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Atelierautor:innen 2025/26 am Deutschen Theater Berlin

Die neue ATT-Leiterin Lilly Busch mit den DT ATT Atelierautor:innen 2025/26 Simone Saftig, Gesa Geue und Marcus Peter Tesch  © Eike Walkenhorst

28. September 2025. Simone Saftig, Marcus Peter Tesch und Gesa Geue sind die drei Atelierautor:innen der Saison 2025/26 am Deutschen Theater Berlin. Das teilt das Haus per Presseaussendung mit. Auf Basis ihrer eingereichten und von der dreiköpfigen Jury ausgesuchten Schreibvorhaben würden sie ab sofort ihre Residenzen im DT beginnen.

Der Jury gehörten Schauspielerin und Ensemblemitglied Maren Eggert, Regisseurin und Autorin Milena Michalek sowie Lilly Busch, ATT-Festivalleiterin seit dieser Spielzeit und seit 2023/24 Dramaturgin am DT an. Hier ihre Kurzbeschreibungen der ausgewählten Schreibvorhaben:

Simone Saftig – Jo Gerner schmeißt hin (AT)
"Simone Saftig nimmt in ihrem Schreibvorhaben einen berühmten Mann mit maximal unplausibler Biografie in den Blick: Jo Gerner von GZSZ will nach Folge 8296 aus der Sendung aussteigen. Die Autorin verbindet und zerschmettert zugleich Kategorien, die in der Kunst gern getrennt werden: Ernst und Unterhaltung. Liebevoll und kritisch knöpft Saftig sich die Vorabendserie als populäres Fernsehformat und zugleich als "alte Welt" vor und lässt Jo Gerner sein Serienleben reflektieren und auf seine Zuschauer:innen treffen."

Marcus Peter Tesch – böse bäume (AT)
"Menschen, die sich nachts im Park verirren, auf der Suche nach Nähe, Rückzug oder auch Exzess – bei Marcus Peter Tesch wildert nicht nur der Wald, sondern auch die Sprache. Mit Lust an der Überspitzung erkundet er vielstimmig und lautmalerisch Sehnsüchte und Abgründe menschlichen Zusammenseins und nimmt sich vor, ein modernes Antimärchen zu schreiben. Lustvoll vergärtnert er das Dickicht der heteronormativen Grammatik, um neue Lichtungen der Begegnung zwischen Körpern zu erfinden."

Gesa Geue – ... und hinter der Nacht erscheint die Welt (AT)
"Wie kann man dem Tod den Schrecken nehmen? Mit überbordender Fantasie, verspielt und traurig-ernst zugleich ergründet Gesa Geue das Thema Sterben und den Verlust eines nahen Menschen und entwickelt dabei ein theatrales Stationendrama. Der Unweigerlichkeit des Todes hält sie eine schrille und zärtliche unlogische Logik entgegen, besingt die Undenkbarkeit des zertrümmerten Körpers und erfindet eine humorvolle Sprache des Trauerns.Knapp 200 Einreichungen habe es für die ATT Ateliers gegeben, so die Pressemitteilung des DT. “Auf die Shortlist der Jury schafften es ebenfalls Oskar Luíz Bonn, Lola Fuchs, Amir Gudarzi, Nika Matteo Hauger, Andreas Koch, Rinus Silzle und Anna Zrenner."

Die Produkte ihrer Schreibateliers stellen die Atelierautor:innen im Rahmen der Autor:innentheatertage zum Abschluss der Saison im Sommer 2026 vor. 

(Deutsches Theater Berlin / sd)

 

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