die nachtkritik
"Koralli Korallo" in Wien © Bettina FrenzelWien, 15. September 2021
Die Verpflanzung der Arten
Mit Wiener Lässigkeit und einem Hauch von Wolf Haas' Brenner-Kriminalromanen erzählen Milena Michalek und das Ensemble des Kosmos Theaters Wien vom weltweiten Artensterben und vom Sterben des Menschen. Koralli Korallo heißt ihr schillernder Abend, der unsere Nachtkritikerin Gabi Hift berührt und bewegt hat.
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klimadebatte
"Eine andere Welt ist möglich", sagen Fridays For Future in Berlin © Fridays For Future / flickr.com15. September 2021
Schluss mit "Höher, schneller, weiter!"
127 Unterstützer:innen haben sich dieser Initiative für einen Fonds Ästhetik und Nachhaltigkeit bereits angeschlossen. Von Klaus Töpfer über Maja Göpel bis Milo Rau und Kathrin Röggla. Worum soll es gehen? Die Initiator:innen Adrienne Goehler und Manuel Rivera sagen es im Interview.
theater + netz 2021
15. September 2021
Im Zwischenraum
Am 11. September fand die Konferenz Theater + Netz statt – als fünfstündige Live-Sendung aus der Böll-Stiftung in Berlin. Hier das Programm und alle weiteren Informationen. Und hier im Player der 4 1/2-Stunden-Mitschnitt von den Talks und Veranstaltungen bei Im Zwischenraum. Theater und Netz Achteinhalb zum Nachschauen.
nachtkritik-charts
"Der Idiot" in Bochum © Armin Smailovic15. September 2021
Top Ten des Theaters
1782 feierte August Wilhelm Iffland seinen ersten Triumph als Franz Moor in Schillers "Die Räuber". 239 Jahre später hält der aktuelle Iffland-Ringträger mit Dostojewski die heranpreschenden Dessauer "Räuber" (die höchsten Neueinsteiger der Woche) auf Abstand – in den nachtkritik.de-Charts.
kolumne
Lara-Sophie Milagro
Gewalt gegen Gewalt
Wie stellt man rassistische und sexistische Gewalt dar? Braucht es wirklich immer und immer wieder explizit ausgestellte Gewalt gegen nicht-weiße Körper? Für Lara-Sophie Milagro ist es Zeit für andere Bilder und Geschichten.
buchkritik
Erfindung eines Genres
Der Dramatiker und Autor Klaus Pohl hat einen Roman geschrieben. Sein oder Nichtsein – halb Tatsachenbericht, halb Fiktion – erzählt von Peter Zadek und den Proben zu seiner berühmten Hamlet-Inszenierung im Jahr 1999. Dabei erfüllt Pohl sowohl ästhetische Bedürfnisse als auch das Verlangen nach Information. Ein Genre ohne Vorbilder: mehr von Thomas Rothschild.
nachruf
Gabriele Groenewold (1947-2021) Anfang der 1970er Jahre © Julia Grimpe-Faoro12. September 2021
Frau Dr. Groenewolds Zimmer
Ende Juli starb die langjährige Chefdramaturgin des Bochumer Schauspielhauses Gabriele Groenewold. In seinem Nachruf würdigt Frank-Patrick Steckel eine Frau mit ungewöhnlichen Qualitäten und stellt grundsätzliche Überlegungen zum Stand ihres Berufs an. Und zum schwindenden Raum für Bücher- und Kunstmenschen wie sie es war in dieser immer stärker von Effizienzdenken gesteuerteren Welt.
presseschau
15. September 2021
Mitten ins Herz
Die Freie Theaterszene hat unter den Auswirkungen der Pandemie stark zu leiden. Beim Bundesforum des Bundesverbandes Freie Darstellende Künste und des Fonds Darstellende Künste diskutieren Künstler:innen mit Vertreter:innen aus Wissenschaft, Verwaltung und Kulturpolitik. André Mumot berichtet im Deutschlandfunk Kultur.
15. September 2021. Wegen "Vorhaltungen aufgrund des Führungsstils": Das Landestheater Linz hat seine Tanzdirektorin und Chefchoreografin, Mei Hong Lin, bis auf Weiteres von ihren Funktionen freigestellt. Der Standard berichtet.
15. September 2021. "Auf dem Theater spielen Schauspieler Menschen; in der Talkshow spielen Menschen sich selbst". Ex-Süddeutsche-Chefredakteur Kurt Kister wird zum Theaterkritiker und bespricht das "Triell" – seiner Ansicht nach ein "Sprechstück".
neue dramatik
10. September 2021
Regine Dura + Hans-Werner Kroesinger:
Poetik des Dokuments
In Kooperation mit dem Literaturforum im Brecht-Haus veranstaltet nachtkritik.de in diesem Jahr die Gesprächsreihe Neue Dramatik in zwölf Positionen. In der achten Folge sind Hans-Werner Kroesinger und Regine Dura zu Gast. Die beiden gehören zu den prägendsten Akteur:innen des Dokumentartheaters. Sie durchforsten für ihre Texte die Archive, verwenden Fundstücke wie Briefe, Zeitungsartikel oder Gesetzestexte. Im Interview mit Esther Slevogt, sprechen sie darüber, wie dieses Montage-Verfahren dazu animiert, sich immer wieder neu mit der politischen Vergangenheit und Gegenwart auseinanderzusetzen: "Was man weiß, verpflichtet auch", sagen sie. Weitere Informationen zu dieser Folge und zur ganzen Reihe finden Sie hier.
notruf des theaternachwuchses
Die havarierte Costa Concordia © Rvongher / Wikimedia Commons - CC BY-SA 3.07. September 2021
Auflaufmodelle
Das Theater scheint die Pandemie überlebt zu haben, doch was ist mit dem Theaternachwuchs – etwa denen, die 2020/21 ihren Hochschul-Abschluss gemacht haben und in eine Zukunft gestartet sind, die unsicherer nicht sein könnte? Einige von ihnen melden sich hier zu Wort und stellen fest, dass Corona eine bereits bestehende Schieflage verstärkt hat. Sie haben aber auch Lösungsvorschläge.
der newsletter
Der Newsletter von nachtkritik.de: innerhalb einer Kaffeepause alles Wichtige intus.
9. September 2021
Was man weiß,
verpflichtet auch
Donnerstag ist Newslettertag. Heute beschäftigt Anne Peter sich mit den Spektakeln des Wahlkampfs – außerdem mit folgenden Themen: Aufschrei Theater-Absolvent:innen + Konferenz "Theater & Netz" + Engagierte Neue Dramatik. Hier der Newsletter in der Webversion. Hier können Sie den nachtkritik-Newsletter abonnieren.
buchkritik sasha marianna salzmann
Wie eine Raupe,
die sich häutet
Sasha Marianna Salzmann bringt nach "Außer sich" ihren zweiten Roman heraus. Im Menschen muss alles herrlich sein ist ein politischer Familienroman über vier Frauen – zwei Mütter, zwei Töchter, die wissen, dass es die eine Wahrheit nicht gibt, und trotzdem auf der Suche nach ihr sind, zum Beispiel in der Auseinandersetzung mit ihrer Herkunft. Es ist ein feministischer Roman, ein Plädoyer für eine Form des intersubjektiven Erlebens, schreibt in ihrer Buchkritik Stephanie Drees.
theaterbrief aus china
Die Revolutionäre Modelloper "Shajiabang" von der Shanghai Peking Opera Troupe im März 2021 © Mei Wei2. September 2021
Vom Tigerberg nach Warschau und Berlin
Das chinesische Theater entdeckte in der Pandemie die revolutionären Modellopern neu. Statt Rotarmisten dienten nun Krankenschwestern als positive Held:innen. Aber das Theater in China hält auch noch ganz andere Überraschungen bereit. Mei Wei, Theater-Professorin in Shanghai, berichtet.
lukas bärfuss: berliner rede
Lukas Bärfuss bei der "Langen Nacht der Autor:innen" am DT in Berlin © Julian Marbach9. September 2021
Das Theater gehört uns
"(...)geschöpft, dem Chaos entrissen, und jetzt in der Welt." Der Dramatiker + Georg-Büchner-Preisträger Lukas Bärfuss saß der Jury bei den Autor:innentheatertagen im Deutschen Theater vor. Über das Stückeschreiben in pandemischen Zeiten und nicht weniger als das Wesen des Theaters sprach er in seiner Eröffnungsrede bei der Langen Nacht der Autor:innen.
interview
Emel Aydoğdu + Selen Kara
© Denis Walter + Hakki Topcu26. August 2021
Noch kein Normalzustand
Was am Wohnungsmarkt die Frage nach dem deutschen Pass, das ist am Theater die Aussage: "Schiller mögen allein reicht nicht". Wer mitspielen will und "anders" aussieht, muss Zugehörigkeit beweisen. Damit haben die Regisseurinnen Emel Aydoğdu und Selen Kara zahllose Erfahrungen gemacht. Max Florian Kühlem hat sie getroffen.
afghanistan
Zeichnung des Ende Juli von den Taliban ermordeten Comedians Nazar Mohammad Khasha © Farand Safi23. August 2021
Unvorstellbare Gefahr
Mit der Übernahme der Macht durch die Taliban sind Kunst und Kultur gefährdet, ihre Ausübung lebensgefährlich geworden. Ein afghanischer Theatermacher, der nach einem Bombenanschlag auf eine Theateraufführung vor ein paar Jahren nach Deutschland kam, hat mit Esther Slevogt über die aktuelle Situation gesprochen. Um seine Familie in Afghanistan nicht zu gefährden, möchte er anonym bleiben.
buchkritik
Wie Penélope Cruz
Lanzarote – nicht als kanarisches Urlaubsparadies, sondern als Ort einer Spurensuche, die in die Abgründe des deutsch-spanischen Faschismus führt. So erscheint die Insel in Moritz Rinkes neuestem Roman Der längste Tag im Leben des Pedro Fernández García. Cornelia Fiedler hat ihn gelesen.
kulturjournalismus heute
Luna Ali + Petra Kohse
© Paul Lovis Wagner + Antonia Aurin18. August 2021
Wir müssen reden!
Schrumpfende Printpräsenz, wachsender Druck der Plattformökonomie online. Quo vadis Kulturjournalismus? Auf dem Symposium Die Zukunft des Kulturjournalismus im Dialog mit der Freien Szene in Berlin gab's eine Standortbestimmung. Wir veröffentlichen Positionen der Dramatikerin Luna Ali und der Journalistin Petra Kohse.
der theaterpodcast
Die Dortmunder Produktion "2170" © Birgit Hupfeld12. August 2021
Alleskönner:innen
Dramaturg:innen lesen Stücke, setzen Themen, begleiten Proben, moderieren Publikumsgespräche. Waren sie früher die Anwält:innen der Literatur, sind sie heute vor allem Manager:innen einer Produktion. Im Theaterpodcast #38 sprechen Susanne Burkhardt und Elena Philipp mit Remsi Al Khalisi, Hannah Saar und Hermann Beil über ein Berufsbild im Wandel.
nachtkritik-app
Live und in Farbe!
Welche Highlights gibt es zu Beginn der ersten (hoffentlich) post-pandemischen Theatersaison? Wo ist spannendes Netztheater zu sehen? Wenn Sie keine Nachricht aus dem Theatersektor, keine Kritik verpassen wollen: Nutzen Sie die nachtkritik-App mit Push-Funktion. Dann erhalten Sie alle wichtigen Kritiken und Theaternews direkt aus der Redaktion auf Ihr Smartphone. Zum Download.
interview
Barbara Frey © Daniel SadrowskiBochum, 3. August 2021
"Wo die Angst ist,
da geht's lang!"
Am 14. August wird die Ruhrtriennale eröffnet. Neue Leiterin ist Barbara Frey. Die frühere Zürcher Intendantin übernimmt als erste Regie führende Frau diesen Posten. Im Interview mit Andreas Wilink spricht sie über Edgar Allan Poe, Industriekultur, Frauen + Tod. Und darüber, was passiert, wenn Männer sich gegenseitig den Rücken einseifen.
dossier netztheater
Festivaldokumentation
In der Pandemie ging das Theater ins Netz – und zwar mit zunehmender Experimentierlust + Expertise. Eine Bestandsaufnahme haben wir mit dem Netztheater-Festival Zoom In im April unternommen, Gastspiele + Artist Talks, Panels + Workshops organisiert. Nun wurde die Dokumentation des Festivals Gundlage dieses Netztheater-Dossiers.
klima
Der Weltklimastreik in Berlin © Luisa Neubauer / Twitter19. Juli 2021
Es muss sich JETZT etwas tun!
Die Folgen den Klimawandels sind verheerend. Seit der Konferenz Klima trifft Theater 2019 begleitet nachtkritik.de das Thema intensiv. Aus aktuellem Anlass verweisen wir noch einmal auf die Videoreihe EcosaloonTV. Hier thematisieren Lynn Takeo Musiol und Christian Tschirner gemeinsam mit dem Regisseur Yannik Böhmer und Expert*innen aus Wirtschaft, Städteplanung und Darstellender Kunst dringliche Klima- und Zukunftsfragen.
theater und macht
Büro von Iris Laufenberg im Schauspielhaus Graz © Lex Karelly22. Mai 2021
8 Fragen an 10 Intendant*innen
Wie hältst du's mit der Macht? Das ist im Strudel der aktuelle Leitungsdebatten wohl die Gretchen-Frage. Zehn Intendant*innen haben fürs Buch "Theater und Macht" auf je acht Fragen zu ihren Theaterleitungsstrategien geantwortet – hier sind die Fragebögen mit Antworten aus Deutschland/Österreich/Schweiz.
















