Medienschau: Die Presse – Eröffnungsrede der Salzburger Festspiele
Russische Kunst ist niemals neutral
Russische Kunst ist niemals neutral
27. Juli 2024. "In Unfreiheit hat Kunst eine größere Bedeutung", sagt Nina L. Chruschtschowa, Politologin und Urenkelin des ehemaligen KPdSU-Chefs Nikita Chruschtschow, in ihrer Eröffnungsrede zu den Salzburger Festspielen, die Die Presse auszugsweise abdruckt.
Chruschtschowa spricht über "Russlands geopolitische Schizophrenie" ("es ist europäisch und nicht europäisch zugleich"). Russlands "politische Struktur – zaristisch, diktatorisch, undurchschaubar und byzantinisch – ist veraltet, verknöchert. Kulturell ist Russland jedoch großteils Nachfahre westeuropäischer Vorbilder", so Chruschtschowa in Die Presse (€).
"Selbst wenn die meisten Menschen in Russland glauben, nichts gegen den Despotismus ausrichten zu können, ist die russische Kunst niemals neutral. Hätten die Machthaber im Kreml die Lektionen gelernt, die die Kunst ihnen über vergangene tyrannische Regime offenbart hat, hätte es in Russland nicht so viele Diktaturen gegeben", sagt Chruschtschowa.
(Die Presse / chr)
mehr medienschauen
meldungen >
- 17. April 2026 Kunststiftung Sachsen-Anhalt warnt vor nationalistischer Kulturpolitik
- 16. April 2026 Göttingen: Schauspielerin Thyra Uhde gestorben
- 16. April 2026 Salzburg: Ex-Festspielpräsident Heinrich Wiesmüller gestorben
- 16. April 2026 Konstanz: Intendantin Karin Becker verlängert
- 15. April 2026 Preisjurys der Mülheimer Theatertage 2026
- 13. April 2026 Chemnitz: Theater wehrt sich gegen Abschaffungspläne





neueste kommentare >