meldungen
Corona: Änderungen bei Berliner Projektförderung
Ausfallhonorare, Zweckänderungen oder Verschiebungen sind möglich
Berlin, 31. März 2020. Die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa hat heute Verfahrensvereinfachungen bekannt gegeben, um die Folgen des COVID 19-Virus für diejenigen abzufedern, die Projektförderungen erhalten. Diese Ausnahmen sind für alle Zuwendungen möglich, deren Förderung bereits bewilligt wurde oder deren Antrag zum Stichtag 15. März 2020 bei der Senatsverwaltung für Kultur und Europa vorgelegen hat, heißt es. Unter anderem dürfen Ausfallhonorare in Höhe von 60 oder 67 Prozent gezahlt werden, düfen die Projekt-Zwecke nachträglich durch die Bewilligungsbehörde geändert werden oder können die Maßnahmen anders, zum Beispiel durch Streaming oder andere Form der Projektdurchführung, oder später durchgeführt werden.
Regisseur Milo Rau erhält Gerty-Spies-Literaturpreis
"Notwendiger denn je"
31. März 2020. Der Gerty-Spies-Literaturpreis geht an den Regisseur Milo Rau. Das gibt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz bekannt, die den mit 5000 Euro dotierten Preis alle zwei Jahre vergibt.
Komponist Krzysztof Penderecki gestorben
Große musikalische Bandbreite
29. März 2020. Der polnische Komponist Krzysztof Penderecki ist verstorben. Das melden unter anderem der Spiegel und auch die Salzburger Festspiele, bei denen Pendereckis Werke immer wieder aufgeführt wurden. Zuletzt eröffnete seine "Lukas-Passion" die Festspiele im Jahr 2018.
Corona: Förderprogramm Fonds Darstellende Künste
Umgewidmet
27. März 2020. Auf die bundesweiten Ausfälle von Premieren, Aufführungen und Proben und damit den Arbeitsmöglichkeiten von Theaterkünstler*innen reagiert der Fonds Darstellende Künste mit einer Anpassung seiner Förderung. Im Programm #takecare können zuvor bereits geförderte Künstler*Innen Anträge auf eine einmalige Förderung künstlerischer Vorhaben stellen. Das gab der Fonds Darstellende Künste heute in einer Pressemitteilung bekannt.
Schweizer Mediengruppe streicht Feuilleton
Leben als höchstes Gut
27. März 2020. Die Redaktion der Schweizer Mediengruppe Tamedia fasst mehrere Ressorts zu einem neu formierten Ressort namens "Leben" zusammen. Betroffen sind neben den Ressorts Wissen, Gesellschaft und Service auch der Kultur-Teil. Das geht aus einem Bericht des Mediums persoenlich.com hervor.
Bayerische Theatertage abgesagt
Planungssicherheit perdu
27. März 2020. Aufgrund fehlender Planungssicherheiten in der aktuellen Corona-Situation hat das Landestheater Schwaben die 37. Bayerischen Theatertage abgesagt. Das gab das in Memmingen ansässige Landestheater heute in einer Presseaussendung bekannt.
Freie Szene Hessen ermittelt Corona-Schaden
Es droht die Pleite
26. März 2020. Der Landesverband Professionelle Freie Darstellende Künste Hessen (laPROF) hat eine Umfrage (hier als PDF) zu den erwartenden Einkommensausfällen durch die Corona-Krise durchgeführt. "Wenn der Kulturbetrieb bis zum Sommer stillsteht, verlieren die in der Umfrage erfassten Kolleg*innen bis zu 3,8 Millionen Euro. Schon bei einer Schließung bis Ostern liegt der Gesamtverlust bei nahezu einer Million. Falls diese Ausfälle nicht bald erstattet werden, droht vielen Künstler*innen die Pleite und vielen Ensembles und Theatern das Aus", heißt es in einer Pressemitteilung des laPROF (hier im Wortlaut). Beteiligt hätten sich 247 Theater, Ensembles und Einzelkünstler*innen aus allen Regionen des Bundeslandes, die Ergebnisse seien "nahezu repräsentativ".
Jens Neundorff von Enzberg wird Intendant in Meiningen
Rückkehr in die Heimat
Meiningen, 22. März 2020. Jens Neundorff von Enzberg wird Intendant des Staatstheaters Meiningen, wie die Südthüringer Zeitung auf ihrem Onlineportal insuedthueringen.de meldet. Der bisherige Leiter des Theaters Regensburg wechselt zur Spielzeit 2021/2022 in das südthüringische Staatstheater. Er wird dort Nachfolger von Ansgar Haag, der das Meininger Haus seit 2005 leitet.
Cannes öffnet Filmpalast für Obdachlose
In Zeiten von Corona
21. März 2020. Nach der Absage des Filmfestivals von Cannes öffnet die Mittelmeerstadt ihren Filmpalast als Notunterkunft für Obdachlose. Das melden unter anderen die Salzburger Nachrichten. In der Unterkunft würden Betten, Mahlzeiten und Duschen zur Verfügung gestellt, am Einlass gäbe es Fiebermessstationen.
NRW beschließt Soforthilfe für Kulturschaffende
Spannt die Rettungsschirme auf
20. März 2020. Mit einer Soforthilfe in Höhe von zunächst insgesamt fünf Millionen Euro unterstützt die Landesregierung Nordrein-Westfalens freischaffende, professionelle Künstler*innen, die durch die Absage von Engagements in finanzielle Engpässe geraten. Das gab die Landesregierung heute in einer Pressemitteilung bekannt.
Berliner Senat beschließt Soforthilfen für Freie
"Kultur ist die DNA Berlins"
Berlin, 19. März 2020. Für Solo-Selbstständige, Freiberufler*innen und Kleinunternehmen wird es in Berlin ein Landesprogramm zur Soforthilfe geben. Verabschiedet wurde das mit vorerst 100 Millionen Euro ausgestattete Hilfspaket heute in einer außerordentlichen Sitzung des Berliner Senats. Das gab die Senatsverwaltung für Kultur und Europa am Abend in einer Presseaussendung bekannt.
Österreich will Künstler-Unterstützung erhöhen
Hilfen verzehnfacht
19. März 2020. Die Österreichische Regierung plant angesichts der Corona-Krise den Unterstützungsfonds des Künstler-Sozialversicherungsfonds mit bis zu 5 Millionen Euro zusätzlich aufzustocken. Das meldet der Standard auf seiner Website. Falls das Parlament zustimmt, können Künstlerinnen und Künstler ebenso wie Kulturvermittlerinnen und Kulturvermittler sofortige Beihilfen beantragen, so sie nicht aus dem Härtefonds unterstützt werden können.
GDBA leistet Sofortnothilfe
500 Euro für jede*n
Hamburg, 19. März 2020. Die Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) stellt 50.000 Euro zur solidarischen Unterstützung von durch die Corona-Krise in Not geratenen Theaterschaffenden mit Wohnsitz und Arbeitsort in Deutschland zur Verfügung. Das gilt auch für Theaterschaffende, die nicht Mitglied der GDBA sind. Wie die GDBA meldet, erhalten Empfängerinnen und Empfänger jeweils 500 Euro, um deren Situation ein klein wenig zu erleichtern.
Hilfspaket für Solo-Selbstständige in Planung
Milliardenschwere Soforthilfen
19. März 2020. Die Bundesregierung plant in der Coronakrise ein Hilfspaket für Solo-Selbstständige und Kleinstfirmen bis zehn zu Mitarbeiter*innen. Das berichtete heute früh zunächst der Spiegel, bevor andere Medien unter Bezugnahme auf dpa-Informationen nachzogen. Die Angaben über den erwarteten Gesamtumfang des Pakets schwanken zwischen 40 und 50 Milliarden Euro. 10 Milliarden Euro seien als Direkthilfen eingeplant, der Rest als Darlehen, so der Spiegel.
ensemble-netzwerk: Appell und Spendenaktion
"Nicht auf dem Rücken der Schwächsten"
18. März 2020. Das Aktionsbündnis ensemble-netzwerk e.V. hat "in Kooperation mit Teilen des Aktionsbündnis Darstellende Künste" eine Spendenaktion für freiberufliche Theaterschaffende angekündigt, die von den Corona-bedingten Theaterschließungen und Veranstaltungsabsagen besonders hart betroffen seien. Dies geht aus einer Pressemitteilung vom heutigen Mittwoch hervor. "Wir hoffen, dass viele Zuschauer*innen und Theaterfreund*innen solidarisch sind und spenden. Wir freuen uns aber auch über Spenden von fest angestellten Kolleg*innen, die momentan keine Einkommensverluste haben und sich damit ihren freiberuflichen Kolleg*innen gegenüber solidarisch zeigen", wird darin die Schauspielerin Anica Happich zitiert.
Solidaritätsappell #meinekartemeinebühne
#meinekartemeinebühne
Berlin, 16. März 2020. Ein Initiative, zu der auch die Redaktion von nachtkritik.de gehört, hat heute einen Aufruf an Inhaber*innen von Karten abgesagter Kulturveranstaltungen veröffentlicht. Darin werden diejenigen, denen es finanziell möglich ist, gebeten, auf eine Rückerstattung des Geldes für diese Karten zu verzichten.
Berliner Theatertreffen abgesagt
"Unumgängliche Entscheidung"
Berlin, 16. März 2020. Die 57. Ausgabe des Berliner Theatertreffens, das vom 1. bis 17. Mai hätte stattfinden sollen, ist abgesagt worden. Das gaben die Berliner Festspiele als Veranstalter des Theatertreffens heute in einer Pressemitteilung bekannt. Dies gelte auch für das 41. Theatertreffen der Jugend im Rahmen der Bundeswettbewerbe (22. bis 30. Mai 2020). Vor dem Hintergrund der Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung der Corona-Pandemie sei diese Entscheidung "unumgänglich" gewesen.
Erl: Keine Anklage gegen Gustav Kuhn
Alles verjährt
Erl, 16. März 2020. Der frühere Leiter der Tiroler Festspiele Erl, Gustav Kuhn, muss sich nicht wegen sexueller Belästigung vor Gericht verantworten. Das meldete am vergangenen Freitag unter anderem Der Standard. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck habe mitgeteilt, dass nach Prüfung der von insgesamt 15 Frauen vorgebrachten Verdachtsfälle kein Vorfall übrig geblieben sei, "der strafbar, nicht verjährt und beweisbar gewesen wäre".
Spielbetrieb im deutschsprachigen Raum eingestellt
Überall ist nun dicht
15. März 2020. Alle Theater im deutschsprachigen Raum sind nun geschlossen und haben ihren Spielbetrieb eingestellt. In der Schweiz, wo die Theater Ende Februar als erstes den Spielbetrieb in den großen Häusern auf Eis gelegt haben, sind Veranstaltungen über 100 Personen bis 30. April verboten. In der Österreich gilt das derzeit bis 3. April, für heute hat die Regierung jedoch eine nächste Pressekonferenz angekündigt. In Deutschland gilt die Pause derzeit bis zum 19. April 2020.
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