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ZPS sammelt gestohlene Bundeswehr-Waffen
Waffen gesucht
Berlin, 26. Oktober 2020. Das Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) weist mit einer Aktion auf Waffendiebstähle in der Bundeswehr hin. Die Aktivist*innen haben eine Rückgabestation vor dem Kanzleramt in Berlin-Mitte installiert. Dort könnten Soldat*innen noch bis zum 31. Oktober gestohlenes Kriegsgerät abgeben.
Darüber behauptet das ZPS, mit dem Militärischen Abschirmdienst (MAD) zu kooperieren, um Hinweise über die Diebstähle zu sammeln. Auf der Website unsere-waffen.de werden Bürger*innen zur Mitarbeit aufgerufen. In der Pressemitteilung des ZPS heißt es dazu: "Ziel ist es, Hinweise auf den Verbleib des Kriegsgeräts zu erhalten und die Täterinnen und Täter aufzuspüren. Verwertbare Hinweise aus der Truppe werden mit jeweils 1.000 Euro belohnt."
Das Waffensuch-Häuschen vorm Kanzleramt in Berlin © david baltzer/bildbuehne.de
Die Aktion nimmt den tatsächlichen Diebstahl von Waffen sowie die Enthüllung rechtsextremer Kreise innerhalb der Bundeswehr auf. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte dem Kommando Spezialkräfte (KSK) Anfang Juli ein Ultimatum bis zum 31. Oktober gesetzt. Bis dahin sollten rechtsextreme Kreise ermittelt und ausgeschlossen werden, ansonsten würde die Elite-Truppe aufgelöst. Von angeblicher Straffreiheit bei Rückgabe gestohlener Waffen bis zu diesem Datum, wie sie das ZPS in Aussicht stellt, war in der Ankündigung der Ministerin allerdings keine Rede.
Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (25.10.2020) ist eine Auflösung der KSK inzwischen intern wohl vom Tisch. Die Ermittlungen über die Waffen-Diebstähle dauern weiterhin an.
(ZPS / FAS / miwo)
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