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Umsatzeinbruch in Kulturbranche
Sechs verlorene Jahre
19. Februar 2021. Das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes hat eine neue "Betroffenheitsanalyse der Kultur- und Kreativwirtschaft (KKW) von der Corona-Pandemie" vorgelegt.
Dieser zufolge verzeichnete die KKW im Jahr 2020 insgesamt einen Umsatzverlust von 13 Prozent. Das ist der größte Verlust seit 2009. In einigen Branchen der Kultur- und Kreativwirtschaft sei das Umsatzniveau unter das des Jahres 2003 gefallen. Besonders stark betroffen sind die Darstellenden Künste mit einem Umsatzverlust von 85 Prozent. Leidtragende auf der Seite der Erwerbstätigen seien neben den Soloselbständigen und Freiberuflern insbesondere auch geringfügig Beschäftigte und Mini-Jobber.
Die Autor*innen der Analyse befürchten, dass die Kulturwirtschaft länger als andere Branchen brauchen wird, um aus der Krise herauszukommen. Für das laufende Jahr rechnen sie im günstigsten Falle mit einem Fall auf das Umsatzniveau von 2015, womit sechs Jahre wirtschaftliche Entwicklung verloren wären.
Die Analysen und Trends wurden vom Forschungsinstitut Prognos vorgenommen. Beauftragt wurde sie vom Deutschen Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sowie der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
(Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft / miwo)
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