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Autor Urs Widmer gestorben
Wechsel der Töne
Zürich, 3. April 2014. Der Schweizer Schriftsteller Urs Widmer ist tot. Wie die Neue Zürcher Zeitung berichtet, starb er am gestrigen Mittwoch im Alter von 75 Jahren nach schwerer Krankheit in Zürich.
Widmer zählte zu den bekanntesten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart und galt als einer der vielseitigsten und erfolgreichsten Schweizer Schriftsteller der Generation nach Friedrich Dürrenmatt und Max Frisch. Zu seinen bekanntesten Werken zählen unter anderem "Der Geliebte der Mutter" (2000), "Das Buch des Vaters" (2004) und "Ein Leben als Zwerg" (2006), eine autobiografisch gefärbte Trilogie, in der Widmer individuelle Schicksale mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts verknüpfte. Als Dramatiker prägte er die deutschsprachige Theaterlandschaft vor allem mit "Top Dogs" von 1997, einem Stück über den Absturz von Spitzenmanagern. Zuletzt wurden Münchhausens Enkel und Das Ende vom Geld uraufgeführt.
Für sein umfangreiches Werk wurde Urs Widmer 2007 mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis ausgezeichnet. Die Jury begründete die Vergabe mit den Worten, seinen Stil zeichne "der Wechsel der Töne aus: Ironie und Satire stehen neben surrealer und realistischer Präzision".
(NZZ / geka)
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