meldung
Kassel: Aufhebungsvertrag für die Schauspieldirektorin
31. Oktober 2025. Der Rechtsstreit zwischen dem Staatstheater Kassel und Patricia Nickel-Dönicke ist beendet. Das gaben beide in Pressemitteilungen bekannt. Am Bezirksbühnenschiedsgericht Frankfurt am Main wurde diese Woche eine Einigung erzielt, die auch beinhaltet, dass die vom Staatstheater Kassel ausgesprochene Kündigung zurückgenommen wurde.
Der ehemaligen Kasseler Schauspieldirektorin des Hessischen Staatstheaters wurde im April fristlos gekündigt. Dagegen war Nickel-Dönicke rechtlich vorgegangen. Nach vergleichenden Gesprächen habe man sich darauf geeinigt, dass die ausgesprochene Kündigung gegenstandslos ist, die Zusammenarbeit dennoch gleichwohl beendet werden soll. Demzufolge haben sich die Beteiligten auf eine Aufhebungsvereinbarung verständigt.
Weiter heißt es in der Pressemitteilung: "Seitens des Staatstheaters wird mit Blick auf die erfolgte Berichterstattung in diesem Zusammenhang ausdrücklich klargestellt, dass die Kündigung nicht im Führungsverhalten von Frau Nickel-Dönicke begründet war. Die Beendigung der Zusammenarbeit beruht maßgeblich auf dem Umstand, dass auf beiden Seiten unterschiedliche Auffassungen von Zusammenarbeit und divergierende Sichtweisen bei strukturellen und organisatorischen Fragen bestehen."
Nickel-Dönicke, 1979 in Potsdam geboren, kam 2021 als Schauspieldirektorin ans Hessische Staatstheater. Nächste Spielzeit 2026/2027 wird sie Intendantin am Landestheater Niederösterreich in St. Pölten.
(PM Staatstheater Kassel / PM Patricia Nickel-Dönicke / sik)
mehr meldungen
meldungen >
- 17. April 2026 Kunststiftung Sachsen-Anhalt warnt vor nationalistischer Kulturpolitik
- 16. April 2026 Göttingen: Schauspielerin Thyra Uhde gestorben
- 16. April 2026 Salzburg: Ex-Festspielpräsident Heinrich Wiesmüller gestorben
- 16. April 2026 Konstanz: Intendantin Karin Becker verlängert
- 15. April 2026 Preisjurys der Mülheimer Theatertage 2026
- 13. April 2026 Chemnitz: Theater wehrt sich gegen Abschaffungspläne
neueste kommentare >
-
Die Quelle, Wien Claquere unterwegs
-
Leser*innenkritik Black Rider, SHL Flensburg
-
Burn, Baby, Burn!, Hannover Sagenhaft gut
-
Die Quelle, Wien Bitte weitermachen
-
Fräulein Else, Wien Danke!
-
Über die Notwendigkeit, ... , Wiesbaden Super Abend
-
Fräulein Else, Wien Phänomenal
-
Irgendetwas ist passiert, Berlin Lauwarm
-
Theaterpodcast Investigativtheater Aufklärung?
-
Quelle, Wien Frontalunterricht


Und auch bei dieser Gelegenheit möchte ich die zuständige Politik dazu auffordern, bei der Bestellung von Intendanzen Leute heranzuziehen, die schon einmal bewiesen haben, dass sie Betriebe und Mitarbeiter anstandslos führen können. Woher die Meinung kommt, dass Leute, die irgendwo bei irgendwas Regie geführt haben, zur Leitung eines - noch dazu nicht kleinen - Theaters und der dort beschäftigten Menschen qualifiziert sein sollen, entzieht sich meiner Kenntnis. Es wären sowohl erprobte Managerfähigkeiten wie auch menschliche Talente vonnöten, da bräuchte es Teamplayer mit der Fähigkeit zu Konsens und Kompromiss und nicht rücksichtslose Ego-Shooter. Es sind nun schon seit Jahrzehnten genügend Intendanzen krachend gescheitert, weil Dilettantismus und Learning-on-the-job-Selbstüberschätzung leider doch keine tragfähige Basis bilden.
Ein Vergleich ist immer ein gegenseitiges Nachgeben. Offensichtlich gab es hierfür auf beiden Seiten Gründe (deren Inhalt wir nicht kennen).