Medienschau: Die Presse – Eröffnungsrede der Salzburger Festspiele

Russische Kunst ist niemals neutral

Russische Kunst ist niemals neutral

27. Juli 2024. "In Unfreiheit hat Kunst eine größere Bedeutung", sagt Nina L. Chruschtschowa, Politologin und Urenkelin des ehemaligen KPdSU-Chefs Nikita Chruschtschow, in ihrer Eröffnungsrede zu den Salzburger Festspielen, die Die Presse auszugsweise abdruckt.

Chruschtschowa spricht über "Russlands geopolitische Schizophrenie" ("es ist europäisch und nicht europäisch zugleich"). Russlands "politische Struktur – zaristisch, diktatorisch, undurchschaubar und byzantinisch – ist veraltet, verknöchert. Kulturell ist Russland jedoch großteils Nachfahre westeuropäischer Vorbilder", so Chruschtschowa in Die Presse (€).

"Selbst wenn die meisten Menschen in Russland glauben, nichts gegen den Despotismus ausrichten zu können, ist die russische Kunst niemals neutral. Hätten die Machthaber im Kreml die Lektionen gelernt, die die Kunst ihnen über vergangene tyrannische Regime offenbart hat, hätte es in Russland nicht so viele Diktaturen gegeben", sagt Chruschtschowa.

(Die Presse / chr)

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