meldung
Hassparolen gegen Schaubühnen-Gastspiel in St. Petersburg
Homophober Übergriff
22. November 2013. Das Gastspiel der Inszenierung Tod in Venedig/Kindertotenlieder des Berliner Schaubühnen-Intendanten Thomas Ostermeier in St. Petersburg/Russland endete im Eklat. Mit Hassparolen beschmierten Unbekannte in der Nacht zum Donnerstag das Maly Drama Theater, wo das Gastspiel im Rahmen des St. Petersburger Winter-Theaterfestivals stattfand.
Homophober Übergriff
22. November 2013. Das Gastspiel der Inszenierung Tod in Venedig/Kindertotenlieder des Berliner Schaubühnen-Intendanten Thomas Ostermeier in St. Petersburg/Russland endete im Eklat. Mit Hassparolen beschmierten Unbekannte in der Nacht zum Donnerstag das Maly Drama Theater, wo das Gastspiel im Rahmen des St. Petersburger Winter-Theaterfestivals stattfand.
Ein Schweinskopf mit dem Namenszug des künstlerischen Leiters des Hauses, Lew Dodin, sei hinterlassen worden, meldet die die russische Nachrichtenagentur RiaNovosti auf ihrer Website. Zudem habe eine Gruppe, die sich "Petersburger Kosaken" nennt, in einem Brief dagegen protestiert, dass mit dem Gastspiel eine Arbeit auf das Programm gesetzt worden sei, die gegen das Verbot der "Homo-Propaganda" verstoße.
In Russland war erst vor kurzem ein Gesetz eingeführt worden, das positive Äußerungen über Homosexuelle unter Strafe stellt. Thomas Ostermeier hatte laut Welt Online, seine Aufführung "den in Russland ausgegrenzten Homosexuellen gewidmet". Die Novelle "Tod in Venedig" von Thomas Mann, die Ostermeier mit Gustav Mahlers "Kindertotenliedern" kombiniert hat, handelt u.a. von den homoerotischen Gefühlen des alternden Schriftstellers Gustav von Aschenbach für den Jüngling Tadzio. Nach der ersten Vorstellung hielt Ostermeier zudem eine kurze Rede auf Englisch, die in einem Video dokumentiert ist.
(chr)
{denvideo http://www.youtube.com/watch?v=V5aYpsuwkuE}
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Die Hoffnung stirbt zuletzt.
und ich fahre nun in die Heimat: nach Ungarn, nach Budapest. In eine ähnlich schattenreiche Feenwelt.
galgenhumor: zumindest geht es den Künstlern derzeit wahrlich nicht an Stoffen für ihre Arbeiten aus.
aber dank Künstler-Kapitalismus tun sich die auch manchmal nur gegenseitig zerfleischen.
und stecken mitten drin in irgendeinem politik-wahnsinn der sie instrumentalisiert für… prostituiert für irgendeinen Spruch, ein politisches Bonmot, ein Paar Phrasen, damit die schön klingen können.
und nach allem, schmeißen die Politiker uns das geld aufs Bett, wenn du trotz allem und ohne zu meckern "fein" deinen job gemacht hast. aber nur dann.
ansonsten bist du nur der Feind oder ein Bettler.
wie war das ganze für dieses ensemble jetzt? frag ich mich...
"Nein, keine von uns strebt nach Ruhm. Wir lehnen überhaupt jede Form von Personenkult ab. Es wäre aus unserer Sicht sogar wünschenswert, wenn mehr Kunst anonym produziert würde. Stell dir mal vor, man wüsste bei einem Roman nicht, ob ihn ein Mann oder eine Frau geschrieben hat, ob der Autor alt oder jung ist. Man würde den Text viel unvoreingenommener lesen." (Pussy Riot im aktuellen Amnesty Journal)
Alles andere ist Kapitalismus. So oder so.