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Unsere auswahl ist subjektiv

Presseschau vom 26. Februar 2017 – Die Süddeutsche Zeitung schaut, wie es in Altenburg um den Rassismus bestellt ist

Das Land hat ein Problem

26. Februar 2017. Für die Süddeutsche Zeitung (25.2.2017) ist Mounia Meiborg nach Altenburg in Thüringen gereist, um selbst nachzusehen, was an dem Vorwurf dran sei, die thüringischen Rassisten hätten vier "ausländische" Künstlerinnen aus dem Theater und aus Altenburg vertrieben. 

Presseschau vom 17. Februar 2017 – Das Magazin der Süddeutschen verbringt ein ganzes Jahr mit dem kommenden Volksbühnen-Intendanten Chris Dercon

"Ich habe eine Elefantenhaut"

17. Februar 2017. Das Magazin der Süddeutschen Zeitung bringt heute unter dem Titel "Der Unruhestifter – Ein Jahr mit Chris Dercon" eine große Personality Story von Gabriela Herpell über den designierten Intendanten der Berliner Volksbühne. In Teilen liest sich der Artikel wie ein Best-Of von Zitaten, die im vergangenen Jahr aus Dercons Mund kamen ("In Berlin ist ja jeder verdächtig, der Erfolg hat. Vor allem, wenn er von außen kommt, das mögen die Berliner nicht.") oder über ihn gesagt wurden ("Eventbude", "alerter Kunstmanager" etc.).

Presseschau vom 26. Januar 2017: Oliver Reese spricht mit dem Tagesspiegel über seine Pläne für das Berliner Ensemble

"Qualität wird nicht weggeworfen"

26. Januar 2017. Rüdiger Schaper vom Tagesspiegel (26.1.2017) hat sich mit Oliver Reese, der in der nächsten Spielzeit die Nachfolge von Claus Peymann am Berliner Ensemble übernehmen wird, getroffen. Schaper wollte herausfinden, was Reese, "ein eher ruhiger, höflicher Typ", in seiner ersten Spielzeit als Intendant vorhat. 

Presseschau vom 19. Januar 2017 – Interview mit dem amerikanisch-pakistanischen Dramatiker Ayad Akthar in der Zeit

Allein mit Gott

19. Januar 2017. Anlässlich der Premiere von The Who and the What war der amerikanische Dramatiker Ayad Akhtar in Hamburg, und Peter Kümmel hat in der "Zeit" ein sehr lesenswertes Interview geführt über Donald Trump, das Weltbild vieler Amerikaner und wie man Stücke schreibt, ohne immerzu Trumps Gesicht vor Augen zu haben.

Presseschau vom 12. Januar 2016 – Andreas Kriegenburg über das Stadttheater und die "Eventbude"

Ein bisschen ungerecht

12. Januar 2016. In der Münchner Abendzeitung spricht Andreas Kriegenburg, der gerade am Residenztheater "Macbeth" probt, im Interview mit Michael Stadler u.a. über Stadttheater-Traditionen und die Münchner Kammerspiele, an denen er über viele Jahre regelmäßig arbeitete.

Presseschau vom 5. Januar 2017 – Eva Behrendt im Merkur zur "Authentizitätsdebatte"

Utopie überholt Realität

5. Januar 2017. In der Zeitschrift Merkur schreibt Theater heute-Redakteurin Eva Behrendt eine Entgegnung auf den im November im Lettre-Magazin erschienenen Generalangriff auf den Theater-Performer des Soziologen und Rektor der Berlin Schauspielschule "Ernst Busch" Wolfgang Engler – in dessen Kerbe jüngst der Dramaturg Bernd Stegemann in der Süddeutschen Zeitung haute. Um Englers "Vorwurf der Authentizitätsfetischisierung, zur Bedrohung der künstlerischen Autonomie" angemessen zu antworten, schaut Behrendt ausgiebig auf zwei Inszenierungen der letzten Monate zurück: Lola Arias' Atlas des Kommunismus am Berliner Gorki-Theater und Empire, den dritte Teil von Milo Raus "Europa-Trilogie".

Presseschau vom 3. Januar 2017 - Dramaturg Bernd Stegemann übt scharfe Kritik an der performativen Wende

Theater wie Trump

3. Januar 2017. Bernd Stegemann kritisiert in der Süddeutschen Zeitung (3.1.2017) das Performance-Theater. Die "Schauspieler werden für ihre Leistungen im Film bewundert, auf der Bühne gehören sie ebenso wie das Drama zum alten Eisen. An ihre Stelle ist der Performer getreten, der seine eigene Existenz zum Thema macht und die mimetische Kunst des Schauspielens durch Performativität ersetzt."

Presseschau vom 30. Dezember 2016 – In der Berliner Zeitung denkt Ulrich Seidler an Berliner Beispielen über die Zukunft des Ensemble-Begriffs nach

Was wäre, wenn?

30. Dezember 2016. An den Beispielen Volksbühne und Berliner Ensemble denkt Ulrich Seidler in der Berliner Zeitung laut über vermeintlich unumstößliche, eigentlich widersprüchliche Theaterbetriebs-Wahrheiten nach: "Es gehört zum Berufsbild des Schauspielers, dass seine soziale und berufliche Existenz der künstlerischen Entfaltungsfreiheit des Intendanten untergeordnet ist. Oft ist dies auch von Schauspielern so gewollt. Sie möchten nicht gebunden und von einem Theater absorbiert werden − sie wollen mit anderen Regisseuren arbeiten, an anderen Häusern gesehen werden, ihren Marktwert bei Film- und Fernsehen aufbessern."

Presseschau vom 29. Dezember 2016 – dpa-Interview mit Wilfried Schulz in den Ruhrnachrichten

"Ich sehe manchmal tagelang keinen Schauspieler"

29. Dezember 2016. Auf die Frage "Ist Ihr Optimismus in Düsseldorf schon geklaut worden?" antwortet Wilfried Schulz, Intendant des Düsseldorfer Schauspielhauses im dpa-Interview, das u.a. die Ruhrnachrichten bringen: "Schwere Frage (Schulz atmet durch und überlegt). Ich gehe nach wie vor davon aus, dass die Aufgaben, für die ich nach Düsseldorf gekommen bin und die verabredet worden sind, weiterhin zu erfüllen sind. So lange ich eine Chance sehe, dass das in einem überschaubaren Zeitraum passiert, ist das gut."

Presseschau vom 23. Dezember 2016 – Interview mit Nicolas Stemann und Christopher Rüping zur Münchner-Kammerspiele-Debatte

Ausgangspunkt der Reformation?

23. Dezember 2016. "Das, was ich hier am Haus, während der letzten Spielzeit und jetzt bei den Proben zum 'Kirschgarten' erlebe, hat wirklich nichts zu tun mit dem, was in der Presse verhandelt wird", sagt Nicolas Stemann im Interview mit Michael Stadler in der Münchner Abendzeitung, und sein Regisseurskollege Christopher Rüping pflichtet ihm bei und sagt auf die Frage zum in diesem Zusammenhang vieldiskutierten Unterschied zwischen Schauspieler und Performer: "Die gängige Definition würde wahrscheinlich so ähnlich lauten wie: Ein Schauspieler ist jemand, der sich auf der Bühne verwandelt, und ein Performer ist jemand, der auf der Bühne er selbst bleibt." Ihm scheine diese Unterscheidung allerdings viel zu schematisch, so Rüping "insbesondere an einem Ort wie den Kammerspielen mit seinen Schauspielerpersönlichkeiten". Beides mische sich immer: "Jemand kommt auf die Bühne, ist er selbst und setzt sich ins Verhältnis zu einer Figur, zu einem Text."

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