meldungen
Corona: Bundesregierung will der Kultur beistehen
Gezielt zugute kommen
13. März 2020. Die Bundesregierung will mit Maßnahmen in Milliardenhöhe die Folgen des Coronavirus für Arbeitnehmer und Unternehmen mildern. Zu den beschlossenen Schritten gehören die Ausweitung des Kurzarbeitergeldes, Liquiditätshilfen und die Stundung von Steuerzahlungen, welche auch der Kultur- und Kreativwirtschaft zugutekommen sollen. Das gab die Pressestelle von Kulturstaatsministerin Monika Grütters heute in einer Aussendung bekannt.
München: Festival Radikal jung abgesagt
Keine Planungssicherheit
München, 13. März 2020. Die für den 25. April bis 2. Mai geplante 16. Ausgabe des renommierten Regie-Nachwuchs-Festivals Radikal jung am Münchner Volkstheater ist abgesagt. Angesichts der Corona-Epidemie sei die Planungssicherheit nicht gegeben, "die ein solches Festival und eine verlässliche Partnerschaft mit den eingeladenen Theatern und Gastproduktionen" erfordere, teilte das Volkstheater heute in einer Presseerklärung mit.
Corona: Absagen in Österreich, Bayern, Berlin
Abgesagt
10. März 2020. Als Maßnahme gegen die Ausbreitung des Virus COVID-19 hat die österreichische Regierung Regeln für öffentliche Veranstaltungen erlassen. Freiluft-Veranstaltungen mit mehr als 500 Besuchern und Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit über 100 Gästen sind bis Anfang April untersagt. Das meldet u.a. der Standard.
Neue Schauspieldirektorin für Kassel
Kollektiver Erfahrungsraum
Kassel, 10. März 2020. Patricia Nickel-Dönicke wird zur Spielzeit 2021/22 neue Schauspieldirektorin und Chefdramaturgin am Staatstheater Kassel. Wie das Theater mitteilt, tritt sie ihre Position zeitgleich mit dem designierten Intendanten Florian Lutz an.
Großverstaltungen droht wegen Corona das Aus
Spielen, Plätze reduzieren oder doch absagen?
9. März 2020. Gesundheitsminister Jens Spahn rät dazu, alle Großveranstaltungen ab tausend Besuchern abzusagen. Auf seinem Twitter-Account heißt es wortwörtlich: "Nach zahlreichen Gesprächen mit Verantwortlichen ermuntere ich ausdrücklich, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern bis auf Weiteres abzusagen." Betroffen von dieser Empfehlung wären auch Theater- und Opernhäuser mit mehr als 1000 Sitzen. Häuser mit diesem Fassungsvermögen müssten ihre Vorstellungen absagen beziehungsweise die Zuschauerzahlen reduzieren, wenn sie Spahns Empfehlung folgen wollen – wobei die Entscheidungshoheit darüber im Moment noch bei den lokalen Gesundheitsämtern liegt, zumindest solange der Bund dazu kein Notstandsgesetz erlassen hat.
Selbstverpflichtung gegen Diskriminierung
Aktive und präventive Maßnahmen
9. März 2020. Das Bündnis internationaler Produktionshäuser hat eine Selbstverpflichtung zur Antidiskriminierung erarbeitet, teilen sie in einer Presseaussendung mit. Man will mit der Erklärung allen Formen von Diskriminierung entschieden entgegen treten und sich zu aktiven und präventiven Maßnahmen verpflichten.
Petition für den Erhalt der Städtischen Bühnen FFM
Geschichtsvergessen
9. März 2020. Gegen den Abriss der Städtischen Bühnen in Frankfurt am Main wendet sich eine Petition, die Theaterwissenschaftler*innen, Historiker*innen und Architekt*innen auf Initiative des Publizisten und Architekten Philipp Oswalt unterschrieben haben. Der jüngst beschlossene Komplettabriss zeuge von Geschichtsvergessenheit, heißt es darin.
Max von Sydow gestorben
Ganz große Partie
9. März 2020. Der Schauspieler Max von Sydow ist gestern im Alter von 90 Jahren gestorben. Das meldet unter anderem Spiegel online. Von Sydow wurde im schwedischen Lund geboren, absolvierte von 1948 bis 1951 seine Schauspielausbildung am Dramaten Theater in Stockholm und arbeitete ab 1955 mit Ingmar Bergman zusammen, erst am Theater in Malmö, dann in den Filmen, was von Sydow international bekannt machte.
Ursina Lardi vergibt Kerr-Preis 2020
Allein-Jurorin
Berlin, 5. März 2020. Die Schauspielerin Ursina Lardi ist Allein-Jurorin des Alfred-Kerr-Darstellerpreises 2020. Das teilen die Berliner Festspiele mit.
Corona: Vorstellungsausfall an Schweizer Theatern
Worin unsere Stärke besteht? Solidarität!
29. Februar 2020. Das Theater Basel sagt alle Vorstellungen im Großen Haus bis Mitte März ab. Das meldete heute die bz – Zeitung für die Region Basel.
Die Künstlerin Tabea Blumenschein ist tot
Queere Ikone
4. März 2020. Tabea Blumenschein ist tot. Das berichten diverse Zeitungen, darunter der Berliner Tagesspiegel, wo die Filmemacherin Ulrike Ottinger einen Nachruf schreibt. Mit Ottingers Film "Bildnis einer Trinkerin" war Tabea Blumenschein 1979 bekannt geworden. Auch in weiteren Ottinger-Filmen wirkte Blumenschein mit.
Mülheimer Theatertage: Kinderstücke-Auswahl 2020
Erstmals dotiert wie der Dramatikerpreis
Mülheim an der Ruhr, 4. März 2020. Die 45. Mülheimer Theatertage haben die "fünf besten Kinderstücke des vergangenen Jahres" bekannt gegeben. Sie werden vom 24. bis 29. Mai 2020 im Rahmen der Theatertage in Mülheim gastieren und um den Mülheimer KinderStückePreis konkurrieren.
Leipziger Buchmesse abgesagt wegen Corona
Komplett abgesagt
3. März 2020. Die Leipziger Buchmesse findet nicht statt. "Schweren Herzens und mit großem Bedauern" habe man heute entschieden, die Messe, die vom 12. bis 15. März geplant war, abzusagen, teilen die Veranstalter mit. Gleiches gilt für das parallel laufende Lesefest "Leipzig liest" und die Manga-Comic-Con. Die Entscheidung haben die Leipziger Messe und die Stadt Leipzig gemeinsam in enger Absprache getroffen.
Performance-Pionier Ulay verstorben
Von Neuwied bis New York
2. März 2020. Der Performance-Künstler Ulay ist im Alter von 76 Jahren in Ljubljana verstorben. Das Kunstmagazin Monopol, das den Tod vermeldet, nennt ihn einen "Pionier der Performancekunst", der gemeinsam mit seiner langjährigen Partnerin Marina Abramović Performances inszenierte, "bevor der Begriff im deutschen Sprachraum überhaupt existierte".
Schauspieler und Autor Burkhard Driest verstorben
Rebel with a Cause
28. Februar 2020. Nach langer Krankheit ist der Autor und Schauspieler Burkhard Driest verstorben, wie heute u.a. Der Spiegel meldet. Driest wurde bekannt als Schauspieler in Filmen von Rainer Werner Fassbinder, Sam Peckinpah und Reinhard Hauff und in Inszenierungen von Peter Zadek.
Doppelspitze am Tiroler Landestheater verlängert
Never change a winning team
28. Februar 2020. Die Verträge des Intendanten Johannes Reitmeier und des Kaufmännischen Direktors Markus Lutz am Tiroler Landestheater wurden verlängert. Das gab das Land Tirol heute in einer Pressemitteilung bekannt.
Festspielhaus Bregenz vor Sanierung
Immer repariert, nie saniert
Bregenz, 28. Februar 2020. Das Festspielhaus Bregenz mit seiner weithin bekannten Seebühne soll zwischen Herbst 2021 und 2024 umfangreich saniert werden. Das meldet heute unter anderem Der Standard. Betroffen seien hiervon vor allem die Außenhülle des Gebäudes, die rund 40 Jahre alte Bühnentechnik sowie die Werkstattbühne, für die zudem ein Anbau geplant sei. Auch die Außentribüne der Seebühne soll in diesem Zuge saniert werden. Die geschätzten Kosten beliefen sich dem Standard zufolge auf rund 55 Millionen Euro, die vom Bund, dem Land Vorarlberg, der Stadt und zu einem Teil von den Bregenzer Festspielen selbst zu tragen seien.
Kathrin Röggla erhält "Wortmeldungen"-Preis
Beschreibung deutscher Gegenwart
27. Februar 2020. Kathrin Röggla erhält den mit 35.000 Euro dotierten "Wortmeldungen"-Literaturpreis 2020. Der von der Crespo Foundation gestiftete Preis zeichnet deutschsprachige literarische Texte aus, die sich mit aktuellen gesellschaftspolitischen Herausforderungen auseinandersetzen und wird zum dritten Mal vergeben.
Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik 2020
Glücksfall für die Literatur
27. Februar 2020. Der Literaturwissenschaftler und Literaturkritiker Christian Metz erhält den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik 2020. Das Börsenblatt zeichnet Metz für die Verbindung aus gelehrter Expertise und stilistischer Brillanz aus, heißt es in einer Pressemitteilung des Wochenmagazins, das den Preis gestiftet hat.
Haustarifvertrag am Berliner Ensemble
Erstmals seit fast 30 Jahren
Berlin, 24. Februar 2020. Am Berliner Ensemble wird ein Haustarifvertrag für das nicht-künstlerisch beschäftigte Personal eingeführt. Wie das Theater heute in einer Presseaussendung mitteilte, erfolge dieser Schritt erstmals seit fast 30 Jahren. "Nach mehreren gescheiterten Verhandlungsversuchen der Vorgängerintendanzen", heißt es, "konnte die neue Geschäftsführung gemeinsam mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) einen an den Flächentarifvertrag TV-L angelehnten Haustarifvertrag aushandeln."
Kasseler Petition zur Freigabe der NSU-Akten
Gegen Geheimnisse
21. Februar 2020. Die Veröffentlichung der unter Verschluss gehaltenen Akten des hessischen NSU-Untersuchungsausschuss (UA) fordert das Staatstheater Kassel in einer Petition an den Hessischen Landtag. Informationen zur rechtsextremen Szene müssten öffentlich zugänglich sein, heißt es in der auf change.org veröffentlichten Petition.
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