presseschau
31. Oktober 2021
Feudales Verhalten
Weil die Theaterkritik schrumpft, fühlen sich Theatermacher:innen wie jüngst Karin Beier legitimiert, mit feudaler Machtgebärde auszuteilen (Kritik ist für sie "Scheiße am Ärmel der Kunst"). Tobi Müller erläutert auf Deutschlandfunkt Kultur das Krisenverhältnis.
{slider=31. Oktober 2021: Brauchen die Salzburger Festspiele eine Chefin?|closed}Im Standard macht sich Ljubiša Tošic Gedanken, ob es nach dem Abschied von Helga Rabl-Stadler von den Salzburger Festspielen überhaupt eine Präsidentschaft braucht und was die Rolle verlangt.
{slider=30. Oktober 2021: Das ZDF berichtet vom reisenden Theater-Traumschüff (sic!) |closed}Ein Traumschüff (sic!), das gegen den Strom fährt: Seit vier Jahren steuert ein Kollektiv aus Schauspieler:innen, Musiker:innen, Autor:innen und Theater-Fans mit seinem Kahn Orte an, an denen es keine oder kaum Kultur gibt. aspekte im ZDF hat es auf seinem Schiff "Genossin Rosi" besucht.
{slider=29. Oktober 2021: Carsten Brosda, Präsident des Deutschen Bühnenvereins, im Interview|closed}Mehr Verbindlicheit für den Verhaltenskodex, Parität in den Gremien: Welche Themen der Deutsche Bühnenverein als Arbeitgeberverband der Theater und Orchester angehen möchte, erzählt sein Präsident im Interview mit dem NDR.
die nachtkritik
"Schande" in Bochum © Marcel UrlaubStuttgart, 2. November 2021
Aus dem Schattenreich.
Mit der fast vergessenen Verurteilung des Lukullus von Bert Brecht und Paul Dessau eröffnet die Stuttgarter Staatsoper die Saison. Mit Pauken, Akkordeon und Trautonium statt der klassischen Streicher, einer Kapazität für Zeitgenössisches am Pult und auf der Bühne Trubel, Lenin und der Statue of Liberty. Thomas Rothschild war erfreut.
{slider=Bochum, 31. Oktober 2021: Schande nach J.M. Coetzee von Oliver Frljić|closed}Ein Stoff aus dem langen Schatten der Apartheid in Südafrika, erzählt von einem weißen Autor, inszeniert mit einem deutschen Stadttheater-Ensemble. Wie soll das gehen? Oliver Frljić packt alle Probleme rund um seine Schande-Adaption (nach dem Roman von J. M. Coetzee) auf die Bühne. Sarah Heppekausen wohnte Tumulteskem bei.
{slider=Dortmund, 31. Oktober 2021: Julia Wissert zeigt Der Platz von Annie Ernaux|closed}Wer kann seinen Platz halten im gesellschaftlichen Stellungsspiel? Mit Annie Ernaux' Der Platz inszeniert Julia Wissert einen Gründungstext der französischen autobiographischen Soziologie. Max Florian Kühlem berichtet.
{slider=Hamburg, 31. Oktober 2021: Die Räuber, inszeniert von Michael Thalheimer}Michael Thalheimer möchte keine klassischen Rollenklischees reproduzieren und besetzt Schillers Räuber mit einer Frauenbande. Ob er dem Klischee entkommt, weiß Katrin Ullmann.
{slider=Mülheim / Ruhr, 31. Oktober 2021: Europa oder die Träume des Dritten Reichs}Wenn Theater in Trance versetzt und Unbewusstes offenlegt: Philipp Preuss kombiniert in Europa oder die Träume des Dritten Reichs Lars von Trier-Filme mit Traum-Aufzeichnungen aus Nazi-Deutschland. Hypnotisiert ist Sascha Westphal.




