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Schweriner Schauspielchef bezieht Stellung zum Fall "Maulkorb"
Zweifelhafte Dienstanweisung für den Theaterball
31. Januar 2018. Angesichts einer Dienstanweisung am Schweriner Theater, sich auf dem Theaterball nicht "unabgesprochen politisch" zu äußern, hat sich nun der Schweriner Schauspielchef Martin Nimz mit einer Klarstellung des Schauspiels zu Wort gemeldet. Darin heißt es, dass man die Gründe für die Dienstanweisung nicht kenne, "aber wir fühlen uns der demokratischen Tradition des Mecklenburgischen Staatstheaters, insbesondere des Schauspiels, verpflichtet und erinnern uns noch gut an Zeiten, in denen Künstlerinnen Repressalien ausgesetzt waren." Hier das vollständige Schreiben. Auch der Betriebsrat des Theater hat sich mittlerweile in einer Stellungnahme geäußert und den Generalintendanten zur weiteren Klärung der Sache aufgefordert,
Zweifelhafte Dienstanweisung für den Theaterball
31. Januar 2018. Angesichts einer Dienstanweisung am Schweriner Theater, sich auf dem Theaterball nicht "unabgesprochen politisch" zu äußern, hat sich nun der Schweriner Schauspielchef Martin Nimz mit einer Klarstellung des Schauspiels zu Wort gemeldet. Darin heißt es, dass man die Gründe für die Dienstanweisung nicht kenne, "aber wir fühlen uns der demokratischen Tradition des Mecklenburgischen Staatstheaters, insbesondere des Schauspiels, verpflichtet und erinnern uns noch gut an Zeiten, in denen Künstlerinnen Repressalien ausgesetzt waren." Hier das vollständige Schreiben. Auch der Betriebsrat des Theater hat sich mittlerweile in einer Stellungnahme geäußert und den Generalintendanten zur weiteren Klärung der Sache aufgefordert,
Vor einer Woche war bekannt geworden, dass Lars Tietje, Generalintendant des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin, den Künstler*innen seines Hauses untersagt hat, beim Theaterball "eigenmächtige politische Äußerungen" zu machen. Auf der website der Aktion Stadt und Kulturschutz ist der Brief dokumentiert, die Schweriner Volkszeitung berichtete darüber und vermutete den Druck des Großsponsors Nestlé, der durch Schauspieler*innen in Kritik geraten war. Generalintendant Tietje, der seine Position am 23.1.2018 in einer Pressemitteilung erläuterte, hat sich inzwischen intern bei den Mitarbeitern entschuldigt (hier das entsprechende Schreiben).
(sik)
Mehr dazu:
Maulkorb für Schweriner Theaterkünstler? - Meldung vom 24. Januar 2018
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