Presseschau vom 20. September 2011 - Sebastian Hartmann spricht auf MDR Figaro über seinen Leipzig-Ausstieg
Sebastian Hartmann spricht!
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Lesen Sie hier unseren Kommentar zur Rücktrittsankündigung von Sebastian Hartmann
(geka)
hartmann.mp3

ich werde gerne 200 km und mehr auf mich nehmen, um diese inszenierung- fanny& alexander- zu sehen.
irgendwie konsequent wie er sich verhält.
angenehm anders keine karriere um jeden preis.
kein management.
ein künstler-wird immer seltener, bald schon ausgestorben.
vielleicht sollte man ihm ein museum geben und da kann er sich und sein ensemble ausstellen. so sah theater aus als auslastungszahlen und maximale publikumsanbiederung noch nicht das alleinseeligmachende war.
Sie haben sehr Recht - aber erzählen Sie das mal einem nachtkritiker wie Matthias Schmidt, der Theater danach bewertet, ob es Grillwürstchen gibt und der Intendant Sie per Handschlag begrüßt! Theater als Resonanzraum ist ein aussterbendes Medium. Theater als Massenware ist in. Traurig.
für mich ist hartmann mit seinem theater, seinen kollegen und seinem publikum respekt- und achtlos umgegangen. mit einigen texten die er inszeniert hat oder inszenieren ließ, ebenfalls.
und, soweit ich das beurteilen kann, aus einer eitlen selbstüberzeugung heraus, die ihresgleichen sucht.
kein mitleid.
aber ansonsten: immer weiter feste druff.
mit mir als kleinem teil des publikums ist herr hartmann nicht "respekt- und achtlos" umgegangen. im gegenteil, ich fühlte mich bei jedem besuch (bestimmt 10mal in den letzten 2 jahren als nicht-leipziger) gut aufgehoben und willkommen.
auch dass er mit texten respektlos umgegangen ist, kann ich nicht bestätigen. aber wie ginge das überhaupt?