Medienschau: Standard – Kluge Kürzungen in Wien
4. Dezember 2025. Über Wiens Pläne für den Kulturhaushalt 2026 berichtet Der Standard. Demnach würden zwar rund 27 Millionen Euro eingespart, doch vorwiegend bei großen Kulturakteuren und "nicht auf Kosten von freier Kunst und Kultur sowie sozialer Sicherheit", wovor Interessenvertretungen zuletzt gewarnt hatten.
2026 betrage Wiens Kulturbudget rund 322 Millionen Euro, im Vergleich mit 350 Millionen Euro im Jahr 2025 ein Minus von 7,6 Prozent. Doch etwa 19 Millionen Euro spare die Stadt durch den Wegfall einmaliger Projektkosten wie für das Strauß-Jubiläumsjahr 2025 oder Investitionskosten für das neue Zentrum für Kinderkultur in Floridsdorf. Mit 5 Millionen Euro einen Großteil der dann noch fehlenden rund acht Millionen Euro an Einsparungen müssten laut Standard die Vereinigten Bühnen Wien mit den Musicalbühnen Raimundtheater und Ronacher sowie das Musiktheater an der Wien erbringen.
"Die Mehrzahl unserer Förderungen bleiben gleich und das sind sehr gute Nachrichten in diesen Zeiten", zitiert der Standard-Autor Michael Wurmitzer die Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ). Das betreffe im Theaterbereich etwa die Wiener Festwochen, das Theater in der Josefstadt und das Volkstheater, das Kindertheater Dschungel und die Mittelbühnen sowie freie Akteur*innen wie das Schauspielhaus oder das Theater am Werk. Um auch in Sparzeiten Neuentwicklung zu ermöglichen, gebe es für die Sanierungen wie des Teata sogar mehr Geld.
Stolz sei die Kulturstadträtin, dass, Soziales und die kommenden Generationen, die "Kultur als Teil ihrer Lebenswelt wahrnehmen" müssten, im Blick, mit sehr spezifischen Maßnahmen gekürzt worden sei. "Sparen, fast ohne zu sparen, dieses Kunststück bringt das Kulturbudget der Stadt Wien für 2026 zustande", lautet das Fazit des Standard.
(Der Standard / eph)
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