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Exzellenz-Förderungen des Fonds Darstellende Künste

14. Oktober 2025. Mit insgesamt einer Million Euro fördert der Fonds Darstellende Künste in seinem neu aufgelegten Exzellenz-Programm "XZLLNZ” sieben Neuproduktionen, in denen Künstler*innen oder Kollektive der Freien Szene in den kommenden zwei Jahren mit Stadt- und Staatstheatern in Deutschland zusammenarbeiten.

Folgende Projekte werden laut Pressemitteilung des Fonds gefördert:

"House of Hopes" – Rimini Protokoll & Volksbühne Berlin

"Freisein" – Joana Tischkau & Nationaltheater Mannheim

"Offenbach und die radikale Operette" – Monika Gintersdorfer/La Fleur & Theater Freiburg

"Der Stadt Mahagado Aufstieg und Fall" – andcompany&Co. & Theater Magdeburg

"Danton. Eine Jubiläumsfeier" – Post Paradies/Wunderbaum & Münchner Kammerspiele

"Will the Revolution not be AI scripted?" – Michael von zur Mühlen & Staatstheater Nürnberg

"Fatma die Starke – Queen of Poland" – Marc Sinan Company & Staatstheater Cottbus

Der Fachjury gehörten an: Beate Baron (Professorin für Musiktheater, HfM Saar, Regisseurin | Saarbrücken), Janis El-Bira (Kulturjournalist | Berlin), Alexander Kerlin (Dramaturg | NRW, Wien), Matthias Pees (Intendant der Berliner Festspiele | Berlin), Esther Slevogt (Autorin, Redakteurin, Kritikerin, nachtkritik.de | Berlin), Lily Sykes (Regisseurin, Dozentin | Dresden) und Anna Wagner (Intendantin und Geschäftsführerin Künstler*innenhaus Mousonturm | Frankfurt am Main).

Die XZLLNZ-Förderung will "ein deutliches Zeichen für die Stärkung von Austausch und Zusammenarbeit zwischen der Freien Szene und den öffentlich getragenen Theatern” setzen.

Ein sehr ähnliches Profil hatte die "Doppelpass”-Förderung der Bundeskulturstiftung, die von 2011–2022 100 Kooperations-Projekte zwischen Freier Szene und Stadt- und Staatstheatern mit Geldern in Höhe von insgesamt 22,2 Millionen Euro förderte.

(Fonds Darstellende Künste / sd)

 

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Kommentare  
XZLLNZ-Förderung: Gelder umverteilt
Glückwunsch an die Geförderten!
Schade trotzdem, dass angesichts klammer Kassen und weniger Fördermöglichkeiten kleinerer Projekte & Initiativen der Freien Szene, hier ausgerechnet wieder auf Exzellenz und Querfinanzierung der Stadt- und Staatstheater durch Freie Szene Gelder gesetzt wird. Eine verpasste Chance, mit dem geretteten Geld auf Bundesebene die vielfältige Szene insgesamt zu stärken.
XZLLNZ-Förderung: Freie Szene High Society
Ich kann mich Kommentar #1 nur anschließen. Vernetzung Freie Szene - Stadttheater ist wichtig, aber wie seit knapp 2 Jahren der Freie Szene-Teufel nur noch auf den größten Haufen …, ist schon makaber.

Und dass sich u.a. die Volksbühne so ihre gekürzte Kasse füllt: ist einerseits logisch, aber politisch nicht korrekt. Und dafür waren wir auf der Straße, dass nun 1 freie Szene Million dahingeht? Um das Geld in die Tanker zu tragen, wo wir doch während COVID auf Supermarkt-Parkplätzen gespielt haben und sonstwo.

Freie Szene High Society - ich verstehe nicht, was der Fonds Daku da macht.
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