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Schlingensiefs Festspielhaus in Afrika wird im März in Burkina Faso eröffnet
Von Afrika ist zu lernen
Berlin, 18. Dezember 2009. Für das von Christoph Schlingensief geplante Festspielhaus in Afrika wird Ende Januar in Burkina Faso der Grundstein gelegt. Bereits an diesem Montag sollen für das "Operndorf" etwa 45 Minuten von der Hauptstadt Ouagadougou entfernt 13 Container von der Ruhrtriennale zum Aufbau der ersten Gebäude auf den Weg geschickt werden, wie die Berliner Zeitung mit Bezug auf eine Meldung der dpa schreibt. "Das Projekt nennen wir Von Afrika lernen, und es wird kein abgehobenes Bayreuth werden, es soll vielmehr die einheimischen kulturellen Kräfte unterstützen", so Schlingensief.
Von Afrika ist zu lernen
Berlin, 18. Dezember 2009. Für das von Christoph Schlingensief geplante Festspielhaus in Afrika wird Ende Januar in Burkina Faso der Grundstein gelegt. Bereits an diesem Montag sollen für das "Operndorf" etwa 45 Minuten von der Hauptstadt Ouagadougou entfernt 13 Container von der Ruhrtriennale zum Aufbau der ersten Gebäude auf den Weg geschickt werden, wie die Berliner Zeitung mit Bezug auf eine Meldung der dpa schreibt. "Das Projekt nennen wir Von Afrika lernen, und es wird kein abgehobenes Bayreuth werden, es soll vielmehr die einheimischen kulturellen Kräfte unterstützen", so Schlingensief.
Schlingensief hat mit dem Kulturminister von Burkina Faso jetzt den Vertrag unterzeichnet; für sein Projekt werden ihm fünf Hektar Land zur Verfügung gestellt. Bundespräsident Horst Köhler hat den Staatspräsidenten des westafrikanischen Landes um Unterstützung für das Projekt gebeten, wie Schlingensief sagte. Auch das Goethe-Institut und die Bundeskulturstiftung unterstützen ihn. Prominente wie der Schriftsteller Henning Mankell, der Popmusiker Herbert Grönemeyer und der Filmregisseur Roland Emmerich spenden jeweils 100 000 Euro. 80 000 Euro sind schon über andere private Spendenkanäle zusammengekommen.
Geplant sind in Afrika laut Schlingensief ein Theater, eine Schule für 500 Schüler im Alter von 5 bis 17 Jahren, ein Gästehaus, Werkstätten, eine Krankenstation sowie Brunnen und Solaranlagen. Im März will der Regisseur das Theater eröffnen. Dazu plant er in der nahe gelegenen Hauptstadt die Premiere einer eigenen Theaterinszenierung, mit der er anschließend in Europa auf Tournee gehen will. "Ich werde die afrikanische Stadt nicht missbrauchen, um mein eigenes Ding dort zu machen", meinte Schlingensief dazu. "Wir verpflanzen keine Kultur, sondern zeigen, welche kreativen Kräfte dort zu Hause sind, von denen wir noch viel profitieren und auch lernen können."
(dip)
Mehr zu Christoph Schlingensief im nachtkritik-Archiv.
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wenn der Herr Schlingensief mal nicht mehr ist.
Ich schau mir das mal an,mitte Febuar bin ich dort.
www.kicktothecape.org