Offener Brief der Mitarbeiter des Deutschen Schauspiehauses in Hamburg an Kultursenator Reinhard Stuth
Dieser Beitrag ist Teil des nachtkriktik.de-Archivs. Er entspricht Layout und technischem Stand vor November 2021.
Das ist der Grund, weswegen wir uns heute auf diesem Wege an Sie als an den für unser Haus politisch verantwortlichen Senator wenden. Sie werden verstehen, dass jede öffentliche Stellungnahme natürlich auf eine hoch sensibilisierte Wahrnehmung aller am Haus Beschäftigten stößt, deren Biographien und Lebenspläne im Augenblick ungewiss sind. Um so mehr, als bis zu diesem Zeitpunkt kein politisch Verantwortlicher das Gespräch mit den Mitarbeitern des Hauses oder ihren gewählten Vertretern gesucht hat, nicht einmal mit denen, die im Augenblick für die Leitung des Hauses verantwortlich sind. Wir fordern Sie dringend zu einem solchen Gespräch auf. Sie könnten dabei feststellen, daß ungeachtet der Fachleute von außen, die Sie zu Rate ziehen, im Haus ein großes Potential an zukunftsweisenden Ideen darüber existiert, wie sinnvoll, verantwortungsbewusst und zukunftsweisend mit dem Haus umgegangen werden kann. Dieser Austausch wäre für die Mitarbeiter wie für die weitere Entwicklung hilfreicher als eine Fülle öffentlicher Verlautbarungen.
Marco Albrecht - Sprecher des Ensembles
Jack Kurfess - Geschäftsführer
Günter Oppermann - Vorsitzender des Betriebsrats
Michael Propfe - Leitender Dramaturg
Klaus Schumacher - Künstlerischer Leiter des Jungen Schauspielhauses
Florian Vogel - Künstlerischer Leiter Schauspielhaus



