meldung
Leitung der Budapester Theateruni tritt zurück
Ende der Unabhängigkeit
1. September 2020. Geschlossen ist gestern die Führung der Budapester Universität für Theater- und Filmkunst um Rektor Laszlo Upor zurückgetreten. Das meldete unter anderem der ORF. Als Grund für den Rücktritt nannte die Leitung bei einer Pressekonferenz die Aufhebung der Autonomie der Hochschule, welche heute in Kraft tritt.
Ende der Unabhängigkeit
1. September 2020. Geschlossen ist gestern die Führung der Budapester Universität für Theater- und Filmkunst um Rektor Laszlo Upor zurückgetreten. Das meldete unter anderem der ORF. Als Grund für den Rücktritt nannte die Leitung bei einer Pressekonferenz die Aufhebung der Autonomie der Hochschule, welche heute in Kraft tritt.
Die Budapester Universität für Theater- und Filmkunst SZFE © Misibacsi / CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)Übernommen wird die wichtigste Ausbildungsstätte für Theater- und Filmleute in Ungarn durch die staatliche Stiftung für Theater- und Filmkunst und ihr Kuratorium. Dessen Präsident ist Attila Vidnyanszky, Intendant des Nationaltheaters und dem ORF zufolge Vertrauter von Ministerpräsident Viktor Orbán. Vidnyanszky soll die Aufhebung der Universitätsautonomie vorangetrieben haben.
Die Leitungsbefugnisse des Rektorats, des Senats und der Dekanate gehen dabei auf ein neues Kuratorium über, das laut ORF ausschließlich mit Personen besetzt ist, die von der derzeitigen rechtsnationalen Regierung bestellt wurden. Begründet wird die Übernahme der Universität für Theater- und Filmkunst (Színház- és Filmművészeti Egyetem, SZFE) von der Regierung mit der "Notwendigkeit eines Modellwechsels’". Kritiker*innen sehen darin jedoch einen weiteren Schritt im Bemühen Orbáns, "autonome Bereiche der Kultur zu eliminieren und die Hegemonie einer völkisch-klerikalen Staatskultur herzustellen".
(ORF / eph)
Mehr zum Thema: Ungarn zentralisiert seine Kulturpolitik und Theaterbrief aus Ungarn, "Tage des Zorns", aus dem Dezember 2019.
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