Bleibt sein Geheimnis

2. Oktober 2013. In der Nacht zum Sonntag starb der Hamburger Theaterkitiker Klaus Witzeling. Seine Zeitung, das Hamburger Abendblatt, veröffentlichte heute einen Nachruf.

Wie alt Witzeling geworden ist, schreibt seine Kollegin Maike Schiller, "war eines seiner bestgehüteten Geheimnisse".

Witzeling absolvierte "in den 60er Jahren" am Max Reinhardt Institut in Wien eine Ausbildung als Schauspieler und war unter anderem an Theatern in Basel und Solothurn engagiert. Vor 30 Jahren habe Witzeling die Seiten gewechselt und sei Theaterkritiker geworden, zunächst für die Hamburger Morgenpost, seit Anfang der 90er Jahre schrieb er für das Hamburger Abendblatt und auch ein paar Mal für nachtkritik.de, wo viele seiner Kritiken zu Hamburger Theaterereignissen in Kritikenrundschauen zusammengefasst wurden. 

(Hamburger Abendblatt / jnm)

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Kommentare

Kommentare  
#1 Klaus Witzeling: mochte ihn sehrThorsten Weckherlin 2013-10-02 23:55
Als Volontär (1984) habe ich ihn noch in der "Hamburger Rundschau" kennengelernt. Chef war Karsten Peters (leider auch schon lange tot). Witzeling war sehr sensibel in seiner Schreibe. Mochte ihn sehr.( ...) Später wechselten wir zur Morgenpost. Als Flimm die "Nibelungen" inszenierte an einem Abend (456 gefühlte Stunden) schrieb er über den ersten Teil, ich durfte den zweiten kritisieren. Traugott Buhre war dabei... Tja, jetzt ist er tot. Ich glaube, er war am Ende zwischen 35 und 62 Jahre alt. Vielleicht jünger ... Bis bald!
#2 Klaus Witzeling: Sven Pippig !cvp 2013-10-03 20:36
und sven pippig ist gestorben.
ein wunderbarer kollege und bitte schreibt doch auch ueber ihn.
danke
cvp
#3 Klaus Witzeling: echte AuseinandersetzungKarin Lieneweg 2013-10-04 14:46
Ach das tut mir unendlich leid! Ich mochte seine Kritiken,es waren immer echte Auseinandersetzungen und mit ihm zu diskutieren,war eine Freude.
#4 Klaus Witzeling: Freie Szene hat ihm viel zu verdankenhfberlin 2013-10-04 16:53
Was bei all den guten und schönen Sachen, die ihm richtigerweise nachgerufen werden fehlt: Klaus hat sich wirklich "immer schon", vor allem in der Zeit bei der Morgenpost um die "Kleinen" und die "Freien" gekümmert: in den Achtzigern habe ich ihn anlässlich der schrägen Arbeiten von Gabriella Bußacker, Eva Maria Martin, Max Eipp, Gilla Cremer.... auf Kampnagel und im Theater Monsun kennengelernt; er war bei Coax, Labor GRAS und Jan Pusch - und vielen anderen, auch wenn er darüber nicht schreiben konnte. Er war mehrfach in der Jury für die Vergabe der Projektmittel der Hamburger Kulturbehörde für die Freien Gruppen (ein ziemlicher Knochenjob, wenn man das ernst nimmt) und zuletzt auch in der ersten Jury für die Vergabe der Gastspielförderung Theater des Nationalen Performance Netzes (NPN). Es ist wirklich sehr traurig, dass er weg ist und gerade die Freie Szene und ihre Häuser haben ihm unendlich viel zu verdanken.

Ein Hamburger "Klaus Witzeling Preis" für Freie Arbeiten der darstellenden Kunst wäre eine tolle Idee, finde ich. Und wenn Amelie Deuflhard und der Hamburger Landesverband Freies Theater sich dahinterklemmen - was ihnen gut anstünde - bekäme man vielleicht sogar eine Dotierung zusammen? (Anstelle des Edel-Füllfederhalters, den es für den Kurt-Mares-Preis gibt...)

Weiß jemand was über eine Trauerfeier?
#5 Klaus Witzeling: wird fehlenhans-friedrich 2013-10-04 21:56
Wie traurig!
Klaus Witzeling wird fehlen. dem Hamburger-, dem Freien-, dem -Theater überhaupt!
#6 Klaus Witzeling: AlterGernot Wolfsgruber 2021-08-07 11:12
Wenn der Verstorbene jener KW ist, der mit mir in Graz in die Mttelschule gegangen ist, dann war er Jahrgang 1944.

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