Offener Brief des Jungen Schauspielhauses Hamburg
Lieber streitend vergehen!
Dieser Beitrag ist Teil des nachtkriktik.de-Archivs. Er entspricht Layout und technischem Stand vor November 2021.
Liebe Bürgerinnen und Bürger der Stadt, liebe kritische Journalisten, liebe Kulturschaffende, liebe Lehrer, liebes Publikum, liebe Freunde des Schauspielhauses und des Jungen Schauspielhauses! Solidarisiert Euch mit uns, kämpft für Bildung und Kultur! Unser Hamlet am Jungen Schauspielhaus, unser wunderbarer Boy-Gobert-Preisträger Thorsten Hierse fragt mit Shakespeares Worten: "Ein Mensch sein oder nicht. Das ist die Frage. Zeugt es von größerer Würde auszuhalten, womit das launische Geschick uns foltert oder das Meer der Plagen zu bekämpfen und streitend zu vergehen." Wir werden für die Werte, die das Theater verkörpert und die wir hier mit jeder Vorstellung mit Kindern und Jugendlichen (er)leben, streiten. Kultur und Bildung sind kein Luxus. Sie sind lebensnotwendig. Wir erzählen am Jungen Schauspielhaus unsere und Eure Geschichten. Und unser Publikum ist Generationen und Schichten und Nationen übergreifend. Und Herr Senator Frigge, wir hier am Jungen Schauspielhaus brauchen, anders als "König der Löwen", Subventionen und private Stifter, um ein Theater von hoher Qualität und Bedeutung zeigen zu können - für viele Kinder sogar immer wieder kostenlos. Für dieses Ziel und dieses Publikum kämpfen wir!
"Lieber streitend vergehen!"
Klaus Schumacher und die Mitarbeiter des Jungen Schauspielhauses



