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Burgtheater Wien: Schauspieler Robert Reinagl verstorben
Der Burgtheater-Schauspieler Robert Reinagl (1968–2025) © Tommy Hetzel
30. Oktober 2025. Der Schauspieler Robert Reinagl ist verstorben, teilt das Wiener Burgtheater mit, dessen Ensemble Reinagl 25 Jahre lang angehörte.
"Mit großer Bestürzung und in tiefer Trauer nehmen wir Abschied von einem Schauspieler, der sich weit über die Bühne hinaus stets durch seinen Humor, seine direkte Art, sein Engagement und sein tiefes Berufsethos ausgezeichnet hat. Er war eine Stütze, auf die man sich verlassen konnte; ein Mensch, der mit Leidenschaft und Herz gearbeitet hat und für viele von uns zu einem echten Freund geworden ist", sagt der künstlerische Direktor Stefan Bachmann.
Reinagl, geboren 1968 in Wien, begann seine Laufbahn beim Wiener Ensemble unter Karl Welunschek. 1989 stand er in George Taboris Theater "Der Kreis" in Nestroys "Liebesg'schichten und Heiratssachen" auf der Bühne. Später spielte er am Landhaustheater Klagenfurt und an den Vereinigten Bühnen Graz. 2000 kam er ans Burgtheater und spielte unter anderem bei Regisseur*innen wie Michael Thalheimer, Christian Stückl, Peter Stein, Thomas Langhoff, Barbara Frey, Matthias Hartmann, Andrea Breth, Anna Bergmann oder David Bösch. Zuletzt sah nachtkritik.de ihn 2024 in Philip Stölzls Inszenierung des "Liliom" von Ferenc Molnár.
Reinagl war über 20 Jahre im Betriebsrat des Burgtheaters. Daneben war er als Sänger aktiv und spielte in Film und Fernsehen, etwa im "Tatort", in "Soko Donau" oder in der TV-Komödie "Bösterreich" (2014). Von 2004 bis 2006 lehrte er an der Privatuniversität Konservatorium Wien das Fach Rollengestaltung und war von 2013 bis 2017 Lehrbeauftragter für Sprachgestaltung am Max-Reinhardt-Seminar. Robert Reinagl starb am 30. Oktober 2025 in Wien. Er litt nach ORF-Informationen an einer Lungenkrebs-Erkrankung.
(Burgtheater Wien / weekend.at / robertreinagl.com / orf.at / chr)
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