Presseschau vom 15. Mai 2012 – Der Tagesspiegel über Nicolas Stemann und das Berliner Maxim Gorki Theater
Wie möchte der sich ins Gorki schrumpfen?
15. Mai 2012. "War Nicolas Stemann zuletzt nicht heißer Kandidat auf den Intendantenposten, den Armin Petras nicht mehr haben will, weil das Gorki Theater zu wenig finanziellen Spielraum bietet?", fragt Rüdiger Schaper heute im Berliner Tagesspiegel nach Stemanns Faustmarathon beim Berliner Theatertreffen.
Und räsoniert weiter: "Warum sollte ausgerechnet Stemann für das kleinste Berliner Staatstheater der Richtige sein? Ein Regisseur, der die großen, aufwändigen Sachen angeht, die Jelinek-Textgebirge, den 'Faust' – wie möchte der sich ins Gorki schrumpfen?"
Für Ende April spätestens hätte die Kulturverwaltung die Entscheidung über die Petras-Nachfolge angekündigt. Nun seien, ein hartnäckiges Gerücht, die schon sehr weit gediehenen Verhandlungen mit Stemann gescheitert. "Ein anderes, allerdings stark nach Theaterkantine müffelndes Gerücht will wissen, dass der Senat das Gorki-Theater ganz aufgeben oder umwidmen könnte." So sitzt der Kritiker im Festspielhaus und kommt ins Grübeln.
Aus der Kulturverwaltung kommt, schreibt Schaper schließlich, es am Montag klar und trocken: "Noch etwas Geduld bitte, die Sache sei auf gutem Weg." Auf gutem Weg, jawohl, das bekam auf die nämliche Nachfrage aus der Senatsverwaltung auch nachtkritik.de zu hören. Na denn.
(sle)
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