Medienschau: Tagesspiegel – Monika Grütters' Vision für Berlin 2030

Politik darf nicht tatenlos zusehen

Politik darf nicht tatenlos zusehen

2. April 2025. Die ehemalige Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) skizziert in einem großen Gastbeitrag für den Tagesspiegel ihre "Vision für Berlin 2030: Experimentierfeld für Zusammenhalt in Vielfalt".

"Berlin kann sich als Stadt der Weltoffenheit und Freiheit wie auch als Experimentierfeld für Zusammenhalt in Vielfalt profilieren, wenn es gelingt, Berlins Reputation als Kultur- und Kreativmetropole zu stärken und zum anderen noch mehr als bisher die integrative Kraft der Kultur als Spiegel und Brückenbauerin zu fördern", schreibt Grütters, die von 2013 bis 2021 Kulturstaatsministerin in Regierungen von Angela Merkel war.

Weiter sagt Grütters: "Um sich im internationalen Wettbewerb um Vor- und Querdenker, um kluge und kreative Köpfe zu profilieren, braucht Berlin über ein vielfältiges, kulturelles Angebot hinaus aber auch weiterhin Freiräume, in denen Ideen und Innovationen gedeihen können: bezahlbaren Raum zum Leben und Arbeiten, dazu Gestaltungsspielraum, Raum zur Entfaltung, Resonanzraum. Deshalb darf die Politik nicht tatenlos zusehen, wie der Stadt die Freiheiten und Freiräume, die ihr diesen besonderen Charme und ein Alleinstellungsmerkmal verliehen, langsam abhandenkommen, durch hohe Mieten zum Beispiel, sondern sie muss im eigenen Interesse diesem Missstand begegnen, indem sie die Arbeitsmöglichkeiten gerade für die Freie Szene systematisch fördert."

Ihr Text endet mit einem Appell an die Kulturpolitik der Hauptstadt: "Statt unterschiedsloser Sparvorgaben brauchen wir eine am Gemeinwohl orientierte Prioritätensetzung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt."

(tagesspiegel.de / chr)

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