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Die Quote sei auch der Hauptgrund, warum Schauspielintendant Christian von Treskow gehen soll. "Viele werfen ihm vor, er mache ein zu elitäres Theater und keine Angebote für einen großen Teil des Publikums. Das sei längst zu  privaten Bühnen abgewandert." Dabei sei es von Treskow gelungen, das zuvor profillos dahindümpelnde Schauspiel in Schwung zu bringen und jungen Zuschauern zu öffnen: "Er hat Regisseure mit starken Handschriften ans Haus gebunden und mit Inszenierungen wie 'Die Kontrakte des Kaufmanns' von Elfriede Jelinek sogar überregionale Akzente gesetzt."

Bis Frühjahr 2013 soll eine Findungskommission einen neuen Schauspielintendanten küren. "Dessen Aufgabe wird vor allem sein, mit dem Geld klar zu kommen. Ein Ensemble von zehn Schauspielern muss in Zukunft reichen."  Pragmatiker seien gefragt, keine Künstlerintendanten – ein Anforderungsprofil, das sich bei "der Besetzung vieler Leitungsposten in den vergangenen Jahren bemerken" ließe.

(geka)

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