzierung der Inszenierung in den Charts rechnet ein entsprechendes Modul nach einem eigens zu diesem Zweck programmierten Algorithmus aus. Der Probenreport fließt natürlich in die Wertung nicht mit ein. Freundliche Grüsse aus der Redaktion, Esther Slevogt)
    Pinke, Pinke , 10. April 2014 - 08:17 Uhr
    164. Charts: Warum?
    Warum wird der Algorthmus eigentlich nicht offen gelegt?
    Ferdi , 10. April 2014 - 09:50 Uhr
    165. Charts: Frage und Antwort
    hallo nachtkritik,
    ich hatte euch etwas gefragt...antwortet doch bitte auch mir...
    wie funktioniert das modul??
    kaufmann von venedig in köln hat vor kurzem 9 kritiken bekommen und erschien erst gar nicht in den charts. dabei hatten andere nur eine weitere kritik. wie geht das?
    besten gruß

    (Sehr geehrter Hä, es geht nicht so sehr um das Quantum an Kritiken, die erscheinen - wobei es einen Wert gibt, in dem das miterfasst wird - sondern vor allem um das Stimmungsbild, das darin erkennbar wird. Das wird von den jeweiligen Rundschau-bearbeitenden Redakteuren numerisch erfasst und in den Algorithmus eingespeist. Die Nachtkritik wird in dem Bild, das sie von dem Abend gibt, ebenso bewertet und in das Modul eingespeist. Zudem werden Zugriffe und Kommentare verrechnet. Es gibt auch Faktoren, die gegen diese Bewertungsverrechnung laufen, sodass die Charts dynamisch bleiben, zu Deutsch: Nach einigen Wochen wird es immer schwieriger, in den Charts zu bleiben. Es ist so kompliziert und letztlich auch spielerisch angelegt, dass wir als Redakteure vor der Veröffentlichung der Charts selbst gespannt sind, wer wie hoch einsteigt. Mit freundlichen Grüßen, Christian Rakow / Redaktion)
    , 10. April 2014 - 14:27 Uhr
    166. Chart: immer noch Fragen
    liebe nachtkritik, danke für die antwort, aber ich bin noch nicht ganz zufrieden...
    ...also so eine richtig schlechte kritik bekommt mehr punkte als eine, die nur einfach beschreibt,z.b.? weil das stimmungsbild mehr ausschlägt...richtig?
    ...die punktzahl geben die redakteure von nachtkritik ins programm ein...d.h., ihr bestimmt doch letztendlich das stimmungsbild und macht damit politik, oder?
    wenn dem so ist, wäre es doch mal gut, wenn ihr diese module offenlegt und zeigt, wie ihr das eintragt.
    beste grüße
    , 10. April 2014 - 17:28 Uhr
    167. Charts: nicht viel zu entschlüsseln
    Nee nee nee,

    so ganz stimmt das nicht. Zum Beispiel kommen größere und angesagtere kleinere Theater, oder auch angesagtere Teams selbst bei nur soliden Leistungen deutlich leichter in die Chart. Das lässt sich auf Ihrer Seite immer wieder eindeutig feststellen. Ich denke nur, lieber Ha, dass nicht so sehr Politik gemacht wird, sondern mehr nach Geschmack und dem, was der Redakteur eben kennt, tendenziell "gefördert" wird. Ist wie mit so vielen anderen Produkten auch, da gibt es nicht viel zu entschlüsseln.
    , 10. April 2014 - 19:28 Uhr
    168. Charts: fantastische Einrichtung
    Ich halte die nachtkritik-Charts für eine fantastische Einrichtung, die aufzeigt, was aktuell relevant ist und somit den Wettbewerb stärkt. Die Charts dieser Woche entsprechen fast 1 zu 1 meinen persönlichen Favoriten. Viele Grüße ans Team und weiter so!
    Thomas Ransmeier , 10. April 2014 - 22:24 Uhr
    169. Charts: Interpretationsleistung
    @Hä und Δ

    Wenn wir die exakte Coca-Cola-Formel preisgäben, würde sie nachgekocht und manipuliert. Das, was Christian Rakow unter 165 geschrieben hat, ist ohnehin schon recht präzise und gibt die Wirkungsweise des Algorithmus gut wieder. Dass es, wie Δ schreibt, größere und angesagte Theater leichter haben, hängt schlicht mit den Zugriffszahlen zusammen, die ja auch eine nicht unbedeutende Rolle spielen. Es ist einfach so, dass die Kritik von der großen Bühne des Burgtheaters häufiger gelesen wird als die aus St. Pölten.

    Was die Nachfrage von Hä angeht: Nein, eine schlechte Kritik bekommt nicht mehr Punkte als eine nur beschreibende. Und ja, Kritiken in Punktzahlen zu überführen, ist eine Interpretationsleistung, die wir keinem Rechner anvertraut haben, sondern selbst durchführen. Dabei wird aber keine Politik gemacht, denn wir haben auch da recht klar definierte Kriterien und überprüfen uns auch gegenseitig. Eher noch machen wir Politik bei der Vorauswahl der Premieren, die wir besprechen (denn nur diese können in die Charts kommen). Diese Art der Politik ist aber bei unserem Modell (ebenso wie in jeder Zeitung oder in jedem Magazin) unvermeidbar, denn wir müssen uns ja zwangsläufig für eine Auswahl entscheiden.
    Wolfgang Behrens , 11. April 2014 - 07:56 Uhr

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