"Herta würde ich wählen!"

11. Januar 2015. Schauspieler Ulrich Matthes gibt Matthias Dell für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (11.1.2015) ein Interview über seine Leidenschaft für das RTL-Dschungelcamp, das am 16. Januar erneut beginnt.

Matthes habe zwar als Kind beigebracht bekommen, "dass sich Schadenfreude gegenüber Schwachen nicht gehört. Aber die Erwachsenen im Dschungelcamp haben sich ihr Schicksal ausgesucht und werden hoch bezahlt. Dadurch ist meine Schadenfreude legitimiert."

Was das Psychodrama ausmacht

Das Dschungelcamp sei "hochtheatral", weil die Teilnehmer "immer gleichzeitig als Individuen und als Rollenträger unterwegs" seien. Wenn hinter den Charaktermasken nicht noch die Individualität des jeweiligen Dschungelcamp-Bewohners sichtbar werde, sei es langweilig für die Zuschauer. "Wenn die Rollen aber durch interessante Persönlichkeiten aufgeladen werden, wird aus dem Spiel ein Psychodrama. Das ist im Theater nicht anders."

Ein Dschungel-Wunsch-Kandidat für Matthes wäre übrigens Herta Däubler-Gmelin. "Das fänd’ ich gut! Herta – die werden ja alle nur mit Vornamen angeredet –, also Herta würde ich wählen."

(mw)

 
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