meldungen
Kritik an Kuppel-Inschrift fürs Humboldt Forum Berlin
Das Knie beugen vor Jesus?
Berlin, 30. Mai 2020. Die Aufsetzung des christlichen Kuppelkreuzes hat neuerlich Kritik am Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses und am Humboldt Forum, das der Bau beherbergen soll, ausgelöst. Grund ist die Inschrift an der Kuppel, in der der Autor, Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV., 1853 einen christlichen Vormachtsanspruch formuliert: "Es ist in keinem andern Heil, ist auch kein anderer Name den Menschen gegeben, denn in dem Namen Jesu, zur Ehre Gottes des Vaters. Dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind." Weder Kreuz noch Inschrift waren in den ersten Entwürfen des Nachbau-Architekten Franco Stella vorgesehen, sie wurden durch die Spende einer Industriellenerbin unter Zustimmung der Stiftung Humboldtforum möglich, wie die Frankfurter Rundschau schreibt.
Stuttgart: Schauspieler Wolfgang Höper ist tot
224 Rollen
Stuttgart, 30. Mai 2020. Der Schauspieler Wolfgang Höper ist am 25. Mai 2020 im Alter von 87 Jahren an den Folgen einer Corona-Infektion verstorben, wie die Stuttgarter Zeitung (hinter Paywall) mitteilt. Er war mit kurzer Unterbrechung seit 1966 im Ensemble des Staatstheaters Stuttgart.
Österreich: Bis zu 6000 Euro für Künstler*innen
Warten auf den Juli
28. Mai 2020. Die österreichische Regierung richtet einen Fonds zur Unterstützung freischaffender Künstler*innen ein. Wie der Standard berichtet, sollen sie ab Juli monatlich 1000 Euro erhalten. Bekanntgegeben wurde die Hilfsmaßnahme am Donnerstag von Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP), Kulturminister Werner Kogler und der neuen Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (beide Grüne).
Schauspielerin Irm Hermann verstorben
Prägende Gestalt
28. Mai 2020. Die Schauspielerin Irm Hermann ist tot. Das meldet unter anderen Spiegel online. "Wie ihre Agentin am Donnerstag bestätigte, starb sie am Dienstag nach kurzer, schwerer Krankheit."
Die Salzburger Festspiele finden statt
Großzügiger als vermutet
26. Mai 2020. Die 100. Ausgabe der Salzburger Festspiele wird stattfinden. Das melden diverse österreichische Medien, darunter die Wiener Tageszeitung Die Presse. Auf Grund der Corona-Pandemie wird das jährlich in den Monaten Juli und August stattfindende Festival jedoch in diesem Jahr verkürzt. Statt 200 Vorstellungen an 44 Tagen und in 16 Spielstätten wird es den Berichten zufolge in der Zeit vom 1. bis 30. August nur etwa 90 Vorstellungen an höchstens sechs Spielstätten geben, wobei die drei Festspielhäuser das "Epizentrum" der Festspiele bilden sollen.
Österreich: Lockerungen für Kunst und Kultur
Neue Offenheit
26. Mai 2020. Lockerungen der Corona-Maßnahmen für Kunst und Kultur gaben gestern Österreichs neue Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer und Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) bekannt. Das meldet Die Presse.
Bayreuther Festspiele: Geschäftsführer nicht verlängert
Neue Aufgaben
26. Mai 2020. Der Vertrag von Holger von Berg, Geschäftsführer der Bayreuther Festspiele, soll nach seinem Auslaufen im März 2021 nicht verlängert werden. Das berichten diverse Medien, darunter die FAZ. "Die Bayreuther Festspiele GmbH hat sich entschlossen, die Stelle der kaufmännischen Geschäftsführung nach Ablauf der Laufzeit des Vertrags mit dem bisherigen kaufmännischen Geschäftsführer auszuschreiben und ab 1. 4. 2021 neu zu besetzen“, zitiert die FAZ aus einer Mitteilung der Bayreuther Festspiele. "Der bisherige kaufmännische Geschäftsführer wird nach der Beendigung seiner Tätigkeit in Bayreuth eine neue Aufgabe beim Freistaat Bayern im Geschäftsbereich des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst in München übernehmen."
Schweizer Schutzkonzept für Wiedereröffnung des Theaterbetriebs
Theater sei leise
23. Mai 2020. Der Schweizerische Bühnenverband (SBV), der Schweizer Verband der technischen Bühnen- und Veranstaltungsberufe und der Verband Schweizerischer Berufsorchester haben ein neues Corona-Schutzkonzept für die Theater- und Musikbranche erarbeitet. Das melden Schweizer Medien wie Tagesanzeiger, SRF und Neue Zürcher Zeitung. Am 27. Mai will der Schweizer Bundesrat über weitere Lockerungsmaßnahmen zur Öffnung von Kinos, Konzerthäusern, Theatern und Kasinos entscheiden, die voraussichtlich ab dem 8. Juni 2020 greifen würden.
Corona-Umbau: Bund verdoppelt Soforthilfen
Für Spuckschutz und Besuchersteuerung
Berlin, 22. Mai 2020. Der Bund verdoppelt den Etat seines Soforthilfeprogramms "Neustart" von 10 auf 20 Millionen Euro. Das gab die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Monika Grütters, heute in einer Pressemitteilung bekannt. Ziel des Programms sei es, "kleineren und mittleren Kultureinrichtungen bei Umbau- und Ausstattungsmaßnamen angesichts der Coronakrise zu helfen". Gefördert würden Anträge auf Investitionen zwischen 10.000 und 50.000 Euro etwa für "Schutzvorrichtungen und die Optimierung der Besuchersteuerung", aber auch für "digitale Vermittlungsformate". Das Programm richte sich demnach an "Museen, Ausstellungshallen und Gedenkstätten, Veranstaltungsorte von Konzert- und Theateraufführungen sowie an soziokulturelle Zentren und Kulturhäuser".
Künstler-Stipendien in Österreich
Hilfen in der Corona-Krise
22. Mai 2020. Wie andere österreichische Bundesländer zuvor hat nun auch das Land Niederösterreich hat zur Unterstützung von Künstlern und Kulturvermittlern in der Coronakrise die Vergabe von Stipendien in einer Höhe von maximal 3000 Euro pro Antrag angekündigt. Das meldet der Standard. Insgesamt solle dafür ein Budget von einer Million Euro eingestellt. Antragsberechtigt sind Kulturschaffende, deren monatliches Einkommen derzeit 1000 Euro nicht übersteige.
Denkmalschutz für Foyer der Frankfurter Bühnen
Ein Kulturdenkmal
21. Mai 2020. Das Foyer der Theater-Doppelanlage in Frankfurt am Main wird unter Denkmalschutz gestellt. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung und beruft sich auf eine Entscheidung des Landesdenkmalamts. "Das Foyer der Städtischen Bühnen erfüllt die gesetzlichen Voraussetzungen eines Kulturdenkmals aus geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Gründen", zitiert die FAZ aus einem Gutachten des Amts. Mit seiner urbanen und transparenten Fassade stehe das Foyer für das demokratische Selbstverständnis Westdeutschlands nach 1945. An einem Erhalt bestehe daher ein öffentliches Interesse.
Tabori Preis vergeben
"Ein bedeutendes Upcoming"
20. Mai 2020. Der Fonds Darstellende Künste verleiht den Tabori Preis 2020 an das Performancekollektiv Gob Squad. Die deutsch-britische Gruppe habe die nationale wie internationale Theaterästhetik seit über 25 Jahren maßgeblich beeinflusst, heißt es in der Begründung der Jury. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert. Die zwei "Tabori Auszeichnungen" (jeweils 10.000 Euro Preisgeld) gehen an die Regisseurin Anta Helena Recke sowie an den Choreographen Christoph Winkler.
Albanisches Nationaltheater abgerissen
Nicht verfassungsgemäße Straftat
17. Mai 2020. In der Nacht auf den 17. Mai 2020 ist das Albanische Nationaltheater in Tirana trotz Protesten abgerissen worden. Das berichten unter anderem albanische Blogs und Medien. nachtkritik.de wurden Videos zugesandt, die zum einen die Räumung des Areals durch die Polizei und zum andern den Abriss des Theaters dokumentieren. Seit März diesen Jahres stand das Gebäude auf der Liste der sieben gefährdesten Baudenkmäler Europas der Denkmalschutzorganisation Europa Nostra .
Österreich: Andrea Mayer wird Kulturstaatssekretärin
Für die Künstler*innen da sein
19. Mai 2020. Andrea Mayer wird Österreichs neue Kulturstaatssekretärin. Das meldete gestern Abend der Standard. Mayer folgt auf Ulrike Lunacek, die vor vier Tagen zurückgetreten ist.
Michel Piccoli gestorben
Eine Legende
Paris, 18. Mai 2020. Die französische Schauspiel-Legende Michel Piccoli ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Piccoli sei am 12. Mai an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben, berichtet u.a. Der Spiegel und stützt sich dabei auf die französische Nachrichtenagentur AFP, die einen Freund der Familie zitiert. Der gebürtige Pariser hat in mehr als 220 Filmen mitgewirkt, darunter in Klassikern wie "Tagebuch einer Kammerzofe", "Der diskrete Charme der Bourgeoisie" und "Das große Fressen".
Kulturminister*innen in Deutschland beschließen Eckpunkte für Öffnung
Beschränken, erfassen, speichern
17. Mai 2020. Die Kulturminister*innen von Bund und Ländern haben in einem sechs Seiten umfassenden Konzept für Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschef*innen der Länder Eckpunkte für Öffnungsstrategien für die Kulturszene festgelegt. Das berichten mit Berufung auf die DPA diverse Medien, darunter die Berliner Zeitung. Laut den Berichten hat die DPA Auszüge aus dem Papier dokumentiert.
Wien: Maria Happel leitet Max Reinhardt Seminar
Aus dem Interim verstetigt
17. Mai 2020. Die Schauspielerin Maria Happel ist zur neuen Leiterin des Wiener Max Reinhardt Seminars ernannt worden. Das meldete gestern die Zeitung Der Standard.
Österreich: Stufenplan für Wiederöffnungen
Theater starten mit 100 Zuschauern im Juni
15. Mai 2020. In Österreich gilt ab Ende Mai ein Stufenplan für die Wiederaufnahme von Kultur-Veranstaltungen. Ab 29. Mai werden Indoor- wie Outdoor-Veranstaltungen mit bis zu 100 Besuchern möglich, ab 1. Juli mit bis zu 250 Besuchern, ab 1. August für 500 Besucher. Mit Vorliegen eines speziellen Sicherheitskonzepts seien dann auch Veranstaltungen mit bis zu 1.000 Besuchern erlaubt. Das berichtet unter anderem Die Presse. Vizekanzler Werner Kogler und Gesundheitsminister Rudolf Anschober verkündeten heute die Öffnungspläne. Zuvor hatte die Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek ihren Rücktritt erklärt.
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