Voices of Europe – Visions for a Theatre of the Future

20. Januar 2021. Vom 20. bis 31. Januar findet am Hamburger Thalia Theater und am Dramaten in Stockholm die digitale Ausgabe der LESSINGTAGE, des Festivals des europäischen Theaternetzwerkes mitos21, statt. Die internationalen Gastspiele wurden von den Mitgliedshäusern des Netzwerkes selbst ausgesucht und werden nun als Streams präsentiert: "Ein digitales Panorama des europäischen Theaters", verspricht das Thalia Theater auf seinen Seiten, "heterogen und verschieden in Inhalten und Ästhetiken, angetrieben von der Neugier auf die Vielfalt Europas."

Nachtkritik.de zeigt zwischen dem 21. und 31. Januar jeweils von 19 bis 24 Uhr eine Auswahl des Festivals an insgesamt fünf Abenden. Zum Auftakt am 21. Januar gibt es allerdings nicht Theater, sondern die Filmproduktion Voices of Europe – Visions for a Theatre of the Future.

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Auf der Webseite des Thalia Theaters heißt es über "Voices of Europe":

"Der europäische Kulturaustausch beschränkt sich im Moment auf den digitalen Raum. Kunst und Kultur sind in ihrer Existenz infrage gestellt, zum Teil bedroht und in einigen osteuropäischen Ländern großem politischen Druck ausgesetzt. Viele Kulturinstitutionen, Künstlerinnen und Künstler sind mit der Unterbrechung hochtouriger oder routinierter Abläufe konfrontiert - das auch als Chance zu begreifen, ist ein Anfang. Und es zeigt sich die Bereitschaft vielfältiger künstlerischer Positionen in Europa zum Aufbruch. 

Im Rahmen des Streaming-Festivals LESSINGTAGE 2021 DIGITAL: STORIES FROM EUROPE versammeln wir Stimmen von wichtigen Künstlerinnen und Künstlern aus Europa, die Einblicke in ihre zukunftsweisende Arbeit und ihre Visionen zur Bedeutung der Kunst in einer kommenden Gesellschaft geben: Was bedeutet die aktuelle Zäsur für die Progressivität und die Autonomie der Kunst? Wie positioniert sie sich zwischen einem Nicht-mehr und einem Noch-nicht unserer politischen und sozialen Ordnungen? Wie kann das Theater seine radikale Verlagerung ins Netz überleben oder sogar produktiv für sich nutzen? Was kann es der Spaltung der Gesellschaft, der Zerstörung der Natur und der Vereinzelung der Individuen entgegensetzen? Wie können wir das Theatereuropa wieder zusammendenken und uns gegenseitig Kraft geben? 

Entstanden ist ein Panorama sehr subjektiver und persönlicher "Voices of Europe", das wir zu Beginn des Festivals ausstrahlen: einige der interessantesten europäischen Künstlerinnen und Künstler erzählen von ihrer Vision eines zukünftigen Theaters."

 

Voices of Europe – Visions for a Theatre of the Future
Idee & Gespräche: Joachim Lux, Redaktion: Nora Hertlein, Maren Dey, Emilia Heinrich, Julia Lochte, Produktionsleitung: Christian Persico, Videotechnik: Luca Kowalinski, Johanna Wölfing, Ton: Benedikt Kohlmann, Schnitt: Luca Kowalinski.
Mit: Mattias Andersson, Simon McBurney, Guy Cassiers, Marina Davydova, Ivo van Hove, Grzegorz Jarzyna, Mateja Koležnik, Joachim Lux, Caroline Guiela Nguyen, Thomas Ostermeier, Emma Rice, Christopher Rüping, Kirill Serebrennikov, Simon Stephens.
Stream-Premiere am 21. Januar 2021

www.thalia-theater.de

 

 
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