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Konferenz "Theater & Netz" am 11. September 2021
Im Zwischenraum
11. August 2021. Am 11. September 2021 findet die Konferenz "Theater und Netz" von nachtkritik.de und der Heinrich-Böll-Stiftung statt. Die traditionell im Mai zwischen Republica und Theatertreffen stattfindende Veranstaltung musste aufgrund der Pandemie einmal abgesagt und einmal verschoben werden. Auf Grund der Infektionslage wird die Konferenz im September als live produzierte Sendung für ein Online-Publikum geplant.
Unter der Überschrift "Im Zwischenraum – Theater und Netz achteinhalb" wird dem Transformationspotential unserer (post)pandemischen Übergangszeit untersucht. In einstündigen Themenblöcken werden fünf zentrale Debatten sichtbar gemacht, mit Gästen, die konkret und praktisch an Veränderungsprozessen beteiligt sind. In welchen Strukturen wollen wir arbeiten? Wie begegnen die Theater den Herausforderungen des Klimawandels? Wie hält der Theaterbetrieb es mit Generationengerechtigkeit? Wie wollen wir uns in Zukunft versammeln? Wie steht es um die digitale Infrastruktur des Theaters?
Als Referent:innen werden u.a. Markus Bösch, Jenny Bohn, Miriam Camara, Leyla Ercan, Florian Fiedler, Kerstin Grübmeyer, Stephanie Junge, Petra Olschowski, Matthias Pees, Meg Stuart und Andres Veiel in der Berliner Heinrich-Böll-Stiftung oder online zu Gast sein. Es moderieren die Kurator:innen Sophie Diesselhorst, Elena Philipp (nachtkritik.de) und Christian Römer (Heinrich-Böll-Stiftung) sowie Christiane Hütter (Weltübergang), Friedrich Kirschner (HfS "Ernst Busch") und Christian Rakow (nachtkritik.de).
Zwei Bücher
Seit 2013 diskutiert "Theater und Netz" als Kooperation von nachtkritik.de und der Böll-Stiftung jährlich, wie und in welchem Maße die Digitalisierung die Struktur der bürgerlichen Öffentlichkeit verändert, und damit auch die Darstellende Kunst neu formatiert. Als Ersatz für die abgesagten Konferenzen gab das Kurator:innen-Team zwei Bücher heraus, "Netztheater. Positionen, Praxis, Produktionen" (2020) und "Theater und Macht – Beobachtungen am Übergang" (2021).
Die achteinhalbte Ausgabe von "Theater und Netz" findet am 11. September 2021 von 12 Uhr bis 18 Uhr statt. Sie wird auf den Webseiten der Kooperationspartner gestreamt. Im moderierten Chat hat das Publikum jederzeit die Gelegenheit Fragen zu stellen und Anmerkungen anzubringen. Zum Abschluss sind alle Referent:innen und Zuschauer:innen zum Austausch in ein gemeinsames Zoom-Meeting eingeladen, für den Zugangscode melden Sie sich bitte hier an. Alle angemeldeten Teilnehmer:innen erhalten außerdem im Anschluss an die Veranstaltung eine schriftliche Kurzzusammenfassung der gesamten Konferenz. Das detaillierte Programm wird demnächst auf der Konferenzseite unter www.theaterundnetz.de veröffentlicht.
(sd)
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Aber egal, enttäuschend finde ich den geplanten Inhalt, obwohl es wahrscheinlich nur eine konsequente Fortentwicklung der letzten Programme ist. Vielleicht habe ich einfach die Zielsetzung von Theater & Netz nie richtig verstanden. Meinem Verständnis nach war immer das UND, die Verbindung von Theater(-kunst) und Netz(Digitalem Heute) wichtig.
Mir scheint inzwischen, der Fokus sei "Theater und ...", diesmal halt: Struktur, Klimawandel, Generationengerechtigkeit, digitale Infrastruktur (was auch immer das sein soll), weil Netz ist ja eh'. Ganz im Sinne von "Gedöns" (Dank an Gerhard Schröder, Currywurstbeauftragter der Bundesrepublik D.).
Liebe Nachtkritik, wenn ihr eine Konferenz zu Themen der Zeit machen wollt, macht die doch einfach unter einem anderen Titel (z.B. Theater und Zeit, oder Theater heute), ist ja nicht schlimm.
Allein die Frage nach der Versammlung interessiert mich hier wirklich, aber da erwarte ich ein Videopanel von ExpertInnen und "Volk" im Chat, ein halbe Stunde um sich vorzustellen, gegenseitig kennenzulernen, dann werden für Eingeweihte seit Jahren bekannte Positionen ausgetauscht, ein bis zwei neue Ideen entwickelt und fünf Fragen (or maybe kind of a comment, really?) von draußen gestellt und nicht beantwortet, Stunde ist um.
Please prove me wrong!
Dies ist übrigens ganz ernst gemeint, weil nachher meckern ist ja einfach. Schade ist jedenfalls, dass wir uns nicht treffen, aber das ist natürlich einfach so derzeit. Guter Nebeneffekt: es wird keine Kritik am Catering geben (die mir persönlich allerdings immer unverständlich war, war stets lecker). Grüße!
Der digitale Raum offenbar mal wieder bloß Hintergrundrauschen, Distributionskanal.
Das Publikum kriegt einen Chat. Das Themenfeld ein Kessel Buntes.
Heißt nicht, dass diese Punkte unwichtig wären, ganz im Gegenteil.
Nur hatte das Digitale (bzw. konkret: die Kunst darin!) sowieso schon immer einen schweren Stand auf der Konferenz.
Gerade nach den letzten eineinhalb Jahren hatte ich mir da wirklich mehr erhofft.
Und ja, das Essen vermisse ich auch.