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Bachmannpreis an Natascha Gangl
29. Juni 2025. Die steirische Autorin Natascha Gangl hat sich beim Wettlesen gegen 13 Mitbewerber*innen durchgesetzt und mit ihrem Text "der Sta" den mit 25.000 Euro dotierten Bachmannpreis gewonnen.
In diesem macht sie sich auf die Suche nach den versteckten Spuren eines NS-Verbrechens, das gegen Ende des Zweiten Weltkriegs in ihrer Heimat nahe der slowenischen Grenze verübt wurde. Jurorin Brigitte Schwens-Harrant, die Gangl in den Wettbewerb eingeladen hatte, sprach in ihrer Laudatio von einem "unfassbar präzise gestalteten Text".
Geboren 1986 in Bad Radkersburg, lebt Natascha Gangl in Wien und der Südoststeiermark. Sie studierte Philosophie in Wien und Szenisches Schreiben bei uniT Graz. Sie lebte in Mexiko und Spanien. Gangl schreibt Prosa, Essays und Sprechtexte, entwickelt Musik- Objekt- und Sprechtheater sowie Hörstücke, die auch zu Ereignissen und Ausstellungen werden. Als Theatertautorin war sie u.a. mit "Menschen im Wald" 2020 in den Autor*innenwettbewerb des Heidelberger Stückemarkts eingeladen.
Der von der Stadt Klagenfurt ausgelobte renommierte Bachmannpreis wurde dieses Jahr zum dritten Mal nach einem Punktesystem vergeben. Dabei konnte jedes Jurymitglied einen Punkt bis fünf Punkte vergeben, ausgenommen waren ihre eigenen Kandidatinnen und Kandidaten. Gangl setzte sich mit 23 Punkten mit großem Abstand an die Spitze. Der Jury gehörten Klaus Kastberger, Mara Delius, Laura de Weck, Mithu Sanyal, Brigitte Schwens-Harrant, Thomas Strässle und Philipp Tingler an.
Natascha Gangl gewann außerdem den BKS-Publikumspreis. Der 3sat-Preis ging an Almut Tina Schmidt, der KELAG-Preis an Nora Osagiobare, das neue Stipendium des Carinthischen Sommers an Tara Meister. Den Deutschlandfunkpreis erhielt Boris Schumatsky.
(Spiegel online / Bachmannpreis / sd)
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