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Gutachten entlastet Kirill Serebrennikow
Bedeutendes kulturelles Ereignis
17. August 2019. Der russische Theatermacher Kirill Serebrennikow wird im Prozess wegen angeblicher Veruntreuung staatlicher Fördergelder durch ein neues vom Gericht in Auftrag gegebenes Gutachten entlastet. Das berichtet Spiegel Online.
Bedeutendes kulturelles Ereignis
17. August 2019. Der russische Theatermacher Kirill Serebrennikow wird im Prozess wegen angeblicher Veruntreuung staatlicher Fördergelder durch ein neues vom Gericht in Auftrag gegebenes Gutachten entlastet. Das berichtet Spiegel Online.
"Das neue Sachverständigen-Gutachten ergab, dass Serebrennikows Theaterprojekt deutlich mehr gekostet habe als die bereitgestellten Fördergelder", heißt es in dem Spiegel-Bericht. "Die Richterin stellte zudem fest, dass die Umsetzung des Projekts ein bedeutendes kulturelles Ereignis gewesen sei. Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrer Anklage noch behauptet, die Theatermacher hätten das Geld eingestrichen, ohne dafür Aufführungen anzubieten."
Der Prozess gegen den offen homosexuell lebenden, kremlkritischen Film- und Theaterregisseur und Leiter des Moskauer Gogol Centers wird als politisch motiviert angesehen und stieß weltweit auf Kritik. Im August 2018 forderten u.a. Thomas Ostermeier, Milo Rau, Elfriede Jelinek, Nina Hoss und Cate Blanchett in einer Petition, die Strafverfolgung aufzugeben. Im April 2019 wurde ein anderthalbjähriger Hausarrest gegen den Theatermacher aufgehoben. Er darf Moskau aber weiterhin nur unter Auflagen verlassen; Auslandsreisen sind dem an vielen europäischen Häusern nachgefragten Künstler verwehrt; sein Pass ist eingezogen.
(spiegel.de / chr)
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