Die Thüringer Theater verrotten langsam
Leise bröckeln unsere Lieder
Dieser Beitrag ist Teil des nachtkriktik.de-Archivs. Er entspricht Layout und technischem Stand vor November 2021.
Den anderen Theaterhäusern im Land geht es nicht besser, Wolfgang Hirsch: "Die Häuser sind seit zwei Jahrzehnten ausgezehrt; statt ihre Etats, wie für Krankenhäuser, Schulen und die öffentliche Verwaltung selbstverständlich, an steigende Kosten anzugleichen, wurden bestenfalls die alten Zuschussniveaus gehalten - und schlimmstenfalls gekürzt."
Im Bespieltheater Eisenach fehlen die nötigsten Bühnentechniker. In Erfurt fehlt das Geld um die Klos und die Parkettfußböden in Ordnung zu halten. Heilfroh ist man in Altenburg, dass Intendant Matthias Oldag sein Amt aufgeben wird. Aber auch dessen 1,8 Millionen-Defizit rühre zu einem Viertel aus dringenden Instandsetzungsmaßnahmen. Mag sein, schreibt Wolfgang Hirsch, dass in Weimar für das Nationaltheater "zumindest die 550 000 Euro für die Tariferhöhungen 2010 aufzubringen sind". Allerdings hapere es bisher am 19-Prozent-Anteil der Stadt Weimar. Aber selbst wenn dafür eine Lösung gefunden würde, ist davon "noch nichts repariert und das Strukturdefizit in keinster Weise behoben".



