Sinnvakuum oder versöhnte Gegensätze?

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In der taz (13.5.2007) schreibt Irene Güter: "Die fünf Dramatiker in der Endauswahl kommen aus Österreich, Finnland, Deutschland, Großbritannien und der Türkei. Bei so viel geografischer Streuung erstaunt es nicht, dass thematische Klammern für die fünf Stücke schwer zu finden sind. Am ehesten noch könnte man es so fassen: eine Häufung von beschädigten Beziehungen als Ausdruck eines umfassenden Sinnvakuums ... Insgesamt fällt auf, dass alle fünf Autoren mit kurzen, der mündlichen Rede abgelauschten Sätzen arbeiten..."

Auch Irene Bazinger in der FAZ (16.5.2007) fahndet nach Gemeinsamem: "Alle [AutorInnen] sind zwischen 1975 und 1979 geboren und schrecken formal weder vor ungenierter Vermessenheit noch konzentrierter Beschränkung zurück, inhaltlich weder vor komplizierten Verhältnissen noch vor Visionen versöhnter Gegensätze und besserer Aussichten." So sehr die hingetuschten szenischen Lesungen erfreuten, die neue Dramatik habe mehr verdient als solcherlei Generalproben, schließt Frau Bazinger.

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