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Schauspielhaus Düsseldorf in finanzieller Schieflage
Millionenloch
Düsseldorf, 1. Dezember 2013. Das Schauspielhaus Düsseldorf ist mit einem Millionen-Finanzloch konfrontiert. Wie Focus online berichtet, haben die Stadt und das Land Nordrhein-Westfalen eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit einer sofortigen Sonderprüfung beauftragt. Die Geschäftsführung des Schauspielhauses habe "auf mehrfache und intensive Nachfrage im dafür zuständigen Prüfungsausschuss weder zu den Fehlbeträgen noch zur Liquiditäts- und Wirtschaftsplanung die notwendige Transparenz herstellen" können.
Millionenloch
Düsseldorf, 1. Dezember 2013. Das Schauspielhaus Düsseldorf ist mit einem Millionen-Finanzloch konfrontiert. Wie Focus online berichtet, haben die Stadt und das Land Nordrhein-Westfalen eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit einer sofortigen Sonderprüfung beauftragt. Die Geschäftsführung des Schauspielhauses habe "auf mehrfache und intensive Nachfrage im dafür zuständigen Prüfungsausschuss weder zu den Fehlbeträgen noch zur Liquiditäts- und Wirtschaftsplanung die notwendige Transparenz herstellen" können.
Daraufhin hätten NRW-Kulturministerin Ute Schäfer (SPD) als Aufsichtsratsvorsitzende und Oberbürgermeister Dirk Elbers (CDU) die Sonderprüfung veranlasst. Das Haus soll bei einem Gesamtetat von rund 24 Millionen Euro einen Mehrbedarf von 5,4 Millionen Euro haben, die Stadt und Land gemeinsam tragen müssen. Die Lücke habe sich aufgetan durch Mindereinnahmen wegen der schlechten Auslastung, Tariferhöhungen für die Mitarbeiter, der Sanierung der Bühne, und es traten diverse Probleme mit der Bühnentechnik auf.
(sik)
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Ein Loch von 5.4 Mio. kann damit nicht erklärt werden.
Baumaßnahmen kommen schon eher in Frage, aber die liegen doch schon 3 Jahre zurück? Und Lohnkostensteigerungen? Bei 20 Mio. Gesamtpersonalkosten kommen schnell 3 Mio. p.a. zusammen,aber müssen die nicht im Wirtschaftsplan berücksichtigt werden, und muss dieser nicht vom Aufsichtsrat genehmigt werden? Gibt die Stadt denn dem Schauspielhaus keine Kompensation für dieses strukturelle Defizit, für das sie als kommunaler Arbeitgeber in den Tarifverhandlungen selbst eine Mitverantwortung trägt?
Fragen über Fragen. Hier kann es keine schnellen Antworten geben - und vollkommen unangemessen ist es, mit dem Finger auf einzelne Personen zu zeigen.
Danke für deine Ausführungen.
Ich wollte nicht behaupten die 5,4 Millionen seien ausschliesslich durch erhöhungen der Flächentarifverträge zustande gekommen. Lediglich den aus meiner Sicht Misstand in der offentlichen Wahnehmung aufzeigen. Natürlich sammelt sich der Betrag über mehr als ein Jahr und sicher spielen Mindereinnahmen eine Rolle, aber nur eine kleine wie Ruhronkel sehr gut ausführt. Und Ich denke dass Herr Weber da eben nicht schuld ist, erst recht nicht allein. Ich wollte auf eine systemische Schieflage im Modell der offentlich geförderten Theater hinweisen. Ehrlich gesagt find ich dass die da in DDorf teilweise wesentlich besseres Theater machen als Ihr Ruf im Moment vermuten lässt. Der KRUG ist Wahnsinn, und Nora Schlockers Arbeiten, besonders das Europa Projekt, auch. Leer war es bisher auch nicht. Also bitte. Lasst uns mal darüber reden warum die Theater so extreme Defizite schreiben. Und nicht weiter behaupten (lassen) es läge an einzelnen (vermeintlich gescheiterten) Intendanten.