Ist es Schicksal?

von Şeyda Kurt

14. Januar 2020. Ein Samstagabend im Januar. Ich bin in der Stadt, in der ich geboren und aufgewachsen bin: Köln. Ich bin verkatert. Eigentlich ist es schön, verkatert ins Theater zu gehen. Meine Sinne sind geschärft. Denn sie trauen meinem Urteilsvermögen nicht mehr. Sie sind auf der Lauer, ein wenig verängstigt, ein wenig verwundert über die anhaltende Schnelllebigkeit der Welt. Und neugierig.

Überall Monokulturen

von Şeyda Kurt

26. November 2019. Liebe Leser*innen! Ich suche nach Utopien der Liebe auf Theaterbühnen. Ich nehme Sie mit auf die Reise. Sie beginnt an einem Novemberabend in einer Stadt, in der vor rund neun Jahren meine frühjugendlichen Vorstellungen von Beziehung und Romantik zerschellten: in Wuppertal. Meine erste mehrmonatige Beziehung mit einem Wuppertaler endete in Tränen, dann in Ohrfeigen, das letzte Mal fuhr ich im Jahre 2011 in die Stadt, das war für eine Gerichtsverhandlung. Ich brauche also eine neue Erzählung von diesem Ort und von der Liebe sowieso, aus Berufsgründen, weil Sie ja etwas Gescheites lesen wollen in dieser Kolumne.