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Kunstfest Weimar bis 2024 gesichert
Ausdruck der Wertschätzung
9. November 2017. Der Bestand des Kunstfests Weimar ist bis 2024 gesichert. Wie das Nationaltheater Weimar mitteilt, unter dessen Dach das Festival seit 2014 künstlerisch eigenständig geführt wird, haben der Freistaat Thüringen und die Stadt Weimar einen Kulturstadtvertrag ausgehandelt, den Weimars Stadtrat am 8. November zugestimmt hat. Zuvor stand das Kunstfest vor dem Aus.
Zum Hintergrund:
Das Kunstfest Weimar, 1990 als eine der ersten deutsch-deutschen Kulturinitiativen nach dem Mauerfall gegründet, ist Thüringens größtes und ein deutschlandweit bekanntes Festival für zeitgenössische Künste. Es wird von der Stadt und dem Bundesland Thüringen finanziell getragen. Im April des letzten Jahres wurde bekannt, dass der Stadtrat die Zuschüsse für das Festival von jährlich 250.000 Euro ab 2019 streichen wolle. Da die Zuschüsse des Bundeslandes in Höhe von 650.000 Euro an diese kommunalen Mittel gekoppelt sind, hätte der Wegfall der städtischen Gelder auch den Wegfall der Förderung durch den Freistaat zur Folge gehabt. Das Festival hätte damit überhaupt keine staatlichen Subventionen mehr erhalten. Eine Entscheidung über seine Zukunft sollte schon im Frühherbst des letzten Jahres fallen, wurde aber mehrmals vertagt.
Mit dem nun ausgehandelten Kulturstadtvertrag erhalte das Festival Planungssicherheit auf dem Niveau der bisherigen Zuschüsse in Höhe von insgesamt 900.000 bis zum Jahr 2024, so die Pressemitteilung des Nationaltheaters. Dies entspreche der derzeit laufenden Finanzierungsperiode für die Thüringer Theater.
Christian Holtzhauer, der Künstlerische Leiter des Festivals, sieht in der Berücksichtigung des Kunstfests in dem Kulturstadtvertrag einen "sichtbaren Ausdruck der Wertschätzung, die sowohl der Freistaat Thüringen als auch die Stadt Weimar unserer Arbeit entgegenbringen". Zugleich gehe von dem neuen Kulturstadtvertrag ein wichtiges kulturpolitisches Signal aus, "verpflichten sich doch beide Vertragspartner zu einer mittelfristigen Finanzierung ihrer Kulturinstitutionen auch für den Fall einer Haushaltsnotlage. Eine solche Vereinbarung ist bundesweit nahezu einmalig."
(miwo / Kunstfest Weimar)
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