nachtkritikstream - "Effi Briest" von Sienknecht/Bürk nach Fontane
"Effi Briest" vom Deutschen Schauspielhaus Hamburg
Dieser Beitrag ist Teil des nachtkriktik.de-Archivs. Er entspricht Layout und technischem Stand vor November 2021.

Über die Inszenierung heißt es auf der Website des Deutschen Schauspielhauses Hamburg:
Effi Briest schaukelt mit Elektra, Medea, Penthesilea und deren drei Schwestern Nora, Lulu und Franziska im Kirschgarten und spielt Verstecken. Ihre couragierte Mutter, Lady Macbeth, kündigt Geert von Innstetten an, der im Biberpelz und seidenen Schuhen erscheint und um Effis schmutzige Hände anhält. Geert, der unlängst eine Liebelei mit Sara Sampson hatte, zieht nach der Hochzeit mit Effi in Bernarda Albas Haus nach Damaskus oder Andorra. Effi wird schwanger, die heilige Johanna wird geboren und Fräulein Julie und Hedda Gabler werden die Zofen. Die schöne Aussicht, die Hoffnung auf Glaube und Liebe, auf glückliche Tage, endet mit zerbrochenen Krügen: Effi beginnt mit dem Revisor Crampas eine Affaire Rue de Lourcine. Was folgt, ist ein Totentanz, ein böses Frühlings Erwachen aus dem Sommernachtstraum." (Clemens Sienknecht)
Unsere Einschätzung des Theatertreffen-Gastspiels der Inszenierung 2016 sehen Sie hier im Video.
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natürlich. Musik und Gesang waren gut, aber die Schauspieler agierten recht "unfrei" und zu sehr "gewollt". An die Professionalität der Amerikaner reichen sie eben nicht heran, und deren runde Selbstverständlichkeit und Sicherheit . . . Die Zusammenstellung von Texten von Fontane und englisch-amerikanischen Song-Texten fand ich ungünstig. Frei nach dem Roman "Effi Briest", aber sehr unfrei in der Darstellung der bemühten Darsteller, die, das muss ich zugeben, ihr Bestes gaben.
ganz wunderbar Effis Eltern, insbesondere Luise, mit großer spießbürgerlicher Eleganz, und ganz UNANGESTRENGT ohne metoo-Zeigefinger gespielt - das allein war im Zuge dieser ganzen Anstrengungsgegenderei in den Besetzungen allertheaterorten schon bemerkenswert!