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Netzwerk Freie Szene München fordert mehr Räume für freie Theater

Verschwinden von der Landkarte

München, 30. Oktober 2017. Vor dem Hintergrund etlicher Baukrisen ist das freie Theater in München existenziell bedroht: Mit diesem Statement meldet sich heute der Verein Netzwerk Freie Szene München e.V. zu Wort.

Anlass für das per Mail versandte Statement "Gegen den Kulturabbau" ist die Kündigung des Mietvertrags für das theater ... und so fort. Bei Bauarbeiten in diesem Sommer sei die Decke des Theaters durchlässig geworden; ein unwetterbedingter Wasserschaden habe daraufhin den Zuschauerraum und die Bühne zerstört. Wegen Asbests in der Verschalung durfte das Theater schließlich nicht mehr betreten werden, woraufhin die Kündigung folgte. "Damit verschwindet ein weiteres Theater von der Münchner Landkarte", so das Netzwerk Freie Szene München. Als weitere Beispiele für den räumlichen Notstand der freien Münchener Theater nennt das Netzwerk "die eingerissene Wand im TamS, die abgesagte Sanierung des Schwerer Reiter, die anhaltende Unsicherheit für das HochX" sowie die unsichere Situation der Pathos Ateliers im sogenannten Kreativquartier.

Gefordert wird seitens des Netzwerks, die bestehenden Münchener Orte für die freien darstellenden Künste zu erhalten und weitere Räume zu erschließen. Dabei verweist das Netzwerk auf sein im April 2017 veröffentlichtes Positionspapier, das unter anderem mehr Fördermittel, mehr Räume, eine Reform des Münchener Fördersystems und mehr Mitsprache für freie Gruppen forderte.

(Netzwerk Freie Szene München / eph)

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