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Yael Ronen erhält Bochumer Peter-Weiss-Preis 2025
31. Oktober 2025. Die Regisseurin und Autorin Yael Ronen wird mit dem Peter-Weiss-Preis 2025 ausgezeichnet. Das gibt die Stadt Bochum, die die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung seit 1990 alle zwei Jahre "an eine Persönlichkeit aus einer der Sparten Literatur, Theater, bildende Kunst und Film" verleiht, in einer Presseaussendung bekannt.
Demnach hat sich die Jury einstimmig für Ronen entschieden. Aus ihrer Sicht wird bei Ronen "das Theater zum Ort der Auseinandersetzung, der kollektiven Selbstbefragung und der Möglichkeit von Empathie, ohne die Widersprüche der Gegenwart zu glätten." Viele Stücke Ronens, heißt es in der Jurybegründung weiter, "handeln von Traumata, Ressentiments und Diskriminierung, von Ängsten und moralischen Ambivalenzen, oft vor dem Hintergrund von extremer Gewalt, Krieg und Vertreibung. Es ist dasselbe dunkle Terrain, das auch schon Peter Weiss umgetrieben hat. Wie er bezieht sie in ihrer Theaterarbeit kritisch Stellung dazu – aus einer Position, die zutiefst Leben und Dialog zugewandt ist.“
Die Verleihung des Preises in der Sparte "Theater" erfolgt 2025 zum fünften Mal. Die vorherigen Preisträger in dieser Sparte waren George Tabori (1990), Kurt Hübner (2000), Dimiter Gotscheff (2008) und Milo Rau (2016/17).
Der Jury unter dem Vorsitz von Kulturdezernent Dietmar Dieckmann gehörten als Fachjurorinnen und -juroren die Schauspielerin Maja Beckmann, die Theaterkritikerin Eva Behrendt, der Intendant des Schauspiels Hannover Dr. Vasco Boenisch und der Theaterwissenschaftler Prof. Dr. Jörn Etzold sowie die Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen im Rat der Stadt Bochum Barbara Jessel (Die Grünen), Sonja Gräf (SPD), Daniel Gorin (Die Grünen) und Monika Pieper (CDU) an.
(Stadt Bochum / cwa)
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