Medienschau: Welt am Sonntag – Über die Regisseurin Mateja Koleznik
"Kunst muss unangenehm sein"
"Kunst muss unangenehm sein"
14. Februar 2024. "Ich respektiere den Text, manchmal sogar zu sehr", zitiert Jakob Hayner in einem Porträt für die "Welt am Sonntag" die Regisseurin Mateja Koleznik. "Ich überschreibe nicht oder füge hinzu." Es sei eine Bewegung mit der Tradition gegen den Strom.
Solche Haltungen seien selten geworden, so Hayner, wie ohnehin die 1962 Geborene im deutschen Theaterbetrieb eine Ausnahmeerscheinung sei. Hinzukomme bei Kolzenik, dass ihre Arbeiten von einer der größten Erfindungen des 20. Jahrhundert geprägt sind, dem Film. Anders jedoch als ihre Kollegen Katie Mitchel oder Frank Castorf mache Koleznik aus dem filmischen Blick eine Form für das Theater. Der Hang zum Modischen und Gefälligen im Theater ärgere sie. "Heute denkt man vor allem daran, wie man etwas verkauft, nicht was", zitiert Hayner die Regisseurin. "Aber Kunst ist nicht self care, Kunst muss unangenehm sein."
(Die Welt / sle)
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