meldungen

10. Festival Politik im Freien Theater 2018 in München

Motto für München: Reich

29. Juli 2017. Das 10. Festival Politik im Freien Theater findet vom 1. bis 11. November 2018 in München statt. Das teilte die Bundeszentrale für Politische Bildung (Bpb) mit, die das Festival seit 1988 in der Regel im Dreijahresturnus an wechselnden Orten ausrichtet und stets zehn, von einer Jury ausgewählte deutschsprachige Produktionen sowie fünf internationale Gastspiele präsentiert. Das Festival wird 2018 in Kooperation mit den Münchner Kammerspielen und Spielmotor München e.V. veranstaltet.  Zuletzt fand "Politik im Freien Theater" 2014 in Freiburg statt.

Konzert Theater Bern werden Gelder gestrichen

In Bern wird gespart

28. Juli 2017. Wie die Zeitung Der Bund berichtet, plant der Schweizer Bundesrat bis 2019 schrittweise die sogenannte "Bundesmillion" abzuschaffen.

Neue Direktorin fürs Globe Theatre London

It won't be easy

25. Juli 2017. Das Londoner Globe Theatre hat eine neue Dirktorin: Michelle Terry, Schauspielerin, Autorin und Regisseurin, wird das Theater ab April 2018 leiten, meldet unter anderem die Neue Zürcher Zeitung. Terry löst die noch amtierende künstlerische Leiterin Emma Rice ab, die frühzeitig entlassen wurde, weil sie die historische Aufführungspraxis des Theater aufmischte, elektrische Scheinwerfer und modernes Sounddesign verwenden ließ und damit bei der Geschäftsführung aneckte.

Hauschoreograph Marco Goecke beim Stuttgarter Ballett nicht verlängert

Eines anderen Kind

Stuttgart, 20. Juli 2017. Zum Ende der Spielzeit 2017/18 trennt sich das Stuttgarter Ballett von seinem zweiten Hauschoreographen, Marco Goecke. Das meldete die Stuttgarter Zeitung (11. Juli 2017). Goeckes Vertrag wird vom designierten Ballettintendanten Tamas Detrich nicht verlängert. Bereits Mitte Mai hatte sich der amtierende Ballettintendant Reid Anderson vom langjährigen Hauschoreographen Demis Volpi getrennt.

Überraschend kommt die Nichtverlängerung für Marco Goecke nicht: Schon im März hatte der international renommierte Choreograph ein Sondierungsgespräch mit Tamas Detrich als Kündigung verstanden. Detrich dementierte. Im Gespräch sei es "lediglich um mögliche Pläne" gegangen, erklärte er am 10. März 2017 gegenüber der Stuttgarter Zeitung.

Nun ist Marco Goeckes Nichtverlängerung offiziell. Als Begründung ließ Tamas Detrich wissen, er wolle zu Beginn seiner Intendanz 2018/19 "eine eigene künstlerische Richtung einschlagen" und deshalb ohne Hauschoreografen arbeiten: "Marco Goecke war Reid Andersons Kind, er hat ihn unterstützt von Anfang an", so Detrich.  "Ein Intendantenwechsel bringt Umbrüche mit sich, das wird jeder verstehen." Dennoch hoffe er, "dass es Marco Goeckes Ballette weiter in unserem Repertoire geben wird".

Marco Goecke ist dem Stuttgarter Ballett seit 2005 als Hauschoreograph verbunden. In der Zeit schuf er mehr als ein Dutzend Ballette für die Compagnie. Goecke choreographierte auch für das Hamburg Ballett, das Scapino Ballet Rotterdam, das Norwegische Nationalballett oder Les Ballets de Monte Carlo. Beim Nederlands Dans Theater ist der gebürtige Wuppertaler assoziierter Choreograph. 2015 wählten die Kritiker*innen der Fachzeitschrift "tanz" Marco Goecke zum Choreografen des Jahres.

Die Personalentscheidungen beim Stuttgarter Ballett gehen einher mit größeren Umbrüchen am Staatstheater: 2018 verlassen die Intendanten aller drei Sparten – Armin Petras (Schauspiel), Jossi Wieler (Oper) und Reid Anderson (Ballett) – das Haus.

(Stuttgarter Zeitung / Stuttgarter Ballett / eph)

Dramatiker Thomas Melle doppelt ausgezeichnet

Zerbrechlichkeit der menschlichen Existenz

Bergen-Enkheim / Magdeburg, 18. Juli 2017. Der Berliner Schriftsteller und Dramatiker Thomas Melle wird Stadtschreiber von Bergen-Enkheim 2017/2018 und erhält dafür ein Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro. Außerdem erhält er den mit 12.000 Euro dotierten Literaturpreis des Landes Sachsen-Anhalt. Das meldet unter anderen 3sat.

Kinder- und Jugendtheater fordern bessere finanzielle Ausstattung

Gravierende Folgen bei Erhöhung der Vorstellungsgage

13. Juli 2017. Eine bessere Ausstattung des Theaters für junges Publikum hat der Arbeitskreis für Kinder- und Jugendtheater Baden-Württemberg bei den Baden-Württembergischen Theatertagen gefordert. In der Pressemitteilung zum Ende des Festivals heißt es, dass die vom Deutschen Bühnenverein und der GDBA vereinbarte Anhebung der Vorstellungsgage für Gäste auf mindestens 200 Euro – genauso wie eine Anhebung der Mindestgage bei Festanstellung – zwar zu begrüßen sei, aber zu Problemen in finanziell unzureichend ausgestatteten Häusern und Ensembles des jungen Theaters führe.

Wunderbaum werden künstlerische Leiter*innen des Theaterhaus Jena

Im internationalen Kollektiv

10. Juli 2017. Die Gesellschafter*innen-Versammlung der Theaterhaus Jena hat entschieden, dass das niederländisch-flämische Schauspielkollektiv Wunderbaum ab der Spielzeit 2018/19 die künstlerische Leitung des Theaterhauses Jena übernehmen wird. Das teilt das Theaterhaus per Presseaussendung mit.

Bernd Schmidt bleibt bis 2024 Intendant des Berliner Friedrichstadt-Palasts

Erfolgreiches Riesen-Revuetheater

10. Juli 2017. Der Vertrag des Intendanten und Geschäftsführers des Friedrichstadt-Palasts Berlin Bernd Schmidt ist bis 2024 verlängert worden. Das meldet u.a. der Tagesspiegel. Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke) habe Schmidt eine vorzeitige Vertragsverlängerung angeboten, Schmidt habe sie angenommen. Der Friedrichstadt-Palast ist seit 1995 eine landeseigene GmbH.

Schauspielerin Anneliese Uhlig verstorben

Theater transatlantisch

8. Juli 2017. Bereits am 17. Juni ist die Schauspielerin und Journalistin Annliese Uhlig verstorben, wie die FAZ berichtet (5.7.2017). 1918 in Essen geboren, wurde die in Berlin zur Schauspielerin ausgebildete Uhlig von Thea von Harbou, der zweiten Ehefrau von Regisseur Fritz Lang, für den Film entdeckt. 1937 debütierte sie mit der Hauptrolle in Carmine Gallones Film "Manege" an der Seite von Attila Hörbiger und spielte bald an der Seite von Ufa-Stars wie Paul Klinger, Carl Raddatz oder Hans Söhnker.

Zentrum für politische Schönheit verschenkt Auto gegen Tyrannenmord

Rachefantasien

4. Juli 2017. Das Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) hat am Montagnachmittag im Vorfeld des G20-Gipfels eine neue Aktion gestartet. Wie unter anderen rbb-online (4.7.2017) berichtet, haben die Polit-Kunst-Aktivisten vor dem Bundeskanzleramt in Berlin eine Mercedes-Limousine aufgestellt, die sie als "Geschenk" bezeichnen. Auf einem Banner vor dem Wagen steht:  "Willst Du dieses Auto? Töte die Diktatur!"

Kurator*innen der Wiener Festwochen müssen gehen

... diverse Adaptionen hinsichtlich der weiteren Programmentwicklung

4. Juli 2017. Nadine Jessen und Johannes Maile müssen ihre Plätze als Kuratoren der Wiener Festwochen räumen. Das berichtet die Wiener Tageszeitung Der Standard. "Aufgrund der Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Programmierung 2017 wird die künstlerische Leitung diverse Adaptionen hinsichtlich der weiteren Programmentwicklung und -gestaltung vornehmen, " zitiert Der Standard aus einer von ihm eingeholten Erklärung der Festwochenleitung. Dort habe man sich entschieden "diese Anpassungen mit einem neuen dramaturgischen Team umzusetzen. Deshalb endet hiermit die Zusammenarbeit".

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