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Filmregisseurin Chantal Akerman gestorben
Wider den Kino-Mainstream
6. Oktober 2015. Die belgische Filmregisseurin Chantal Akerman ist tot. Sie starb im Alter von 65 Jahren durch Suizid in Paris. Das meldet unter anderen die Neue Zürcher Zeitung.
Ihre ersten Kurz- und Experimentalfilmen drehte die 1950 in Brüssel geborene Akerman bereits mit 17 Jahren. Ein Studium an der belgischen Filmhochschule hatte sie 1967 nach wenigen Monaten abgebrochen. Seit 1968 studierte sie Theaterwissenschaft in Paris. Bekannt wurde sie mit ihrem 1972 entstandenen Spielfilm "Hôtel Monterey". Als ihr wichtigstes Werk gilt "Jeanne Dielman" ("Jeanne Dielman, 23 quai du Commerce, 1080 Bruxelles") von 1975. 1982 drehte sie "Eines Tages fragte mich Pina" ("Un jour Pina m'a demandé"), einen Dokumentarfilm über die Arbeit der Choreographin Pina Bausch. In Deutschland bekannt wurde die Regisseurin im selben Jahr mit "Eine ganze Nacht" ("Toute une nuit"). In ihrer romantischen Komödie "Eine Couch in New York" ("Un divan à New York") spielten 1995 Juliette Binoche und William Hurt die Hauptrollen.
Im Lauf ihrer Karriere entwickelte sich Akerman von einer das herkömmliche Kino radikal ablehnenden Avantgardistin zu einer Erzählerin am Rande des Mainsstreams. Ihre Filminstallation "From the Other Side" aus dem Jahr 2002 wurde bei der Documenta11 in Kassel gezeigt. Akerman führte Regie, schrieb Drehbücher, trat als Schauspielerin auf und komponierte.
(NZZ / wikipedia / jnm)
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