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Karlsruhe: Dreier-Gremium statt Generalintendanz
24. März 2022. Das Badische Staatstheater soll künftig ohne Generalintendanz geführt werden. Wie bereits jetzt in der laufenden Übergangszeit praktiziert, tritt an die Stelle der Alleinintendanz ein Dreier-Gremium. Das teilt das Baden-Würrtembergische für Wissenschaft Forschung und Kunst mit.
In dem Dreier-Gremium sollen die künstlerischen Intendanz und die Geschäftsführende Direktion durch eine Person ergänzt werden, "die aufgrund ihres Aufgabenprofils für das gesamte Theater Verantwortung trägt (z.B. Künstlerische Betriebsdirektion, Chefdramaturgie)". "Das Dreier-Gremium hat als Theaterleitung die Gesamtverantwortung für das Badische Staatstheater", heißt es in der Pressemitteilung. Daneben gibt es an dem Sechs-Spartenhaus weiterhin Spartenleitungen sowie die Generalmusikdirektor*in, die "in die Spielplangestaltung eingebunden" werden.
Nach einer Führungskrise war im November 2020 entschieden worden, den Vertrag mit Generalintendant Peter Spuhler nicht über 2021 hinaus zu verlängern. Seither wurde das "Karlsruher Modell" mit Übergangs-Intendant Ulrich Peters installiert. Eine Strukturkommission unter Leitung von Staatssekretärin Petra Olschowski, die juristisch vom ehemaligen geschäftsführenden Direktor des Deutschen Bühnenvereins Rolf Bolwin beraten wurde, hat nunmehr das kollektive Leitungsmodell für die Weiterarbeit empfohlen.
Für die Zeit ab 2024 werde "jetzt eine Theaterpersönlichkeit als Intendantin oder Intendant gesucht, die als Teil des kollektiven Dreier-Gremiums die künstlerische Verantwortung übernimmt". In der Findungskommission sitzen Staatssekretärin Petra Olschowski und der Stellvertretende Bürgermeister Dr. Albert Käuflein sowie als externe Berater*innen: Jens-Daniel Herzog, Intendant des Staatstheaters Nürnberg, und Sonja Anders, Geschäftsführerin des Niedersächsischen Staatstheaters Hannover und Schauspielintendantin.
(mwk.baden-wuerttemberg.de / chr)
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