meldungen
Kunststiftung Sachsen-Anhalt warnt vor nationalistischer Kulturpolitik
17. April 2026. Gemeinsam mit anderen Institutionen aus dem Kultursektor warnt die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt vor einer nationalistisch ausgerichteten Kulturpolitik. Diese drohe dem Bundesland, in dem am 8. September 2026 gewählt wird, sollte die AfD in Sachsen-Anhalt die Regierung übernehmen. Die Stellungnahme ist unter anderem auf der Webseite der Kunststiftung veröffentlicht.
Konstanz: Intendantin Karin Becker verlängert
Die Intendantin des Theater Konstanz, Karin Becker, wird um fünf weitere Jahre verlängert. Ihr Vertrag läuft nun bis mindestens 2033, wie das Theater mitteilt. Becker wurde zur Spielzeit 2020/2021 an das Haus berufen.
Chemnitz: Theater wehrt sich gegen Abschaffungspläne
13. April 2026. In einer öffentlichen Stellungnahme wendet sich die Leitung des Theaters Chemnitz gegen Überlegungen, in der Stadt künftig kein eigenes Schauspielhaus mehr zu unterhalten. Derartige Ideen kursieren Medien wie der Chemnitzer Freien Presse oder tag24 zufolge in Teilen des Chemnitzer Stadtrates. Konkret wird darüber nachgedacht, für alle fünf Sparten des Chemnitzer Theaters künftig nur noch das Opernhaus zur Verfügung zu stellen.
Salzburger Festspiele: Karin Bergmann wird Intendantin
7. April 2026. Karin Bergmann wird ab sofort zur Interimsintendantin der Salzburger Festspiele bestellt. Das meldet der ORF. Das Festspiel-Kuratorium habe dies am 7. April einstimmig beschlossen. Dem Beschluss sind dem Bericht zufolge in der Karwoche und über die Osterfeiertage vertrauliche Gespräche vorausgegangen.
Besucherzahlen der Berliner Bühnen 2025
30. März 2026. 3,3 Millionen Besucherinnen und Besucher zählten die Berliner Bühnen und Orchester im Jahr 2025, teilt die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt mit. Im Jahr 2024 waren es noch 3,27 Millionen Gäste.
Kulturpolitiker*innen für Freiheit der Kunst
27. März 2026. In einer gemeinsamen Erklärung bekräftigen Kulturminister*innen und -senatorinnen am Rand der heutigen Kulturministerkonferenz einen Beschluss aus dem Jahr 2019, der Kunst als einen "Gradmesser gesellschaftlicher und demokratischer Freiheit" auszeichnet. Das gibt das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg in einer Presseaussendung bekannt.
In dem genannten Beschluss der Kulturministerkonferenz vom 13. März 2019 bekannten sich die Bundesländer dazu, "diese Freiheiten zu schützen und zu einem Maßstab ihrer Kulturpolitik zu machen". Kulturminister*innen und -senator*innen von Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen Rheinland-Pfalz und dem Saarland äußern in ihrer Presseerklärung die gemeinsame Auffassung, dass "Förderentscheidungen transparenten künstlerischen Qualitätskriterien zu folgen" haben. Sie empfehlen öffentliche Förderrichtlinien und unabhängige Jurys, die auf dieser Grundlage die Förderwürdigkeit einzelner Projekte "im Lichte der Freiheiten unserer Verfassungsordnung bewerten". So werde sichergestellt, dass die staatliche Kulturverwaltung keinen inhaltlichen Einfluss auf konkrete Projekte oder die Förderentscheidungen nehme.
Zudem zeigen sich die in der Brandenburger Presseerklärung nicht namentlich genannten Kultur*politikerinnen überzeugt, dass eine Überprüfung einzelner Juryentscheidungen durch den Verfassungsschutz "kein geeignetes Mittel der Kunstförderung ist".
Ein Kontext oder Anlass jenseits der Kulturministerkonferenz wird in der Presseerklärung nicht genannt, aber ihre Veröffentlichung trifft zeitlich zusammen mit Berichten über eine mutmaßliche Einmischung der Behörde des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien Wolfram Weimer und von Berliner Kulturpolitiker*innen in die Juryauswahl des Hauptstadtkulturfonds. Zuletzt waren Wolfram Weimer kulturpolitische Eingriffe in Zusammenhang mit der Berlinale und dem Buchhandlungspreis vorgeworfen worden.
(Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg / eph)
Jugendtheaterpreis Baden-Württemberg für Sergej Gößner
27. März 2026. Der Autor und Regisseur Sergej Gößner wird mit dem Jugendtheaterpreis Baden-Württemberg 2026 ausgezeichnet. Den mit 15.000 Euro dotierten Preis erhält Gößner für sein Stück "ich sehe was / was du nicht siehst". Das teilt das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg heute mit.
Alexander Kluge ist gestorben
26. März 2026. Der Filmemacher, Autor und Gesellschaftsanalytiker Alexander Kluge ist gestorben. Das melden verschiedene Medien, darunter der Spiegel. Kluge starb im Alter von 94 Jahren an seinem Wohnort München.
Schweizer Theatertreffen: Auswahl 2026
26. März 2026. Das Schweizer Theatertreffen hat seine Auswahl für 2026 bekanntgebeben. Aus der Shortlist mit siebzehn Theaterinszenierungen hat die künstlerische Leiterin Julie Paucker der Mitteilung zufolge sechs Inszenierungen ausgewählt. Die eingeladenen Produktionen stammen aus verschiedenen Regionen der Schweiz und wurden an freien Theatern, an Stadttheatern sowie in der freien Szene entwickelt.
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- 17. April 2026 Kunststiftung Sachsen-Anhalt warnt vor nationalistischer Kulturpolitik
- 16. April 2026 Göttingen: Schauspielerin Thyra Uhde gestorben
- 16. April 2026 Salzburg: Ex-Festspielpräsident Heinrich Wiesmüller gestorben
- 16. April 2026 Konstanz: Intendantin Karin Becker verlängert
- 15. April 2026 Preisjurys der Mülheimer Theatertage 2026
- 13. April 2026 Chemnitz: Theater wehrt sich gegen Abschaffungspläne
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