Medienschau: Standard – Bilanz zur Burg-Intendanz Martin Kušejs
Unbeweglich
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19. April 2024. Im Wiener Standard bilanziert Margarete Affenzeller die nur fünf Jahre währende Intendanz Martin Kušejs am Wiener Burgtheater und argumentiert, warum sie bereits jetzt endet.
Die Fliehkräfte in Team und Ensemble waren beachtlich, die Reaktionen auf die Herausforderungen der Pandemie bescheiden: "Während Staatsoperndirektor Bogdan Roščić auch in der Pandemie Flagge zeigte, stellte Kušej auf stur und schrieb ein (selbstreferenzielles) Buch", so Affenzeller. Besonders irritierend sei Kušejs Unbeweglichkeit gewesen. Kritik an seinem Führungsstil kümmerte ihn offenbar nicht. "Kušej tat diese lapidar ab mit dem bemerkenswerten Satz, er 'höre das seit zehn Jahren'. Daraus Schlüsse zu ziehen erachtete Kušej als nicht notwendig. Das steht jemandem in einer derart machtvollen Position als regieführendem Intendant schlichtweg nicht gut zu Gesicht."
Immerhin: Kušej habe es geschafft, "in seiner Amtszeit das bis dato diverseste Ensemble aufzubieten, das das Haus je hatte". Seine wohl größte Errungenschaft: die Wiederentdeckung von Autorinnen wie Anna Gmeyner oder Maria Lazar.
(geka)
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