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Bundesverdienstkreuz für Ilse Ritter und Sophie Rois

Sophie Rois in "Sophie Rois fährt gegen die Wand im Deutschen Theater" © David Baltzer / Bildbuehne.de

31. März 2025. Die deutsche Kulturstaatsministerin Claudia Roth hat heute im Bundeskanzleramt das Bundesverdienstkreuz an die Schauspielerinnen Ilse Ritter und Sophie Rois vergeben. Das gibt Roths Pressestelle bekannt.

Kulturstaatsministerin Claudia Roth zur Ehrung: "Mit dem Verdienstkreuz am Bande würdigen wir Persönlichkeiten, die unser Gemeinwesen mit selbstlosen Ideen bereichern, und sie mit unermüdlichem Engagement ins Werk setzen. Auf diese besonderen Verdienste sind demokratischer Staat und Gesellschaft, sind freie Kunst und Kultur angewiesen. Die Ordensträgerinnen und -träger sind wichtige Vorbilder für die Kreativen unseres Landes. Sie alle eint das Ziel des friedvollen Miteinanders in unserer vielfältigen Gesellschaft mit den Mitteln der Kunst. Sie eint die Absicht, sich in unserer Demokratie aktiv einzubringen, sie mitzugestalten und besser zu machen. Dafür danke ich ihnen sehr."

Die gebürtige Linzerin Sophie Rois studierte am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Erste Engagements führten sie nach Berlin an das Renaissance-Theater und an das Schillertheater. Von 1993 bis 2017 gehörte sie zum Ensemble der Volksbühne Berlin. Danach war sie bis 2021 am Deutschen Theater engagiert, bevor sie an den Rosa-Luxemburg-Platz zurückkehrte. Rois drehte außerdem zahlreiche Kino- und Fernsehfilme, für die sie mehrfach ausgezeichnet wurde. Außerdem wurde sie mit dem renommierten Berliner Theaterpreis der Stiftung Preußische Seehandlung geehrt.

Ilse Ritter, geboren bei Rinteln, studierte an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Engagements führten sie nach Darmstadt, Wuppertal, Stuttgart, Düsseldorf, Hamburg, Bochum, Wien, Berlin und zu den Salzburger Festspielen. Thomas Bernhard schrieb das Stück "Ritter Dene Voss" für sie sowie für Kirsten Dene und Gert Voss. Sie arbeitete unter anderem mit Peter Stein, Peter Zadek, Luc Bondy, Claus Peymann und Frank Castorf zusammen. 1985 und 1994 Wahl wurde sie von Theater heute zur Schauspielerin des Jahres gewählt.

Neben Rois und Ritter wurden ausgezeichnet: Blixa Bargeld (Musiker), Ólafur Elíasson (Künstler), Eva Hubert (Kulturpolitikerin), Joachim Kaiser (Kapitän), Luise F. Pusch (Sprachwissenschaftlerin) und Cornelia Schleime (Künstlerin).

Der Verdienstorden ist die höchste Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland. Gewürdigt wird damit ein herausragendes persönliches Engagement für das Gemeinwohl. Dies können Leistungen im wirtschaftlich-sozialen, gesellschaftspolitischen sowie im kulturellen Bereich sein. Auf solche besonderen Verdienste können alle Bürger*innen aufmerksam machen und entsprechende Anregungen an die Vorschlagsberechtigten senden, zu denen neben den Ministerpräsident*innen der Länder unter anderem auch die Kulturstaatsministerin gehört.

(BKM / miwo)

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